Wim Wenders - Meister der Roadmovies
Film|Filmvorführungen
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44 Programmkinos in Polen
Viele Werke aus dem umfangreichen Schaffen von Wim Wenders standen in den letzten fünfzig Jahren auf dem Programm großer internationaler Filmfestivals. Dazu gehören auch die Bilder, die in der diesjährigen Retrospektive des deutschen Filmemachers und Favoriten der Festivalauswahl zu sehen sind. „Alice in den Städten" (1974), „Der Ein amerikanischer Freund" (1977), „Paris, Texas" (1984), „Himmel über Berlin" (1987) und „Buena Vista Social Club" (1999) sind allesamt Perlen des Kinos.
Was diese Filme verbindet und das Werk von Wenders auszeichnet, ist die besondere Rolle des Ortes, an dem die Handlung spielt. Europäische und amerikanische Städte Amsterdam, Berlin, Hamburg, Havanna, Houston, Los Angeles, New York -haben einen eigenen, bedeutenden Einfluss auf Inhalt und Inszenierung. Die Reise durch diese Metropolen (und zwischen ihnen) wird sowohl zu einer Reise durch Zeit und Raum, Landschaft und Geschichte als auch zu einer intimeren Reise, die sich auf die Erforschung der inneren Welten von Individuen und Gesellschaften konzentriert.
© Material des Veranstalters
DER HIMMEL ÜBER BERLIN markiert Wenders’ „Heimkehr“, und ist sein erster deutscher Film nach 8 Jahren in Amerika. Seine Hauptfiguren sind Schutzengel, freundliche unsichtbare Wesen im Trenchcoat, die den Gedanken der Sterblichen zuhören und versuchen, sie zu trösten. Einer von ihnen, Damiel (Bruno Ganz), hat den Wunsch ein Mensch zu werden, nachdem er sich in die schöne Trapezkünstlerin Marion (Solveig Dommartin) verliebt. Peter Falk, der sich selber spielt, steht ihm bei seiner Umwandlung bei, indem er ihn in die kleinen Freuden des Lebens einweiht.
Der Film ist aus der Perspektive der Engel erzählt und die sehen die Welt in schwarz-weiß. Erst als Damiel ein Mensch wird, eröffnen sich ihm die Farben. Er lässt seinen alten Freund Cassiel (Otto Sander) allein zurück, der weiterhin dem alten Homer (Curt Bois), dem „Erzähler der Menschheit“, zur Seite steht.
Der Film wurde ein Kultfilm in der ganzen Welt und 1998 unter dem Titel „City of Angels“ mit Nicolas Cage und Meg Ryan in den Hauptrollen neu verfilmt.
ALICE IN DEN STÄDTEN ist technisch gesehen Wenders’ vierter Film, wird aber von ihm selbst oft als “sein erster” eingestuft, weil er hierbei, für sich selbst, das Road Movie als Genre entdeckt.
Es ist auch sein erster teilweise in den USA gedrehter Film, und der erste mit seinem „Alter Ego“ Phillip Winter (Rüdiger Vogler). ALICE wird oft mit Charlie Chaplins THE KID verglichen. Der Film erhielt 1974 den Deutschen Kritikerpreis.
Der Journalist Phillip Winter will eine Story über Amerika schreiben, bekommt aber außer einer Serie von Polaroids nichts auf die Reihe und tritt enttäuscht die Heimreise nach Deutschland an. Dabei läßt er sich widerwillig darauf ein, die kleine Alice (Yella Rottländer) in seine Obhut zu nehmen, weil ihre Mutter (Lisa Kreuzer), die er am Tag vor seiner Abreise in New York kennenlernt, dort noch dringend etwas zu erledigen hat.
In Amsterdam taucht die Mutter dann nicht mehr auf, wie abgemacht, und so machen sich Winter und Alice daran, im Ruhrgebiet Alices Großmutter zu finden. Auf der gemeinsamen Suche wandelt sich allmählich ihre anfängliche gegenseitige Ablehnung in eine herzliche Zuneigung.
DER AMERIKANISCHE FREUND gewann 1977 den Deutschen Kritikerpreis und den Deutsche Filmpreise in Gold und gilt heute als Kultfilm. Wenders adaptierte hierfür den Roman “Ripley’s Game” von Patricia Highsmith.
