Zbyněk Baladrán (geb. 1973, Prag, Tschechoslowakei) ist Künstler, Autor und Kurator. Als posthumanistischer »Archäologe« arbeitet mit Methoden, die denen von Ethnografen, Anthropologen und Soziologen ähneln, und gräbt bewusst die Überreste der nicht so fernen Vergangenheit aus. Er sucht nach räumlichen »Einschlüssen«, wo sich Lebensweisen in ihren Systemen, Regeln und Koinzidenzen widerspiegeln, und nach Objekten, mit deren Hilfe eine von sich selbst besessene Menschheit das Bild ihrer Vergangenheit und ihrer Zukunft erzeugt. Die Installation »Automatic[B1] Subject« ist eine spekulative Betrachtung der Transformationen von Subjektivität, die durch Maschinen, Infrastrukturen, Sensoren, Schnittstellen sowie menschliche und nichtmenschliche Nutzer/innen ausgelöst werden. Die Installation beruht lose auf Gedankenexperimenten aus Büchern von Stanislaw Lem und Andrei Platonow und zeigt eine Welt, in der eine traditionelle Vorstellung von menschlicher Subjektivität in globalem Maßstab erweitert wird, um jedes vorstellbare Wesen einzuschließen.