2017 Interviews mit Teilnehmenden aus Georgien, Tadjikistan und der Ukraine

Interview Foto: © Goethe-Institut Ukraine, Sumy

Viktoria (15), Аlina (17)

Erzählt mal, warum habt ihr am Wettbewerb „Umwelt macht Schule“ teilgenommen? Was war die Motivation und warum war das wichtig?

Unsere Lehrer haben uns vorgeschlagen, an dem Projekt „Umwelt macht Schule“ teilzunehmen und wir haben sofort zugesagt. Als wir dann erfahren haben, dass unser Projekt ausgewählt worden ist und wir nach Berlin auf die Konferenz fahren werden, haben wir uns wahnsinnig gefreut. Es ist sehr interessant und toll ein Projekt zu machen, was deine Stadt sauber macht – für unsere Stadt Sumy ist das sehr aktuell, denn in unserer Stadt liegt viel Müll herum und das ist ein großes Problem.

Wie geht es mit euren Umweltprojekten nach der Rückkehr nach Hause weiter? Was habt ihr für Pläne?

Die Lehrer sind daran interessiert, das Projekt weiterzumachen und deswegen hoffen wir, dass das auch klappt. Wir sind sehr an dem Thema Umweltschutz interessiert und wollen auch weiterhin Umweltprojekte machen. In erster Linie sind uns dabei aber nicht unsere Karrieren wichtig oder so etwas in der Art, sondern die Umweltprojekte, die unsere privaten Initiativen sind. Zum Beispiel auch umweltbewusstes Verhalten. „Respektiere die Natur – respektiere dich selbst“: Das ist unser Motto.

Was habt ihr aus „Umwelt macht Schule“ schon mitgenommen? Was habt ihr gelernt? Was war das Spannendste für euch?

Sehr interessant war es zu erfahren, was in anderen Ländern so passiert und auf anderen Kontinenten und über deren Probleme und Ideen zu erfahren. Unvergesslich war es auch, so viele interessante Menschen aus verschiedenen Ecken kennenzulernen. Berlin hat uns auch sehr gut gefallen. Obwohl der erste Eindruck nicht so positiv war: Als wir in Berlin gelandet sind, hat es da im Flughafen sehr nach Abfällen gestunken und uns ist aufgefallen, dass das Problem Abfall auch hier akut besteht.

Seit wann lernt ihr Deutsch?

Wir lernen seit der 3. und 5. Klasse Deutsch und wollen auch weiter machen. Die Konferenz hat uns da zusätzlich motiviert.

Interview Foto: © Goethe-Institut Ukraine, Odessa

Оleksandra (16), Маrgaritha (16)

Erzählt mal, warum habt ihr am Wettbewerb „Umwelt macht Schule“ teilgenommen? Was war eure Motivation und warum war euch das wichtig?

Unsere Schule arbeitet immer wieder mal mit dem Goethe-Institut zusammen und deswegen hat uns das Projekt auch sofort sehr interessiert. Odessa ist eine Stadt am Meer und natürlich ist das Problem des mangelnden Trinkwassers für uns sehr aktuell. Wir haben realisiert, dass es von uns abhängt, ob wir sauberes Wasser haben oder nicht. Wenn wir uns nicht darum kümmern, wer soll es dann tun? Das Trinkwasserproblem ist im Endeffekt ja auch etwas, was unsere Gesundheit beeinträchtigen kann. Das Goethe-Institut gibt uns mit dieser Konferenz eine wunderbare Möglichkeit, uns zu entwickeln und der Umwelt zu helfen.

Wie geht es mit euren Umweltprojekten nach der Rückkehr nach Hause weiter? Was habt ihr für Pläne?

Wir sind jetzt in der 11. Klasse und dieses Jahr fertig mit der Schule. Das heißt, dass wir nicht weiter an dem Projekt teilnehmen können. Aber das Projekt wird auch ohne uns weitergehen. Wir werden es, wenn wir wieder zu Hause sind, an die 10. Klassen übergeben. Außerdem haben unsere Lehrer uns schon darum gebeten, auch wenn wir mit der Schule fertig sind, ab und zu vorbeizuschauen und bei dem Projekt zu helfen.

Was habt ihr aus „Umwelt macht Schule“ schon mitgenommen? Was habt ihr gelernt? Was war das Spannendste für euch?

