Filmvorführung German Cinema Now! Anna Sofie Hartmanns Giraffe

Filmstill: Giraffe © Grandfilm

Mi, 24.03.2021 -
Do, 25.03.2021

Online

Die monatliche Filmreihe GERMAN CINEMA NOW! wird vom Goethe Pop Up Seattle kuratiert. Dieses Jahr beschäftigt sich die Reihe mit Themen wie Bruch und Kontinuität, um einen öffentlichen Dialog darüber anzuregen, wie genau die Vergangenheit unsere Gegenwart prägt und eine grundverschiedene Zukunft beeinflussen kann.
 
Die Filmreihe wird in Kooperation mit dem Northwest Film Forum Seattle präsentiert. Der Erlös der Tickets unterstützt das Northwest Film Forum.
 
Die Vorführung von Giraffe findet online statt. Wir bitten um Registrierung vorab und ermutigen zu einer kleinen Spende. Der Film steht Zuschauer*innen in den USA vom 24. März, 17 Uhr PST, bis zum 25. März, 17 Uhr PST, zur Verfügung.
 
Über den Film:
 
Giraffe
Regie: Anna Sofie Hartmann
Deutschland, Dänemark | 2019 | 87 Minuten
 
Auf der dänischen Insel Lolland sind die Bauarbeiten für den Fehmarnbelttunnel in vollem Gange. Die Ethnologin Dara (Lisa Loven Kongsli, Höhere Gewalt) wurde aus Berlin abberufen, um die Gebäude, Gegenstände und Lebensarten, die durch den Tunnel versetzt werden, zu dokumentieren. Tagsüber geht sie ihrer archäologischen Tätigkeit nach, während sie abends zurückgezogen in ihrer temporären Wohnung lebt. Dabei entwickelt Dara eine starke Faszination für ein Bauernhaus, das in Kürze demoliert werden soll, sowie für die Frau, Agnes, die einst dort lebte. Eines Abends während eines Gewittersturms am Strand, begegnet Dara dem 24-jährigen Lucek (Jakub Gierszal). Als Mitglieder eines Teams polnischer Zeitarbeiter, die Kabel für den Tunnel verlegen, leben Lucek und seine Landsmänner kommunal, und fühlen sich ihren Familien in Polen näher als der dänischen Gesellschaft vor der Tür. Obwohl sie scheinbar durch ihr Alter (sie ist 38 Jahre alt), ihre Kultur, Arbeit und Lebensweise ungleicher nicht sein könnten, führen Dara und Lucek ihre freundschaftliche und physische Beziehung immer tiefer in eine emotionale Verbindung, mit unbekannter Abfahrt.
 
Anschlüsse über Kabel, See, und Zeit: in Giraffe fungieren die Verbindungen und Trennungen nicht als Metapher, sondern als Ermittlung. Während sie die Kontraste zwischen Oberfläche und Tiefe, hier und dort, jetzt und einst, und mir und dir untersucht, greift die dänisch-deutsche Regisseurin nie nach Drama, noch lässt sie zu, dass ihre reichhaltigen Ideen den Film beschweren. Der Ansatz des Films ist grundsätzlich sanft und sacht, wie der einer skandinavischen Abenddämmerung.
 
„Die Ziel- und Stilsicherheit, mit der Anna Sofie Hartmann auf dem schmalen Grad zwischen Dokumentation und Fiktion wandelt, ist bemerkenswert.“ - Stuttgarter Nachrichten
 
Giraffe weigert sich, Personen auf zusammengestauchte Leinwandgeschichten zu reduzieren und besteht darauf, dass jeder Mensch komplex ist.“ - Variety
 
 „Vielfältige Geschichten von Migration, von Ortlosigkeit und freiwilliger wie erzwungener Entwurzelung fügen sich zu einem Bild des modernen Europa.“ - programmkino.de
 
 „Eine elegische Betrachtung über das Verschwinden von Menschen und Geschichten wird zu einer Reflexion über eine Welt, die alleine um Kosten-Nutzen-Rechnungen kreist.“ - epd Film
 
 
Über die Regisseurin:
 
Anna Sofie Hartmann wurde in Nakskov, Dänemark, geboren und studierte Regie an der Deutschen Film- und Fernsehakademie Berlin (dffb). Ihr Abschlussfilm Limbo feierte seine Premiere 2014 auf dem San Sebastián International Film Festival und wurde auf zahlreichen Festivals präsentiert, wie z.B. in Rotterdam, South by South West (SXSW) und Copenhagen PIX, wo der Film hoch gelobt und in Folge für den Discovery Award 2015 der Europäischen Filmakademie nominiert wurde. Giraffe ist Anna Sofie Hartmanns ist ihr zweiter Spielfilm.

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