Jonathan Zimmermann (Bruno Ganz) glaubt, dass er bald an Leukämie sterben wird. Der skrupellose Amerikaner Tom Ripley (Dennis Hopper), erfährt davon und nutzt Zimmermanns Krankheit für seine Zwecke aus. Er stellt Jonathan dem Ganoven Minot (Gérad Blain) vor, der dem todkranken Mann anbietet, ein professioneller Serien-Mörder zu werden. Dafür soll er angemessen bezahlt werden und so seiner Frau (Lisa Kreuzer) und seiner Kinder etwas hinterlassen können. Was hat er zu verlieren, da er doch ohnehin sterben wird?
Zwischen den beiden ungleichen Männern entsteht eine Freundschaft, die dazu führt, dass Ripley schließlich eingreift, weil Zimmermann zu einem weiteren Mord nicht mehr in der Lage ist.
Der Film wurde mit dem Deutschen Kritikerpreis (1977) und dem Deutschen Filmpreis in Gold (1978) ausgezeichnet.
PARIS, TEXAS gilt als Wenders’ bekanntester und weltweit erfolgreichster Film. Von der Kritik gefeiert, gewann er eine Reihe von wichtigen internationalen Preisen, u. a. die Goldene Palme im Jahr 1984 in Cannes.
Dieses ungewöhnliche Road Movie nach einem Drehbuch des Pulitzer Preisträgers Sam Shepard erzählt die Geschichte von Travis (Harry Dean Stanton), einem Mann, der eines Tages in der glühenden Hitze des „Big Bend“ aus Mexiko nach Texas hinüberwandert. Travis spricht kein Wort. Und auch sein Gedächtnis scheint er weitgehend verloren zu haben. Aber er ist getrieben von dem Wunsch, seine Familie wiederzufinden, seine junge Frau Jane (Nastassja Kinski), die er wohl mit seiner krankhaften Eifersucht in Lebensgefahr gebracht hat, und seinen 7-jährigen Sohn Hunter (Hunter Carson). Seit vier Jahren wurde Travis für tot gehalten. Sein Bruder Walt (Dean Stockwell) kommt aus LA nach Texas geflogen, um den verlorenen Bruder zurückzuholen.
Walt und seine Frau Ann (Aurore Clément) sind zu Hunters Zieheltern geworden. Es ist sehr schwer für die beiden, diese Rollen nun wieder aufzugeben, vor allem, als sie erfahren, dass Travis sich gemeinsam mit seinem Sohn auf die Suche nach Jane machen will. Sie wissen nichts von ihr, außer dass sie vermutlich in Houston lebt…
Neben den beeindruckenden schauspielerischen Leistungen von Harry Dean Stanton als Travis und Nastassja Kinski als Jane, ist PARIS, TEXAS auch durch seinen einzigartigen Soundtrack von Ry Cooder zu einem Kultfilm geworden.
BUENA VISTA SOCIAL CLUB
Wim Wenders begleitete seinen langjährigen Freund Ry Cooder, der schon die Musik von PARIS, TEXAS und END OF VIOLENCE geschrieben hatte, nach Havanna. Wenders tauchte ein in die Welt der kubanischen Musik. Über mehrere Monate hinweg beobachtete und begleitete er die Musiker von BEUENA VISTA SOCIAL CLUB, zuerst zuhause in Havanna, dann Wochen später, im April 1998, nach Amsterdam zu dem ersten öffentlichen Auftritt der Band und dann, noch später, im Juli 1998, zu dem triumphalen Konzert in der Carnegie Hall nach New York.
Er verfolgte so die alten Helden der traditionellen kubanischen Son-Musik auf ihrem Weg aus der völligen Vergessenheit bis hin zu Weltruhm, innerhalb nur weniger Monate. „Ich dachte, ich drehe einen Dokumentarfilm,“ sagte er, „dabei waren wir dabei, einem Märchen beizuwohnen, das sich niemand so hätte ausdenken können.“
Die Musikdokumentation wurde im Kino zur Sensation und ein weltweiter Erfolg. Neben einer Oscarnominierung als bester Dokumentarfilm erhielt BUENA VISTA SOCIAL CLUB in dieser Kategorie den Europäischen Filmpreis, den Deutschen Filmpreis in Gold, die Goldene Kamera, den Großen Filmpreis von Brasilien.
