Erinnerungskultur in meiner Stadt

Erinnerungskultur in meiner Stadt
Goethe-Institut e.V. © Getty Images

Online Workshop für "PASCH-Lehrer*innen aus Kaukasus, Usbekistan und der Ukraine“ zu Erinnerungskultur in meiner Stadt - Warum? Seit wann? Wer entscheidet darüber?

Was in den 90ern unter dem Begriff Vergangenheitsbewältigung bekannt war und wissenschaftlich nur den Umgang mit Nationalsozialismus (1933 – 1945) und den Holocaust betraf, wird heute breiter aufgefasst, sodass damit aktiven Umgang mit der Vergangenheit im Allgemeinen zu verstehen sei.
 
Im Online Workshop lernten die PASCH-Lehrer*innen welche Formen von Erinnerungskultur es gibt und warum Straßennamen als Medium der Erinnerungskultur besonders interessant sind, insb. für die Zielgruppe der Schüler*innen. Zusammen gingen die Teilnehmer*innen auf die Spurensuche in den jeweiligen Ländern: Welche Straßennamen gibt es in meiner Lebenswelt und warum? Welche Umbenennungen gab es in den letzten Jahren/Jahrzehnten und warum?
 
Oft werden Straßen nach Personen aus Politik oder Kultur benannt, die lokal oder regional bekannt sind, und die auf diese Weise von der Stadtverwaltung geehrt werden. Nach politischen und gesellschaftlichen Umbrüchen erlebten viele Städte in der Region OEZA eine Zeit der Umbenennung. Was bis dahin als Teil der Lebenswelt von Stadtbewohner*innen war, verschwand plötzlich vom Stadtbild und wird anders konnotiert. Insbesondere für Jugendliche bedürfen solche Veränderungen Erklärungen, die zeitgemäß kontextualisiert werden können. Unterschiedliche Materialien wurden erprobt und mit Blick auf die Arbeit im Klassenraum vorbereitet. Die verschiedenen Sichtweisen aus fünf teilnehmenden Ländern sind in dieser Ausstellung repräsentiert.
 
Wir bedanken uns bei Herrn Dr. Holger Köhn und Christian Hahn und beim Büro für Erinnerungskultur für einen inhaltsreichen Workshop.
 

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