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18:00 Uhr,

Städtische Kultur und Wohnsituation in Warschau aus der Perspektive von Ausländer*innen

Diskussion|Eintritt frei

  • Bibliothek Goethe-Institut Warschau, Warszawa

  • Sprache Auf Englisch und Polnisch mit Simultanübersetzung
  • Preis Moderation: Sylwia Chutnik

CLAD Eugen Korda © Goethe-Institut

In English see below

The Goethe-Institut in Warsaw and the Multicultural Centre invite you to an open discussion devoted to living conditions in Warsaw, the city’s urban culture, and the experiences of people who have come to the capital from other countries.


Das Goethe-Institut Warschau und das Multikulturelle Zentrum in Warschau laden zu einer offenen Diskussion über die Lebensbedingungen in Warschau, die städtische Kultur sowie die Erfahrungen von Menschen ein, die aus anderen Ländern in die Hauptstadt gekommen sind.
Mit der dynamischen Entwicklung Warschaus und der stetig wachsenden Zahl ausländischer Bewohner*innen möchten wir uns ansehen, wie der Alltag in der Stadt aus ihrer Perspektive aussieht. Uns interessiert, was an Warschau anziehend und inspirierend ist – und was im Vergleich zu den Realitäten ihrer Herkunftsländer Herausforderungen darstellt.

Während der Veranstaltung werden u. a. folgende Themen angesprochen:
  • Städtische Kultur Warschaus – wie wird sie von Menschen aus unterschiedlichen Teilen der Welt wahrgenommen?
  • Wohnungswesen und Lebensbedingungen – Verfügbarkeit von Wohnungen, Komfort, Umgebung, Infrastruktur.
  • Integration und Alltag – was erleichtert und was erschwert Ausländer*innen das Leben in der Hauptstadt?
  • Sicherheit – ist Warschau eine sichere Stadt?
  • Internationale Vergleiche – wie schneidet Warschau im Vergleich zu anderen europäischen Metropolen ab?
  • Perspektiven junger Bewohner*innen – die Zukunft der Stadt aus der Sicht von Menschen, die hier gerade erst ihr Leben aufbauen.
  • Desinformation im Zusammenhang mit Wohnen und städtischer Kultur. Wie kann man sich in einer fremden Stadt vor Täuschung schützen?
Wir möchten einen Raum schaffen, um darüber zu sprechen, wie sich das wachsende Warschau zu einem noch freundlicheren und offeneren Ort zum Leben entwickeln kann. Wir glauben, dass die Stimmen von Menschen aus anderen Ländern, die Warschau als Ort zum Arbeiten, Studieren oder Wohnen gewählt haben, entscheidend sind, um die Bedürfnisse aller Bewohner*innen besser zu verstehen. Wir laden ausländische Bürger*innen, die derzeit in Warschau leben – Vertreter*innen verschiedener Milieus, Berufe und Lebenserfahrungen – herzlich zur aktiven Teilnahme an der Diskussion ein. Partner der Veranstaltung ist das Multikulturelle Zentrum in Warschau.

Die Gesprächsrunde wird von Sylwia Chutnik moderiert und teilnehmen werden daran: José Luis Guzman Torrez aus Bolivien, Erika Bezetsna aus der Ukraine und Georgien, David Camacho Largo aus Mexiko, Marcel Noparlik aus Deutschland, Julia Pratasawicka aus Belarus sowie Katarzyna Bartosik vom Multikulturellen Zentrum in Warschau.

Die Veranstaltung wird simultan Englisch-Polnisch gedolmetscht.

Die Veranstaltung ist Teil des europäischen Projekts CLAD – Citizens & Libraries Against Disinformation, das Bürgerinnen und Bürgern in der Slowakei und in Portugal Werkzeuge an die Hand gibt, um Desinformation zu erkennen. Mehr Informationen zum Projekt: www.goethe.de/clad. Das Projekt wird von einem Netzwerk von Bibliotheken und Kulturzentren in der Slowakei und in Portugal unter der Leitung des Goethe-Instituts in der Slowakei und des Goethe-Instituts in Portugal umgesetzt. Das Projekt wird von der EU gefördert. Hauptpartner des CLAD-Projekts sind Bratislava-Staré Mesto City District, BAD, Goethe-Institut.

