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Grenzüberschreitungen
- Produktionsjahr 2009
- Farbe / LängeN/A / 233 Min.
- IN-Nummer IN 5300
Der Beginn des Zweiten Weltkriegs 1939 sowie das Jahr 1989 symbolisieren die Überschreitung realer und mentaler Grenzen. 1939 steht nicht nur für eine gewaltsame Grenzüberschreitung, sondern auch für einen bis dahin unvorstellbaren Zivilisationsbruch. Das Jahr 1989 läutete die friedliche Revision der Grenzziehungen des Kalten Kriegs ein und wurde schnell zu einem Symbol scheinbar grenzenloser Freiheit.
Die Stiftung „Erinnerung, Verantwortung und Zukunft“ und das Goethe-Institut schrieben gemeinsam den 3. Internationalen Kurzfilmwettbewerb aus, der diesmal unter dem Thema „Grenzüberschreitungen“ stand. Der Wettbewerb forderte junge Filmemacherinnen und Filmemacher dazu auf, sich mit den Hinterlassenschaften der geografischen und zivilisatorischen Grenzüberschreitungen von 1939 sowie den gesellschaftlichen Folgen nach 1989 auseinander zu setzen.
Der Wettbewerb richtete sich an Studierende von Filmhochschulen oder vergleichbaren Einrichtungen in Belarus, Deutschland, Estland, Israel, Lettland, Litauen, Polen, Russland, Tschechien, in der Ukraine und den USA. Aus den 335 eingereichten Exposés wurden 33 Entwürfe von den jeweiligen Länderjurys zur Realisierung ausgewählt und mit maximal 4.000 Euro unterstützt.
Die Bandbreite der eingereichten Exposés reicht von fiktionalen und dokumentarischen Formaten bis zum Animationsfilm. Die Filmprojekte greifen das Thema der „Grenzüberschreitungen“ auf sehr unterschiedliche Weise auf: Einige Entwürfe widmen sich dem Thema in einer Rückschau auf die Ereignisse von 1939 und 1989 und fragen nach gesellschaftlichen und individuellen Folgen der historischen Grenzüberschreitungen. Andere Entwürfe behandeln das Thema metaphorisch und beleuchten die Grenzen zwischenmenschlicher Kommunikation.
Stiftung „Erinnerung, Verantwortung und Zukunft“
Goethe-Institut
Synopsen, Biographien, Angaben
Deutschland
Ester Amrami, HaJoreh - Der erste Regen
Synopsis
November 1989 in Kfar Saba, einer kleinen Stadt in Israel. Das Ende eines langen Sommers ohne Regen. Der Film zeigt einen Tag im Leben der 10-jährige Noa. Sie ist genervt von ihrer besten Freundin, von ihrer Mutter und ihrer kleinen Schwester. Ihr Vater liegt krank im Bett. Alles, was sie aus seinem Zimmer hört, ist die Stimme des Nachrichtensprechers im Radio. Noa hofft, dass der Abend den ersten Regen bringt...
Biographie
Ester Amrami wurde 1979 in Kfar Saba in Israel geboren. Seit 2003 lebt sie in Berlin und studiert seit 2006 an der HFF Potsdam Filmregie.
Angaben zum Film
Land: Deutschland
Jahr: 2009
Regie: Ester Amrami
Drehbuch: Momme Peters, Ester Amrami
Kamera: Dror Dayan
Schnitt: Zlem Konuk
Herstellungsformat: XDCAM HD
Farbe
Filmlänge: 18:00 Min.
Vorführformat: Digi Beta, 16:9
Hochschule: Hochschule für Film und Fernsehen „Konrad Wolf“, Potsdam-Babelsberg
Ulrich Aschenbrenner, Kaukasische Rochade
Synopsis
Im Jahr 1989 tauschen zwei Dorfgemeinschaften im Kaukasus ihre Orte. Zu dieser Zeit leben im Dorf Kerkendj in Aserbaidschan Armenier. Im Dorf Kyzyl-Shafag, das später in Dyunashogh umbenannt wird und in Armenien liegt, leben Aserbaidschaner. Im Zuge des gewaltsamen Konfliktes um die Region Berg-Karabach fühlen sich beide Dorfgemeinschaften als Minderheiten im jeweiligen Land nicht mehr sicher. Sie beschließen, ihre 400 Kilometer voneinander entfernten Heimatdörfer zu tauschen und ziehen kollektiv in das neue Dorf im anderen Land.
