Theater Der Hässliche. Theaterstück von Marius von Mayenburg

Der Hässliche Foto: Artyom Dubra

Do, 14.03.2019

Meyerhold-Zentrum Moskau

Nowoslobodskaja ul. 23
Metro: Mendelejewskaja
127055 Moskau

Tickets Werke des deutschen Dramatikers Marius von Mayenburg sind in Russland durchaus bekannt: das Stück „Märtyrer“ wurde bereits im Gogol-Zentrum gespielt, „Der Stein“ im Theater der Nationen, weitere Stücke auf anderen Bühnen.

„Der Hässliche“ fand seinen Weg nach Russland in der 2008 vom Goethe-Institut publizierten Anthologie zeitgenössischer deutschsprachiger Dramatik „SCHAG 3“, in welchem es in russischer Übersetzung von Svjatoslav Gorodeckij erschien. Das Stück ist eine moderne europäische Parabel über „mehr Schein als Sein“: Lette, einem Ingenieur für elektrische Sicherungssysteme, wird wegen mangelnder Attraktivität eine Dienstreise ins Ausland verwehrt. Im Wunsch, der Norm zu entsprechen, unterzieht sich Lette einer Schönheitsoperation.

„Der Hässliche“ ist das Regie-Debut von Artyom Dubra, Schauspieler des Meisterkurses von Viktor Ryzhakov. Für den jungen Regisseur geht es hier vor allem um die Wahl, die der Mensch in jeder Minute treffen muss: angefangen bei „Was koche ich zum Abendessen?“ bis hin zu „An was glaube ich, und wo befindet sich eigentlich dieses ‚ich‘?“. Dass jeder von uns „hässlich“ ist, steht fest. Bleibt jedoch die Frage, wie viel Prozent Mensch in jedem „Hässlichen“ steckt.
 
Regie: Artyom Dubra
Bühnenbild: Olga Nikitina
Lichtgestaltung: Maxim Biryukov
Darsteller: Sergey Novosad, Alexey Kamanin, Nikita Juskov, Varvara Feofanova
 
JULIENSEMBLE
Das unabhängige Theaterensemble entstand aus einem Meisterkurs von Viktor Ryzhakov, dem künstlerischen Leiter des Meyerhold-Zentrums, an der Theaterhochschule des Moskauer Künstlertheaters MChAT (MChAT-Studio 9). Der Name „Juli“ geht darauf zurück, dass die Absolventen just in diesem Monat die Studentenzeit hinter sich ließen und ihr Leben als Berufsschauspieler begannen. Zudem ist „Juli“ der Titel eines für das Ensemble besonders wichtigen Stücks von Iwan Wyrypajew. Regisseur Viktor Ryzhakov begleiten die Texte Wyrypajews bereits sein ganzes Leben, und in vielerlei Hinsicht haben sie sein Theater geprägt.

Die Schauspieler des Ensembles haben bei den verschiedensten Meistern des europäischen Theaters gearbeitet, so z. B. bei Josef Nadj, Peter Gemza und Attila Vidnyánszky.

Zwei Jahre nahm die Gruppe am Programm „Junges Russisches MChAT“ der Stiftung „Wolnoje Delo“ teil und bereiste das ganze Land von Kaliningrad bis Wladiwostok. 2016 absolvierte sie eine beeindruckende Tournee durch Sibirien und trat in Irkutsk, Chabarowsk, Abakan, Krasnojarsk und Omsk auf.

Dank vielfältiger Unterstützung trägt das Ensemble als Kulturbotschafter regelmäßig Bühnenstücke und Bildungsprogramme auch in entlegene russische Regionen. Workuta, Nowokusnezk, Kamensk-Uralski, Wologda, Tscherepowez, Uchta, Syktywkar, Kasan, Woronesch – in all diesen Städten war das „Juliensemble“ bereits auf Tournee. In Tallin inszenierte es zwei Stücke mit der „Goldenen Maske“ auf. Auch beim Dubrovnik Art Forum in Kroatien ist das „Juliensemble“ regelmäßig zu Gast.

Kern der Gruppe sind Absolventen des Jahres 2016. Mit Vera Kolesnikova hat sich auch eine Absolventin von Oleg Kudrjaschow von der Russischen Akademie für Theaterkunst GITIS angeschlossen.

„Juliensemble“: Stepan Azarian, Roman Vasilev, Artyom Dubra, Aleksey Ermoshkin, Alexey Kamanin, Sergey Novosad, Irina Obruchkova, Ronald Pelin, Varvara Feofanova, Sergey Shadrin, Varvara Shmykova und Nikita Juskov.
 
Mit Unterstützung des Goethe-Instituts

Zurück