Wladiwostok | Schule für Kuratoren Welche Ausstellungen wünschen wir uns?

Schule für Kuratoren © Goethe-Institut

Mo, 28.10.2019 -
Sa, 02.11.2019

Zentrum für zeitgenössische Kunst „Zarya“

Prospekt 100 Jahre Wladiwostok 155
Wladiwostok

Im Rahmen der Herbstschule für Kuratoren in Wladiwostok bietet Ruth Noack aus Berlin vom 28. Oktober bis 2. November 2019 einen Kurs zum Thema an: „Welche Ausstellungen wünschen wir uns?“. Die Herbstschule wird von der Wladiwostoker Schule für zeitgenössische Kunst (VSCI) gemeinsam mit dem Goethe-Institut Nowosibirsk und dem Zentrum für zeitgenössische Kunst „Zarya“ in Wladiwostok veranstaltet.
 
Die Herbstschule widmet sich Ausstellungskonzepten und vermittelt, wie Ausstellungen erstellt werden. Die Teilnehmenden diskutieren dabei grundlegende Fragen, beispielsweise, welche Ausstellungen wir uns wünschen und warum. Ruth Noack wird ihre eigenen Erfahrungen aus zwei Jahrzehnten praktischer und internationaler Arbeit als Kuratorin vorstellen. Die Teilnehmenden können ein Kunstwerk mitbringen, das auf irgendeine Art mit einem Problem in der Kindheit verbunden ist. Der Kurs wird in einem experimentellen Format durchgeführt und erfordert, dass die Teilnehmenden zusammenarbeiten. Die Gruppe konzipiert und realisiert eigenständig ein gemeinsames Schlussprojekt.
 
Die Präsentation findet am 2. November (Samstag) um 18 Uhr im Zentrum für zeitgenössische Kunst „Zarya“ in Wladiwostok statt.
 
Ruth Noack ist Kuratorin, bildende Künstlerin und Kunstwissenschaftlerin. Sie ist als Autorin, Universitätsdozentin und Organisatorin von Ausstellungen seit den 1990er-Jahren tätig. 2007 war sie Kuratorin der documenta 12. Die documenta ist eine der wichtigsten Ausstellungen zeitgenössischer Kunst und wird alle fünf Jahre in Kassel durchgeführt. Zu den Ausstellungen, die sie kuratierte, gehören beispielsweise Scenes of a Theory (1995), Things We Don’t Understand (2000), The Government (2005) und Not Dressed for Conquering – Ines Doujak’s Loomshuttles/Warpaths (2012). Die Ausstellung Notes on Crisis, Currency and Consumption (2015) war die erste aus einer zehnteiligen Reihe von Essay-Ausstellungen über die Probleme des modernen Lebens. Derzeit arbeitet Ruth Noack an der Ausstellungsreihe Sleeping with a Vengeance − Dreaming of a Life and Fragments and Compounds. Von 2012 bis 2013 war sie außerdem Leiterin des Bildungsprogramms Curating Contemporary Art im Royal College of Art in London und Forschungsleiterin im Rahmen des europäischen Projekts MeLa – European Museums in an age of migrations. Von 2013 bis 2014 war Ruth Noack Gastprofessorin an der Akademie der Bildenden Künste Prag und leitete den Gwangju Biennale International Curator Course im Jahre 2014. Seit 2015 ist sie für eine Bildungsrichtung des Dutch Art Institute verantwortlich. 2017 und 2018 war sie Referentin bei der Internationalen Sommerakademie für Bildende Kunst Salzburg.

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