Biographie
Ulrich Aschenbrenner studierte Psychologie und Medienwissenschaft in Trier und Berlin. Nach Abschluss des Studiums arbeitet er als Cutter von Dokumentar- und Spielfilmen für Kino und Fernsehen. Mit der vom ihm gegründeten Filmproduktion Mimikry Film realisiert er eigene Filmprojekte.
Angaben zum Film
Land: Deutschland
Herstellungsjahr: 2009
Regie: Ulrich Aschenbrenner
Kamera: Nikola Wyrwich
Schnitt: Alex Zagorski
Herstellungsformat: HDV
Farbe
Länge: 15:50 Min.
Vorführformat: Mini-DV, 16:9
Hochschule: Technische Universität Berlin
Estland
Kristjan Holm, Die Flucht
Synopsis
Im Kindergarten ist gerade das Frühstück beendet, doch eine Schüssel mit Brei wurde nicht angerührt. Die Erziehungsmethode der gestrengen Kindergärtnerin ist offensichtlich in Gefahr. Der verantwortliche kleine Junge muss es nun schaffen, die Situation innerhalb weniger Minuten zu meistern. Die Aussichten dafür sind nicht gerade vielversprechend: Die Situation erinnert an eine Gefängnisstrafe, die Breischüssel scheint abgrundtief zu sein und die Uhr tickt mit unverschämter Beharrlichkeit. Eine unverhoffte Entdeckung macht dann doch eine Lösung möglich.
Biographie
Kristjan Holm wurde 1976 in Tallinn/Estland geboren und schloss 1999 die Estnische Kunstakademie als Raum- und Möbelgestalter ab. Er realisierte verschiedene öffentliche Objekte, nahm 2004 an der Architekturbiennale in Venedig als Botschafter des Trojanischen Pferdeklos teil und versuchte sich an räumlichen Experimenten. Doch die Einsicht, dass ein Raum durch vier Wände begrenzt ist, ließ ihn bekümmert zurück. Die unverhoffte Entdeckung, dass auch ein Filmausschnitt vier Ränder hat, gab dann endgültig den Ausschlag, das Fach zu wechseln und sich den Rest seines Lebens der Erforschung der Zusammenhänge von Filmszene und Wand zu widmen. Im Jahr 2007 begann er an der Fakultät für Animation der Estnischen Kunstakademie mit dem Magisterstudium. 2008 wurde sein erster Zeichentrickfilm “Kleine Maja” fertig.
Angaben zum Film
Land: Estland
Produktionsjahr: 2009
Regie: Kristjan Holm
Animation: Kristjan Holm
Schnitt: Kristjan Holm
Produktionsformat: PNG
Farbe
Länge: 4:22 Min.
Vorführformat: Beta SP,16:9
Hochschule: Estnische Kunstakademie, Tallinn
Elen Lotman, Drei Bananen
Synopsis
Es ist das Jahr 1989. Paula ist sechs Jahre alt. Schon eine Weile steht sie im Sommerhaus am Fenster und wartet auf ihre Mutter. Das Warten hat einen triftigen Grund, denn die Mutter ist in die Stadt gegangen, um Bananen zu holen. Bananen! Paula hat noch nie Bananen gesehen, aber sie weiß, dass sie gaaanz toll schmecken...
Biographie
Elen Lotman hat am Filminstitut der Pädagogischen Hochschule Tallinn Fotografie und Kamera studiert. Seit ihrem Abschluss arbeitet sie als Kamerafrau für Spiel- und Dokumentarfilme. 2007 hat sie ihren ersten Langfilm gedreht. Die Inspiration für „Drei Bananen“ kam aus Elens Kindheit im sowjetischen Estland. Während der Arbeit an dem Film kam Elens erstes Kind Helina zur Welt, der dieser Film gewidmet ist.
Angaben zum Film
Land: Estland
Herstellungsjahr: 2009
Regie: Elen Lotman, Marion Undusk
Kamera: Elen Lotman
Schnitt: Elen Lotman
Herstellungsformat: Redraw
Farbe
Länge: 10:00 Min.
Vorführformat: Beta
Hochschule: Baltic Film and Media School, Tallinn
Hochschule: Baltische Film- und Medienschule, Tallinn
Israel
Hilla Lavie, Friedrichshain
Synopsis
Die Geschichte des hippen Berliner Viertels wird aus der Perspektive seiner Einwohner erzählt. Aus kleinen, persönlichen Erinnerungen entsteht eine Erzählung von dramatischen Veränderungen, Gewalt und Krieg, kurz: die Geschichte Deutschlands im 20. Jahrhundert, die sich in diesem ehemaligen Arbeiterviertel wie unter dem Brennglas abspielt.