Wir haben sehr viele neue Leute aus verschiedenen Ecken dieser Welt kennengelernt, das war toll und sehr interessant. Auch die Präsentationen der anderen Teilnehmer waren sehr interessant. Wir haben das Gefühl, dass uns alle ein Problem vereint, obwohl wir in verschiedenen Ländern leben. Das Problem der Umweltverschmutzung ist ein gemeinsames Problem. Die Workshops fanden wir auch sehr interessant, vor allem mit den Weltkarten. Es war sehr wichtig zu erfahren, wo wie viele Menschen leben und wieviel CO2 von welchen Ländern produziert wird.

Seit wann lernt ihr Deutsch?

Fünf und sieben Jahre. Wir planen auf jeden Fall auch weiter Deutsch zu lernen und vielleicht auch in der Uni später etwas mit Deutsch zu studieren. Margaritha ist schon an der Uni für Grafikdesign genommen worden, lernt jedoch weiterhin Deutsch.

 

Interview Foto: © Goethe-Institut Tadschikistan, Hudschan

Muhamad (16), Shakhlo (16)

Erzählt mal, was war eure Motivation, an dem Projekt „Umwelt macht Schule“ teilzunehmen? Warum war euch das wichtig?

Wir beschäftigen uns mit dem Thema Mülltrennung und haben es in unserer Schule geschafft, das auch zu verwirklichen. Ursprünglich war es einfach nur der Wunsch unserer Stadt zu helfen, unserem Land. Und wir hoffen, dass wir das durch „Umwelt macht Schule“ besser machen können. So werden auch unsere Stimmen vielleicht lauter.

Wie geht es mit euren Umweltprojekten nach der Rückkehr nach Hause weiter? Was habt ihr für Pläne?

Also wir wünschen uns natürlich, dass wir es zu erreichen schaffen, dass in der ganzen Stadt Müll getrennt wird, dass Container aufgestellt werden und die Menschen verstehen, warum das wichtig ist. Wir hoffen, dass unser Land uns damit helfen wird, oder wenigstens unsere Stadt. Wir wollen auf jeden Fall weiter machen. Wir sind in der Organisation „Kleiner Planet“, die es an unserer Schule gibt. Leider tauschen sich die Schulen nicht untereinander aus und das planen wir auch zu verändern.

Was habt ihr aus „Umwelt macht Schule“ schon mitgenommen? Was habt ihr gelernt? Was war das Spannendste für euch?

Wir haben sehr viel mitgenommen, wir haben gelernt, dass wir auch selbst Müll recyceln können.
Wir haben auch viel von den anderen Projekten gelernt und neue Ideen bekommen. Der Austausch war für uns auf alle Fälle sehr wertvoll.

Wie lange lernt ihr schon Deutsch?

Schon seit zehn Jahren, also seit der ersten Klasse. Und wir möchten nach der Schule auch weitermachen und auch mal in Deutschland studieren.

 

Interview Foto: © Goethe-Institut

Georgien, Tiflis

Elene (14), Tornike (14)

Erzählt mal, was war eure Motivation, an dem Projekt „Umwelt macht Schule“ teilzunehmen? Warum war euch das wichtig?

In erster Linie, weil wir uns um die Umwelt sorgen. Umweltverschmutzung ist ein großes globales Problem und ich als Kind, ich möchte auch etwas tun.

Wie geht es mit euren Umweltprojekten nach der Rückkehr nach Hause weiter? Was habt ihr für Pläne?

Wir wollen in unserer Schule ein Zimmer einrichten, in dem wir Altpapier recyceln können. Wir wollen die Straßen in unserer Stadt vom Müll befreien, auch Altpapierbehälter in der Stadt aufstellen lassen. Und natürlich wollen wir, dass unsere Stadt Altpapierverarbeitungsbetriebe baut. Dazu brauchen wir natürlich die Unterstützung unserer Regierung und wir hoffen, dass wir uns auch durch die Teilnahme an diesem Projekt mehr Gehör verschaffen können.

Was habt ihr aus „Umwelt macht Schule“ schon mitgenommen? Was habt ihr gelernt? Was war das Spannendste für euch?

Auf jeden Fall haben wir gelernt, dass wir sehr vieles selbst machen können, um der Natur zu helfen. Ich kann ein Teil dieser Ökobewegung sein. Wir haben hier auch sehr viel Inspiration bekommen und gute Ideen, wie man es zum Beispiel am besten anstellt, Bäume zu pflanzen. Und wir haben uns untereinander angefreundet und das sind super Kontakte.

Wie lange lernt ihr schon Deutsch?

Seit drei bis vier Jahren erst, aber wir wollen damit auf jeden Fall weitermachen, vielleicht sogar mal hier in Deutschland studieren.