Die Veranstaltung am Goethe-Institut Warschau findet im Rahmen von CLAD aufgegriffenen Themas „Urban culture and housing“ statt.
Im Jahr 2026 schließen sich dem Projekt die Goethe-Institute in Warschau, Prag, Madrid, Tiflis und Bukarest an.

Sylwia Chutnik © Sylwia Chutnik Sylwia Chutnik - Geboren in Warschau. Doktorin der Geisteswissenschaften. Von Ausbildung her Kulturwissenschaftlerin, Absolventin der Gender Studies an der Universität Warschau sowie der Polnisch‑Jüdischen Studien am Institut für Literaturforschung der Polnischen Akademie der Wissenschaften. Schriftstellerin, Publizistin, gesellschaftliche Aktivistin und Förderin der Literatur. Kuratorin von Literaturfestivals und -initiativen. Dozentin an der Universität Warschau und der Universität für Sozial- und Geisteswissenschaften. Kolumnistin der Polityka sowie zahlreicher Magazine und Internetportale. Mitgestalterin kultureller Sendungen. Veröffentlicht zudem als Gastautorin in polnischen und internationalen Medien. Preisträgerin literarischer und gesellschaftlicher Auszeichnungen. 2018 erhielt sie den Preis der Hauptstadt Warschau für ihre literarische und soziale Tätigkeit. Seit 1995 engagiert sie sich für Menschenrechte und unterstützt zahlreiche soziale Projekte und Kampagnen. Im Jahr 2020 wurde sie vom Magazin Forbes Women als eine der einhundert einflussreichsten Frauen anerkannt.

Katarzyna Bartosik - Koordinatorin des Multikulturellen Zentrums in Warschau. Absolventin des Instituts für Polnische Kultur an der Universität Warschau, Kulturanimatorin und Organisatorin von Veranstaltungen zur Förderung der traditionellen Kultur im Rahmen des Kollektivs Agencja Tradycyjna. Sie koordinierte drei Ausgaben der Internationalen Sommerschule für traditionelle Musik der Stiftung Muzyka Kresów. Theaterpädagogin für Kinder. Trainerin für Barrierefreiheit und Auditorin im Verein Otwieracz. Im Polnischen Migrationsforum (PFM) ist sie Projektkoordinatorin im Bereich Community-Building, Kulturanimatorin für Integrationsmaßnahmen für Migrantinnen und Migranten sowie Organisatorin intergenerationeller und interkultureller Aktivitäten.

Erika Bezetsna – Seit drei Jahren arbeitet sie beim Polnischen Migrationsforum als Spezialistin für die Betreuung von Kund*innen, seit sechs Monaten auch als Caseworkerin. Als Person mit eigener Migrationserfahrung – auch aus Deutschland – ist sie mit vielen verschiedenen migrantischen Communities verbunden und unterstützt Menschen, die in Unterkünften für Geflüchtete leben. Sie beherrscht die polnische, russische, ukrainische, georgische, megrelische, tschetschenische und armenische Sprache fließend sowie Deutsch in kommunikativer Form. Sie hat einen Kurs in psychologischer Erster Hilfe abgeschlossen sowie Schulungen in sozialarbeiterischen Methoden, Migrationsrecht und der Prävention häuslicher Gewalt.

José Luis Guzman Torrez - Bolivianer, seit fast vier Jahren in Polen lebend, Community-Animator in der Stiftung Polnisches Migrationsforum. Er unterstützt die spanischsprachige Community, organisiert Sprachtandems, führt Workshops zum Wohlbefinden von Migrantinnen und Migranten sowie kulinarische und tänzerische Begegnungen im vom PFM betriebenen Multikulturellen Zentrum in Warschau durch. Er verfügt über Erfahrung in der Arbeit mit Menschen unterschiedlicher Herkunft, in der Organisation integrativer Aktivitäten und multikultureller Treffen. José arbeitete in Bolivien als Tänzer und Moderator eines Jugendfernsehprogramms und war zudem Freiwilliger in der Taizé-Gemeinschaft mit Menschen verschiedener Nationalitäten.