Biographie
Hilla Lavie ist eine israelische Regisseurin. Sie studiert gegenwärtig am Institut für Film und Fernsehen der Universität Tel Aviv. Ihr erster Kurzspielfilm „Berlin“ (2007) wurde bei Festivals auf der ganzen Welt gezeigt, ihr kurzer Dokumentarfilm „Café Europa“ (2008) im israelischen Fernsehsender Kanal Acht. Ebenfalls 2008 setzte Lavie den von der deutschen Regierung finanzierten Kurzfilm „Hausprojekt“ um. Ihr kurzer Dokumentarfilm „The Slit“ wurde beim internationalen Dokumentarfilmfestival DocAviv 2009 gezeigt.
Angaben zum Film
Land: Israel
Herstellungsjahr: 2009
Regie: Hilla Lavie
Kamera: Oren Lavie
Schnitt: Oren Lavie
Herstellungsformat: DV
Farbe
Länge: 15:00 Min.
Vorführformat: Beta
Hochschule: Universität Tel Aviv
Yaron Dahan, Abraham Kahn und seine Zeiten
Synopsis
Abraham Kahn wurde neben einer unbefestigten Straße in einer namenlosen schlesischen Kleinstadt geboren. Er ist eine Ahasver-Figur, ein rastlos wandernder Jude. Abraham lebt die Geschichte des 20. Jahrhunderts: Er fliegt mit dem Roten Baron, kämpft mit den Internationalen Brigaden und kommt sogar ins Weltall. Im Laufe seiner 100 Winter durchlebt Abraham fünf Kriege, mehrere Revolutionen und drei Ehen. Ein Fotoroman, der aus der Sicht und der Erinnerungen eines Mannes die Geschichte eines ganzen Kontinents erzählt.
Biographie
Yaron Dahan wurde in Jerusalem geboren, wuchs aber in den Vororten von New York auf. Nach mehreren Jahren in Paris und Prag zog Yaron nach Israel, um dort die Filmakademie zu besuchen, und macht nun gerade seinen Abschluss. Bisher hat er als freier Schriftsteller, Dozent, Unternehmensberater, Bürosklave und Staubsaugervertreter gearbeitet. Zur Zeit lebt er in Tel Aviv, und obwohl er sicher auch wieder etwas anderes machen wird, fühlt er sich beim Filmemachen doch einigermaßen heimisch.
Angaben zum Film
Land: Israel
Produktionsjahr: 2009
Regie: Yaron Dahan
Schnitt: Guy Carmeli
Produktionsformat: XXX
Farbe
Länge: 18:19 Min.
Vorführformat: Beta SP, 4:3
Hochschule: Beit Berl College of Art
Lettland
Inga Zinovjeva, Vergissmeinnicht
Synopsis
Wie tief in unserem Unterbewusstsein sitzt die Angst vor einem Krieg und welche Rolle spielt hierbei die Informationsvermitttlung? Wie einfach ist es wirklich, mit Hilfe von Informationstechnologien Millionen Menschen über ihre Erlebnisse zu manipulieren? Das Mädchen Mara wartet zuhause auf ihren Freund Andrejs, als plötzlich im Fernsehen eine Kriegserklärung durchgegeben wird.
Biographie
Inga Zinovjeva wurde 1984 in Siauliai in Litauen geboren. Von 1996 bis 1999 besuchte sie die Kunstschule in Ogre und von 2002 bis 2006 die Kunst- und Designschule in Riga. Seit 2006 studiert sie an der lettischen Kunstakademie am Institut für Visuelle Kommunikation. Sie war als Schauspielerin an den Kurzfilmen „Arkans XV“ (2008) und „Tuksums“ (2007) beteiligt. „Vergissmeinnicht” ist ihr erstes eigenes Projekt.
Angaben zum Film
Land: Lettland
Jahr: 2009
Regie: Inga Zinovjeva, Aleksandrs Solis Rusevics
Kamera: Aleksandrs Grebnevs
Schnitt: Aleksandrs Solis Rusevics
Produktionsformat: HDV
Farbe
Länge:14:23 Min.
Vorführformat: DVD, 16:9
Hochschule: Lettische Kunstakademie, Riga
Janis Jurkovskis, Der Herd
Synopsis
Drei Kinder aus Karosta („Kriegshafen“) beobachten den Wiederaufbau einer zerstörten Brücke. Die Beendigung der Arbeiten bedeutet nicht nur den Fall der Grenze zwischen Liepaja und der ehemaligen Militärbasis Karosta, sie läutet auch die Zeit ein, die die Zukunft dieser Kinder verändern wird.
