Film Grüße aus Fukushima

Grüße aus Fukushima © Hanno Lentz © Hanno Lentz

Do, 18.10.2018

Goethe-Institut Washington

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Washington, DC 20006

Films Across Borders: Stories of Women

Deutschland, 2016, 104 Min., Regie: Doris Dörrie

Die junge Deutsche Marie (Rosalie Thomass) ist eine, die auszieht, das Fürchten zu lernen. Auf der Flucht vor ihren zerplatzten Lebensträumen und dem Verlust ihrer großen Liebe reist sie für die Organisation Clowns4Help in die Präfektur Fukushima. Zusammen mit dem Clown Moshe (Moshe Cohen) will sie den überlebenden Opfern der Dreifachkatastrophe von 2011, die auch Jahre später immer noch in Notunterkünften leben, ein wenig Freude bringen. Schweres leichter machen. Eine Aufgabe, für die Marie, das muss sie sich schon bald eingestehen, überhaupt nicht geeignet ist.

Doch bevor sie erneut davon läuft, beschließt Marie, ausgerechnet bei der störrischen alten Satomi (Kaori Momoi) zu bleiben, der letzten Geisha Fukushimas, die auf eigene Faust in ihr zerstörtes Haus in der Sperrzone zurückziehen will. Zwei Frauen, wie sie unterschiedlicher nicht sein können, die aber beide – jede auf ihre Art – in der Vergangenheit gefangen sind und lernen müssen, sich von ihren Schuldgefühlen und der Last ihrer Erinnerungen zu befreien.
 
Mit Grüße aus Fukushima (Film|Neu 2016), zog es Doris Dörrie erneut nach Japan, wo einige ihre früheren Filme wie Kirschblüten – Hanami (2008) und Erleuchtung garantiert (2000) entstand. Erste Stationen in der Karriere der gebürtigen Hannoveranerin waren Studienaufenthalte in Kalifornien und New York, bevor sie 1975 ein Studium an der Hochschule für Fernsehen und Film in München begann und nebenbei Filmkritiken für die Süddeutsche Zeitung schrieb. Nach Abschluss ihrer Studien arbeitete Doris Dörrie zunächst als freie Mitarbeiterin für verschiedene Fernsehsender und drehte Dokumentarfilme. Berühmt wurde Doris Dörrie 1985 mit dem Sensationserfolg Männer…, für den sie mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet wurde und der zugleich den Siegeszug der deutschen Beziehungskomödie begründete, der bis heute anhält. Zusätzlich zu ihrer zahlreichen originalen Filme und Filmadaptionen wurde Doris Dörrie auch als Autorin gelobt - Bereits seit 1987 veröffentlicht Doris Dörrie Erzählungen und Kurzgeschichten, und seit 1998 eine Reihe erfolgreicher Kinderbücher. Doris Dörrie unterrichtet seit 1997 als Professorin für Angewandte Dramaturgie und Stoffentwicklung an der Hochschule für Fernsehen und Film München. Weiterhin hat sie in ihrer Zeit an der HFF darüber hinaus sowohl mehrere Opern inszeniert als auch weitere Kinofilme veröffentlicht.
 
Films Across Borders: Stories of Women, eine multikulturelle Filmreihe, zeigt eine vielseitige Auswahl an filmischen Arbeiten von und über Frauen. Mehr als je zuvor, ist die Bedeutung ausgewogener Geschlechterperspektiven in das öffentliche Bewusstsein getreten. Stories of Women gibt durch Spielfilme, Kurzfilme und Dokumentationen der Vielzahl weiblicher Sichtweisen eine Stimme.

Filmaufführungen, Panels und Q&As werden Schlüsselfragen rund um den „female gaze“ und Frauen im Film behandeln. Dabei werden die verschiedenen Wege beleuchtet, mit denen Frauen vor und hinter der Kamera für Gleichberechtigung kämpfen, auf soziale Themen aufmerksam machen und zum Handeln inspirieren.

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