Veranstalter: Stowarzyszenie Kin Studyjnych, Stiftung für deutsch-polnische Zusammenarbeit
Veranstaltungsort: Białystok, Bydgoszcz, Bytom, Częstochowa, Dąbrowa Górnicza, Dębica, Elbląg, Ełk, Gdańsk, Gdynia, Gliwice, Gorzów Wlkp., Jasło, Katowice, Konin, Kraków, Krosno, Lublin, Łódź, Oborniki Śląskie, Olsztyn, Opole, Płock, Poznań, Przemyśl, Rypin, Rzeszów, Słupsk, Toruń, Warszawa, Włoszczowa, Wodzisław Śląski, Wrocław, Wrocław, Zakopane, Żywiec
Was diese Filme verbindet und das Werk von Wenders auszeichnet, ist die besondere Rolle des Ortes, an dem die Handlung spielt. Europäische und amerikanische Städte Amsterdam, Berlin, Hamburg, Havanna, Houston, Los Angeles, New York -haben einen eigenen, bedeutenden Einfluss auf Inhalt und Inszenierung. Die Reise durch diese Metropolen (und zwischen ihnen) wird sowohl zu einer Reise durch Zeit und Raum, Landschaft und Geschichte als auch zu einer intimeren Reise, die sich auf die Erforschung der inneren Welten von Individuen und Gesellschaften konzentriert.
DER HIMMEL ÜBER BERLIN markiert Wenders’ „Heimkehr“, und ist sein erster deutscher Film nach 8 Jahren in Amerika. Seine Hauptfiguren sind Schutzengel, freundliche unsichtbare Wesen im Trenchcoat, die den Gedanken der Sterblichen zuhören und versuchen, sie zu trösten. Einer von ihnen, Damiel (Bruno Ganz), hat den Wunsch ein Mensch zu werden, nachdem er sich in die schöne Trapezkünstlerin Marion (Solveig Dommartin) verliebt. Peter Falk, der sich selber spielt, steht ihm bei seiner Umwandlung bei, indem er ihn in die kleinen Freuden des Lebens einweiht.
Der Film ist aus der Perspektive der Engel erzählt und die sehen die Welt in schwarz-weiß. Erst als Damiel ein Mensch wird, eröffnen sich ihm die Farben. Er lässt seinen alten Freund Cassiel (Otto Sander) allein zurück, der weiterhin dem alten Homer (Curt Bois), dem „Erzähler der Menschheit“, zur Seite steht.
Der Film wurde ein Kultfilm in der ganzen Welt und 1998 unter dem Titel „City of Angels“ mit Nicolas Cage und Meg Ryan in den Hauptrollen neu verfilmt.
ALICE IN DEN STÄDTEN ist technisch gesehen Wenders’ vierter Film, wird aber von ihm selbst oft als “sein erster” eingestuft, weil er hierbei, für sich selbst, das Road Movie als Genre entdeckt.
Es ist auch sein erster teilweise in den USA gedrehter Film, und der erste mit seinem „Alter Ego“ Phillip Winter (Rüdiger Vogler). ALICE wird oft mit Charlie Chaplins THE KID verglichen. Der Film erhielt 1974 den Deutschen Kritikerpreis.
Der Journalist Phillip Winter will eine Story über Amerika schreiben, bekommt aber außer einer Serie von Polaroids nichts auf die Reihe und tritt enttäuscht die Heimreise nach Deutschland an. Dabei läßt er sich widerwillig darauf ein, die kleine Alice (Yella Rottländer) in seine Obhut zu nehmen, weil ihre Mutter (Lisa Kreuzer), die er am Tag vor seiner Abreise in New York kennenlernt, dort noch dringend etwas zu erledigen hat.
In Amsterdam taucht die Mutter dann nicht mehr auf, wie abgemacht, und so machen sich Winter und Alice daran, im Ruhrgebiet Alices Großmutter zu finden. Auf der gemeinsamen Suche wandelt sich allmählich ihre anfängliche gegenseitige Ablehnung in eine herzliche Zuneigung.
DER AMERIKANISCHE FREUND gewann 1977 den Deutschen Kritikerpreis und den Deutsche Filmpreise in Gold und gilt heute als Kultfilm. Wenders adaptierte hierfür den Roman “Ripley’s Game” von Patricia Highsmith.
Jonathan Zimmermann (Bruno Ganz) glaubt, dass er bald an Leukämie sterben wird. Der skrupellose Amerikaner Tom Ripley (Dennis Hopper), erfährt davon und nutzt Zimmermanns Krankheit für seine Zwecke aus. Er stellt Jonathan dem Ganoven Minot (Gérad Blain) vor, der dem todkranken Mann anbietet, ein professioneller Serien-Mörder zu werden. Dafür soll er angemessen bezahlt werden und so seiner Frau (Lisa Kreuzer) und seiner Kinder etwas hinterlassen können. Was hat er zu verlieren, da er doch ohnehin sterben wird?