Während die Kinder auf den Sommer warten, bleibt unklar, ob der Brückenbau abgeschlossen wird oder ob das Licht der Familie erlischt, weil es mit dem Brückenbau, ähnlich wie mit dem Alltag der Kinder, nicht recht läuft.
Biographie
Janis Jurkovskis wurde 1987 in Lettland geboren. Er schloss die Baltic Film and Media School mit dem Schwerpunkt audiovisuelle Medien ab. Jurkovskis hat an vielen internationalen Spiel- und Dokumentarfilmprojekten, Musikvideos und Nachrichtenbeiträgen mitgearbeitet, meist als Regisseur oder Kameramann. Sein Dokumentarfilm „Der Fotograf“ über den lettischen Fotografen Leonids Tugalevs wurde beim internationalen Studentenfilmfestival „Sleepwalkers“ 2008 in Tallinn gezeigt. Der estnische Film „The Visitor“ von Robi Upin, bei dem Janis für die Kamera verantwortlich war, wurde beim 5. Internationalen Filmstudenten-Festival in Porto mit dem Preis für den Besten Internationalen Film ausgezeichnet. Darüber hinaus nahm Janis an Workshops auf dem Berlinale Talent Campus 2009 teil. Als Dokumentarfilmer interessiert sich Janis vor allem für das, was Menschen in alltäglichen Kämpfen oder Konflikten antreibt. Für Janis geht es beim Dokumentarfilm vor allem um Gefühle und wie man sie dem Publikum vermitteln kann.
Angaben zum Film
Land: Lettland
Jahr: 2009
Regie: Janis Jurkovskis
Kamera: Maxim Golomidov
Schnitt: Kaspar Kallas
Produktionsformat: Si 2k, 2.35:1
Farbe
Länge: 16:00 Min.
Vorführformat: Mini-DV,16:9
Hochschule: Baltic Film and Media School, Tallinn
Hochschule: Baltische Film- und Medienschule, Tallinn
Litauen
Darius Jaruševičius / Inna Šilina, Der Tüllvorhang
Synopsis
Ein leichter Tüllvorhang mit einem Atompilzmuster teilt den Raum in zwei Teile. Der Stoff durchläuft mehrere Metamorphosen: Für einen Dichter ist er ein Eisentor, für einen Panzer ein Brautschleier, eine Barrikade für Kanonen und ein Eisloch für Angler von beiden Seiten. Der Atompilz wächst, nachdem von beiden Seiten Fernschreiberpapier angreift, doch schließlich verwandelt er sich in einen Luftballon und der Tüllvorhang schmilzt. Nur die Gardinenringe bleiben wackelnd an der Decke hängen. Sie plappern nervös und suchen den Tüllvorhang.
Biographien
Darius Jaruševičius, Drehbuch und Animation, wurde in Vilnius in Litauen geboren. 2004 schloss er die J. Vienozinskis Art School ab. 2007 produzierte er seinen ersten kurzen Animationsfilm „Stop. The Kiss“. 2008 lief sein Film bei den Animationsfestivals in Rimini (Italien) and Tindirindis (Litauen). Ebenfalls 2008 arbeitete er als Kameramann und Cutter an dem Animationskurzfilm „The New Life of the Crystal“ mit. Seit 2009 studiert er Animation an der Kunstakademie Vilnius.
Inna Šilina, Regie und Animation, wurde in Tschita in Russland geboren und hat einen Abschluss in russischer Literaturwissenschaft von der Universität Vilnius. 2004 absolvierte sie eine Ausbildung zur Radiojournalistin bei der Deutschen Welle und 2006 einen Kurs in Wirtschaftsjournalismus bei Reuters. 2008 führte sie bei dem Animationsfilm „The New Life of the Crystal” Regie und studiert seit 2009 Animation an der J. Vienozinskis Art School.
Angaben zum Film
Land: Litauen
Jahr: 2009
Regie: Inna Šilina
Animation: Darius Jaruševičius, Inna Šilina
Kamera: Darius Jaruševičius
Schnitt: Darius Jaruševičius
Produktionsformat: Beta SP
Farbe
Länge: 6:59 Min.
Vorführformat: Beta SP, 4:3
Hochschule: Kunstakademie Vilnius
Polen
Beata und Justyna Calińska, Der Kapellmeister
Synopsis
In einem kleinen Dorf wird ein Orchester gegründet. Bald muss der Kapellmeister erkennen, dass Musik auch ihre Grenzen hat.
