Neues Deutsches Kino 2026

Neues Deutsches Kino 2026 © Arthouse Traffik

Berlinale-Gewinner, der neue Film von Paweł Pawlikowski und ein architektonisches 3D-Erlebnis von Wim Wenders: Im November findet das 32. Festival „Neues Deutsches Kino“ statt.

Deutsche Filme aus den Programmen der Berlinale, der Internationale Filmfestspiele von Cannes und der Internationale Filmfestspiele von Venedig werden in Kyjiw, Lwiw, Dnipro, Charkiw und Tscherniwzi gezeigt.

Vom 12. bis zum 18. November findet in den Kyjiwer Kinos „Zhovten“ und „Kino 42“ das 32. Festival „Neues Deutsches Kino“ statt. Das diesjährige Programm vereint den Gewinner des Goldenen Bären der Berlinale 2026, eine neue Rolle von Sandra Hüller, das neueste Werk des Regisseurs von „Good Bye, Lenin!“ sowie eine groß angelegte, teilweise in Kyjiw gedrehte Filmperformance des Autors von „Manifesto” mit Cate Blanchett. Anschließendwird das Festival in Lwiw, Dnipro, Charkiw und Tscherniwzi fortgesetzt. Die Termine der dortigen Vorführungen werden noch bekannt gegeben.

Am 20. November findet im Rahmen des Festivals ergänzend zum Hauptprogramm eine Sondervorführung des Films „Faust“ von Friedrich Wilhelm Murnau sowie die Premiere des neuen Soundtracks dazu von der Kyjiwer Künstlerin undo despot statt.

Das Festival wird vom Goethe-Institut Ukraine gemeinsam mit der Filmgesellschaft „Arthouse Traffic“ veranstaltet, unterstützt vom Hauptpartner German Films und dem offiziellen Partner ProCredit Bank.

Der Held vom Bahnhof Friedrichstraße

Still aus dem Film "Der Held vom Bahnhof Friedrichstraße“ Quelle: X Verleih, DFF, © X Verleih AG, Frédéric Batier

Der Eröffnungsfilm „Der Held vom Bahnhof Friedrichstraße“ ist der letzte Film von Wolfgang Becker, dem Regisseur von „Good Bye, Lenin!“, der gemeinsam mitAchim von Borries(„Babylon Berlin“) gedreht wurde. In dieser Dramödie macht ein Journalist auf der Suche nach einer Sensation versehentlich einen unscheinbaren ehemaligen Eisenbahner zum Nationalhelden, der einst versehentlich die Weichen umgestellt und damit ungewollt 127 Menschen aus Ostberlin gerettet hatte. Nachdem er durch die in der Presse hochgespielte Geschichte den erträumten Ruhm erlangt hat, muss der Mann in ständiger Angst vor der Entlarvung leben.

Gelbe Briefe

Кадр з фільму «Gelbe Briefe» © EllaKnorz ifProductions Alamode Film

Ein Film des Oscar-nominierten Regisseurs İlker Çatak, der mit dem Goldenen Bären, dem Hauptpreis der Berlinale, ausgezeichnet wurde. Der Film erzählt von einem angesehenen Professor und seiner Frau, einer Schauspielerin, die nach einem gescheiterten Putsch plötzlich ihre Kündigungen erhalten, weil sie für ihre Überzeugungen einstehen. Angesichts des drohenden Verlusts ihrer gesamten Existenz muss das Ehepaar eine Entscheidung treffen: sich dem repressiven System unterwerfen oder sich selbst treu bleiben.

Vaterland

Still aus dem Film „Vaterland‟ © Agata Grzybowska / Neue Visionen Filmverleih / dpa / picture alliance

Der neue Film des Oscar-Preisträgers Paweł Pawlikowski, für den er bei den Filmfestspielen von Cannes mit dem Preis für die beste Regie ausgezeichnet wurde. Das historische Drama erzählt von Thomas Mann, der im Sommer 1949 gemeinsam mit seiner Tochter Erika aus dem Exil in das geteilte Deutschland zurückkehrt. Dort entbrennt zwischen ihnen ein Streit über Schuld und die Kultur ihrer Heimat. Vor dem Hintergrund des Kalten Krieges versuchen beide neu gegründeten deutschen Staaten, den bedeutenden Schriftsteller als Aushängeschild für sich zu gewinnen.

Euphoria

Still aus dem Film „Euphoria“ © Julian Rosefeldt / VG Bild-Kunst, Bonn

Eine Filmperformance von Julian Rosefeldt, dem Regisseur von „Manifesto“, die teilweise in Kiew gedreht wurde – nur wenige Tage vor Beginn der groß angelegten russischen Invasion. An den Dreharbeiten war unter anderem die Tanzgruppe von Radu Poklitaru beteiligt, die für die Choreografie verantwortlich zeichnete. Die Filmperformance zeichnet das Porträt einer von Geld und Konsum besessenen Großstadt, in der Taxifahrer, Obdachlose und Büroangestellte Bekenntnisse zur Macht des Geldes ablegen. Ein Tiger mit der Stimme von Cate Blanchett besingt inmitten leer geräumter Supermärkte die Zivilisation.

From Inside Out – Die Architektur von Peter Zumthor

Still aus dem Film „From Inside Out – Die Architektur von Peter Zumthor“ © 2026, Road Movies, DCM Pictures & DCM Film Distribution / DR

Der neue Film von Wim Wenders über einen der einflussreichsten zeitgenössischen Architekten, den Pritzker-Preisträger Peter Zumthor. Dank der immersiven Wirkung der 3D-Technologie können die Zuschauer virtuell durch die Gebäude des Architekten wandeln und sie aus der Perspektive ihrer Bewohner und der an ihrem Bau beteiligten Handwerker erleben. Dieses immersive Erlebnis verdeutlicht, wie architektonische Räume unsere Wahrnehmung der Welt beeinflussen und unser Leben prägen.

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