Zwischen den beiden ungleichen Männern entsteht eine Freundschaft, die dazu führt, dass Ripley schließlich eingreift, weil Zimmermann zu einem weiteren Mord nicht mehr in der Lage ist.
Der Film wurde mit dem Deutschen Kritikerpreis (1977) und dem Deutschen Filmpreis in Gold (1978) ausgezeichnet.
PARIS, TEXAS gilt als Wenders’ bekanntester und weltweit erfolgreichster Film. Von der Kritik gefeiert, gewann er eine Reihe von wichtigen internationalen Preisen, u. a. die Goldene Palme im Jahr 1984 in Cannes.
Dieses ungewöhnliche Road Movie nach einem Drehbuch des Pulitzer Preisträgers Sam Shepard erzählt die Geschichte von Travis (Harry Dean Stanton), einem Mann, der eines Tages in der glühenden Hitze des „Big Bend“ aus Mexiko nach Texas hinüberwandert. Travis spricht kein Wort. Und auch sein Gedächtnis scheint er weitgehend verloren zu haben. Aber er ist getrieben von dem Wunsch, seine Familie wiederzufinden, seine junge Frau Jane (Nastassja Kinski), die er wohl mit seiner krankhaften Eifersucht in Lebensgefahr gebracht hat, und seinen 7-jährigen Sohn Hunter (Hunter Carson). Seit vier Jahren wurde Travis für tot gehalten. Sein Bruder Walt (Dean Stockwell) kommt aus LA nach Texas geflogen, um den verlorenen Bruder zurückzuholen.
Walt und seine Frau Ann (Aurore Clément) sind zu Hunters Zieheltern geworden. Es ist sehr schwer für die beiden, diese Rollen nun wieder aufzugeben, vor allem, als sie erfahren, dass Travis sich gemeinsam mit seinem Sohn auf die Suche nach Jane machen will. Sie wissen nichts von ihr, außer dass sie vermutlich in Houston lebt…
Neben den beeindruckenden schauspielerischen Leistungen von Harry Dean Stanton als Travis und Nastassja Kinski als Jane, ist PARIS, TEXAS auch durch seinen einzigartigen Soundtrack von Ry Cooder zu einem Kultfilm geworden.
BUENA VISTA SOCIAL CLUB
Wim Wenders begleitete seinen langjährigen Freund Ry Cooder, der schon die Musik von PARIS, TEXAS und END OF VIOLENCE geschrieben hatte, nach Havanna. Wenders tauchte ein in die Welt der kubanischen Musik. Über mehrere Monate hinweg beobachtete und begleitete er die Musiker von BEUENA VISTA SOCIAL CLUB, zuerst zuhause in Havanna, dann Wochen später, im April 1998, nach Amsterdam zu dem ersten öffentlichen Auftritt der Band und dann, noch später, im Juli 1998, zu dem triumphalen Konzert in der Carnegie Hall nach New York.
Er verfolgte so die alten Helden der traditionellen kubanischen Son-Musik auf ihrem Weg aus der völligen Vergessenheit bis hin zu Weltruhm, innerhalb nur weniger Monate. „Ich dachte, ich drehe einen Dokumentarfilm,“ sagte er, „dabei waren wir dabei, einem Märchen beizuwohnen, das sich niemand so hätte ausdenken können.“
Die Musikdokumentation wurde im Kino zur Sensation und ein weltweiter Erfolg. Neben einer Oscarnominierung als bester Dokumentarfilm erhielt BUENA VISTA SOCIAL CLUB in dieser Kategorie den Europäischen Filmpreis, den Deutschen Filmpreis in Gold, die Goldene Kamera, den Großen Filmpreis von Brasilien.
Veranstalter: Stowarzyszenie Kin Studyjnych, Stiftung für deutsch-polnische Zusammenarbeit
Veranstaltungsort: Białystok, Bydgoszcz, Bytom, Częstochowa, Dąbrowa Górnicza, Dębica, Elbląg, Ełk, Gdańsk, Gdynia, Gliwice, Gorzów Wlkp., Jasło, Katowice, Konin, Kraków, Krosno, Lublin, Łódź, Oborniki Śląskie, Olsztyn, Opole, Płock, Poznań, Przemyśl, Rypin, Rzeszów, Słupsk, Toruń, Warszawa, Włoszczowa, Wodzisław Śląski, Wrocław, Wrocław, Zakopane, Żywiec
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