David Camacho Largo - Mexikaner, der in verschiedenen europäischen Kontexten gelebt und gearbeitet hat und dabei aus erster Hand die kulturellen, beruflichen und persönlichen Herausforderungen der Migration erfahren hat. Während seines Aufenthalts in Norwegen schloss er ein Masterstudium in Politik- und Sozialwissenschaften ab. Derzeit lebt er in Warschau, wo er vor Kurzem ein MBA-Studium mit Schwerpunkt Business Intelligence und Analytics abgeschlossen hat, wodurch er seine eigenen Erfahrungen mit einem strategischen, datengestützten Ansatz verbindet. Als Freiwilliger im Polnischen Migrationsforum unterstützt er andere Migrantinnen und Migranten dabei, mit den emotionalen und praktischen Belastungen des Migrationsprozesses umzugehen.

Marcel Noparlik - Er stammt aus Bayern, seine familiären Wurzeln liegen jedoch in Oberschlesien. Anhand der Erfahrungen seiner Familie, die frisch nach Deutschland ausgewandert ist, hat er miterlebt, was es heißt, in einem neuen Land Fuß zu fassen und gleichzeitig, welche Schwierigkeiten es mit sich bringt. Einen Einblick, wie es ist, sich selbst in einem anderen Land zu orientieren, gewährte ihm sein Auslandsaufenthalt in Barcelona, sowie sein derzeitiger Aufenthalt in Warschau. Später möchte er selbst im Bereich der Migration tätig werden und anderen Leuten bei ihrem Einstieg helfen. Er studiert Spanische Philologie mit Lateinamerikanistik sowie Sprache und Gesellschaft in Berlin und absolviert in Warschau ein dreimonatiges Praktikum am Goethe-Institut.

Julia Pratasawicka - Sie stammt aus Belarus. Seit vier Jahren lebt sie in Polen – einem Land, mit dem sie bewusst beschlossen hat, ihren Alltag und ihre Zukunft zu verbinden. Hier baut sie Schritt für Schritt ihr Leben auf, schafft Raum für persönliche Entwicklung und bemüht sich, sich immer stärker mit der Kultur und der Gesellschaft zu integrieren. Sie hat auch Lebenserfahrung in Deutschland gesammelt, wo sie nach einiger Zeit beschloss, zu ihrer Familie zurückzukehren. Sie betrachtet diese Phase als eine wichtige Lektion und einen Teil ihres eigenen Lebenswegs. Als sie einen neuen Lebensabschnitt in Polen begann, war sie sich bereits stärker der Herausforderungen bewusst, die auf diesem Weg auftreten könnten. Sie sah diesen Schritt als eine natürliche Fortsetzung ihrer Entwicklung und ihrer Suche nach einem Ort, an dem sie ihre Geschichte weiter aufbauen kann.
Beruflich war sie stets mit einem internationalen Umfeld und Bildungsprojekten verbunden. Sie ist eine offene Person, interessiert an neuen Kulturen, Reisen und Herausforderungen, und glaubt daran, dass Begegnungen zwischen Menschen und der Austausch von Erfahrungen ein wesentlicher Bestandteil von persönlicher Entwicklung und dem Verständnis der Welt sind.

Dem Kreis der Gäste schließen sich auch Vertreterinnen des Büros für Kultur der Stadt Warschau an – Agnieszka Brzezińska und Maga Ćwieluch –, die die Perspektive der städtischen Kulturpolitik sowie der kulturellen Maßnahmen der Stadt einbringen werden, die darauf abzielen, die Lebensqualität der Einwohnerinnen und Einwohner zu verbessern, darunter auch von Menschen mit Migrationserfahrung.


Partner

Das Multikulturelle Zentrum ist ein Ort für lokale Aktivitäten – ein zweites Zuhause für Migrantinnen und Migranten sowie die lokale Gemeinschaft. Hier findet jede und jeder ein passendes Angebot im Bereich Bildung, Kultur, Beratung, Information oder Freizeit. Das Zentrum wird von der Stiftung Polnisches Migrationsforum geführt. 

https://centrumwielokulturowe.waw.pl/

Die Stiftung Polnisches Migrationsforum ist eine Organisation, die sich für die Integration und den Schutz der Rechte von Menschen mit Migrationserfahrung einsetzt. Im Rahmen der Partnerschaft bringt sie eine praktische Perspektive sowie umfangreiche Erfahrungen aus der direkten Arbeit mit Migrantinnen und Migranten in Polen in die Diskussion ein.
forummigracyjne.org

PARTNER

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