Filmvorführung German Cinema Now! Sherry Hormanns „Nur eine Frau“ [online]

Filmstill „Nur eine Frau“ © Corinth Film

Mi, 26.08.2020

17:00 – 23:00

Online

Präsentiert vom Goethe Pop Up Seattle

Der Film erzählt den Ehrenmord an Hatun Aynur Sürücü nach und wieder.

Die monatliche Goethe Pop Up Filmreihe fördert künstlerische Arbeiten, die die Vielfalt von Stimmen und Erfahrungen verstärken und öffentliche Dialoge anregen.
 
Die Filmreihe findet in Partnerschaft mit dem Northwest Film Forum Seattle statt.
 
Die Filmvorführung findet in diesem Monat online statt. Wir bitten um Registrierung vorab und ermutigen zu einer kleinen Spende. Der Erlös der Tickets unterstützt das Northwest Film Forum.
 
Über den Film:
Deutschland | 2019 | 97 Min.

Aynur ist eine junge Frau, die genau weiß, wie sie ihr Leben leben will. Eines Tages wird sie von ihrem Bruder auf einer belebten Straße in Berlin erschossen. Wie kam es zu dieser Tat?
 
Der Film basiert auf der Geschichte von Hatun Aynur Sürücü, einer 23-jährigen Deutschen mit türkisch-kurdischen Wurzeln, deren Mord 2005 deutschlandweit Entsetzen verbreitete und den Film Die Fremde (2010) von Feo Aladag inspirierte. Nur eine Frau nähert sich dem Mordfall neu. Indem der Film der ermordeten Frau die Narration vor und nach dem Tod erlaubt, gibt er dem Opfer seine Stimme wieder.
 
Im Film erzählt Aynur aus eigener Sicht von dem, was passierte. Es ist die Geschichte einer Frau, die das Leben liebt. Es ist aber auch die Geschichte einer Frau, die der Gewalt ihrer Ehe entkommt und die sich gegen die Vorschriften ihrer Brüder und Eltern stellt. Obwohl sie weiß, dass ihr Verhalten den Familientraditionen widerspricht und sie in Gefahr bringen kann, ist ihr Verlangen nach Freiheit stärker. Die Beschimpfungen und Drohungen ihrer Brüder werden jedoch immer stärker und letztendlich ist es zu spät.  
 

Über die Filmemacherin:
Ursprünglich kommt die deutsch-amerikanische Schriftstellerin und Filmregisseurin Sherry Hormann aus Kingston, New York. Für ihren Debütfilm Silent Shadow (1991) bekam sie zahlreiche Auszeichnungen, unter anderem den Bayrischen Filmpreis und den silbernen Max Ophüls Preis. Mehreren Arbeiten an Komödien folgte die umfangreiche Forschung weiblicher Genitalverstümmelung in Afrika. Basierend auf Waris Diries Bestseller schrieb und verfilmte sie Wüstenblume (2009). Ihr letzter Spielfilm, 3096 Tage, basiert auf der Geschichte von Natascha Kampusch, einem entführten zehnjährigen Mädchen aus Wien, das acht Jahre lang gefangen gehalten wurde. Nur eine Frau ist Hormanns neunter Spielfilm.
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