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19:30 Uhr

Sturm von Hans-Christian Schmid

Film|Im Rahmen der Filmreihe Filmissimi – Deutsches Autorenkino

  • Auditorium des Goethe-Instituts, Rom

  • Sprache Originalversion mit itl. UTs
  • Preis Der Eintritt ist kostenlos und wird nach Verfügbarkeit der Sitzplätze gewährt
  • Teil der Reihe: Filmissimi – Deutsches Autorenkino

Das Filmstill aus Sturm von Hans-Christian Schmid zeigt zwei Frauen. Foto (Detail): © Bogumil Godfrejow

Filmstill aus Sturm von Hans-Christian Schmid: Blick vom Friedhof Alifakovac in Sarajevo Foto (Detail): © Bogumil Godfrejow

Donnerstag, 26. Februar 2026 um 19:30 Uhr zeigt das Goethe-Institut Rom den Film des deutschen Regisseurs Hans-Christian Schmid Sturm.

Regie Hans-Christian Schmid
Deutschland 2009, 105 Min., Originalversion mit itl. UTs

Die Juristin Hannah Maynard vertritt die Anklage am Kriegsverbrechertribunal in Den Haag gegen den ehemaligen jugoslawischen Volksarmeebefehlshaber Goran Duric, dem die Deportation und Ermordung bosnisch-muslimischer Zivilisten in der Republika Srpska vorgeworfen wird. Als ein Schlüsselzeuge in Widersprüche verfällt und das Gericht Zweifel an seiner Glaubwürdigkeit hegt, wird er kurz darauf tot in seinem Hotelzimmer aufgefunden – vermeintlich Suizid.

Hannah gibt den Fall nicht auf und reist nach Sarajevo zur Beerdigung des Zeugen. Dort trifft sie dessen Schwester Mira, von der sie vermutet, dass sie mehr über Durics Verbrechen weiß. Trotz Miras Angst, ihre in Deutschland lebende Familie zu gefährden, entschließt sie sich, den entscheidenden Hinweis zu liefern und vor dem Tribunal auszusagen. Unmittelbar vor der entscheidenden Verhandlung versuchen Durics Verteidiger, Miras Zeugenaussage zu verhindern und erhalten dabei unerwartete Unterstützung von Seiten der Richterschaft. Hannah erkennt, dass ihre Gegner nicht nur in der Verteidigung zu finden sind, sondern auch in den eigenen Reihen.

Biographie

Hans-Christian Schmid

Filmregisseur, Drehbuchautor und Filmproduzent

Hans-Christian Schmid ist heute als Filmregisseur, Drehbuchautor und Filmproduzent in Berlin tätig. Seine Ausbildung absolvierte er an der Hochschule für Fernsehen und Film (HFF) München im Fach Dokumentarfilm, ergänzt durch ein Drehbuchstudium an der USC in Los Angeles.

Sein Kinodebüt feierte er 1996 mit Nach fünf im Urwald (mit Franka Potente). Seinen Durchbruch erzielte er 1998 mit dem Cyber-Thriller 23 – Nichts bleibt, wie es scheint, der dem Filmteam wichtige Auszeichnungen beim Münchner Filmfest einbrachte und Hauptdarsteller August Diehl den Deutschen Filmpreis sicherte. Mit Crazy (2000) entdeckte Schmid die Jungschauspieler Robert Stadlober und Tom Schilling. Im Jahr 2005 drehte er das Drama Requiem, das 2006 auf der Berlinale Premiere feierte. Für ihre beeindruckende Leistung in diesem Film gewann Sandra Hüller den Silbernen Bären sowie den Deutschen Filmpreis. Im Jahr 2009 präsentierte Schmid seinen Film Sturm (Drehbuch zusammen mit Bernd Lange) im Wettbewerb der 59. Berlinale. Das Werk thematisiert die Verurteilung eines ehemaligen jugoslawischen Militärs vor dem Internationalen Strafgerichtshof in Den Haag und wurde 2010 mit dem Deutschen Filmpreis in Silber für den Besten Film ausgezeichnet.

Hans-Christian Schmid ist seit 2003 Gründungsmitglied der Deutschen Filmakademie. Im Jahr 2004 gründete er zudem die Filmproduktionsfirma 23/5 in Berlin, über die er neben eigenen Projekten auch Filme anderer Regisseure produziert.