Biographien
Beata Calińska studiert Medienmanagement an der Staatlichen Hochschule für Film, Fernsehen und Theater Lodz sowie Ethnologie und Kulturanthropologie an der Universität Lodz. Sie erhält ein Stipendium des polnischen Bildungsministeriums. Am City College Norwich studierte Beata Calińska Kunst-, Geistes- und Sozialwissenschaften. Sie wurde bei einem Wettbewerb der Stefan-Batory-Stiftung ausgezeichnet und liebt es, Menschen und unbekannte Städte kennenzulernen.
Justyna Calińska studiert Kamera an der Staatlichen Hochschule für Film, Fernsehen und Theater Lodz Sie wurde vom Vorsitzenden der Woiwodschaft Lodz zur Kulturbotschafterin ernannt. Bei einem vom polnischen Bildungsmagazin „Perspektywy” („Perspektiven“) ausgeschriebenen Wettbewerb wurde Justyna Calińska mit dem Preis der Melchior-Wańkowicz-Journalistenhochschule in Warschau ausgezeichnet. Sie erhält ein Stipendium der polnischen Journalistenvereinigung für herausragende Leistungen in der Entwicklung ihrer Fähigkeiten und der Verwirklichung ihrer Ideen. In England studierte Justyna Calińska am City College Norwich Film. Dort gewann sie den ersten Preis in einem nationalen Literaturwettbewerb. Ihre größte Leidenschaft ist der Dokumentarfilm und sie liebt Tiere und das Reisen.
Angaben zum Film
Land: Polen
Jahr: 2009
Regie: Justyna Calińska, Beata Calińska
Kamera: Justyna Calińska
Schnitt: Justyna Calińska
Herstellungsformat: Mini-DV
Farbe
Länge: 9:20 Min.
Vorführformat: Mini-DV, 16:9
Hochschule: Staatliche Filmhochschule für Film und Fernsehen (PWSFTviT), Lodz
Roman Przylipiak, Die Fahrt
Synopsis
Warschau im April 2009. An einem sonnigen Morgen steigt eine Deutsche in ein Taxi. Der Taxifahrer kommt mit ihr ins Gespräch. In ihrer zunächst noch freundlichen Unterhaltung kommen die beiden zwangsläufig auf die deutsch-polnischen Beziehungen zu sprechen.
Warschau im Frühling und zwei Menschen aus verschiedenen Generationen, mit unterschiedlichen Nationalitäten und Empfindlichkeiten.
Biographie
Roman Przylipiak ist Regisseur und Fotograf. Er hat an der Filmhochschule in Lodz und den Kunstakademien in Warschau, Danzig und Posen studiert. 2000 bekam er beim Filmfestival Wydmy in Danzig für seinen Kurzfilm „The Documentary“ einen Sonderpreis. Sein Video „Silence by Black River“ wurde beim Yach Filmfestival, ebenfalls in Danzig, für einen Preis in der Kategorie „Beste Kamera“ nominiert. Als Fotograf wurde er für sein Projekt „Romeo und Julia“ (mit Mariusz Filipowicz) beim Internationalen Studenten-Fotografiewettbewerb Amsterdam 2001 mit dem ersten Preis ausgezeichnet.
Angaben zum Film
Land: Polen
Jahr: 2009
Regie: Roman Przylipiak
Kamera: Grzegorz Ruzik
Schnitt: Roman Przylipiak
Produktionsformat: HD
Farbe
Länge: 11:42 Min.
Vorführformat: Digi-Beta,16:9
Hochschule: Staatliche Filmhochschule für Film und Fernsehen(PWSFTviT), Lodz
Russland
Xenia Udodowa, Stolz ohne Vorurteile?
Synopsis
In jeder russischen Stadt gibt es junge Leute, die bereit sind, entweder für die „Reinheit“ der russischen Nation oder aber gegen die Rassenvorurteile zu kämpfen. Ihr Hauptziel ist eine bessere Zukunft für ihre Kinder, und sie schrecken nicht davor zurück, dafür den höchsten Preis zu zahlen.
Biographie
Xenia Udodowa wurde am 24. Januar 1988 in Perm geboren. 2005 schloss sie das Gymnasium ab und begann ihr Journalistikstudium an der Philologischen Fakultät der Staatsuniversität Perm. Parallel dazu studiert sie an derselben Universität im Fernstudium Jura. Seit 2005 beschäftigt sie sich mit den Problemen des russischen Nationalismus und der Jugendsubkultur. In der Freizeit treibt sie Kampfsport und engagiert sich in sozialen Projekten. Der Film „Stolz ohne Vorurteile?“ ist ihr Regiedebüt.
Angaben zum Film
Land: Russland
Herstellungsjahr: 2009
Regie: Xenia Udodowa
Kamera: Alexei Gyschtschin
Schnitt: Sergei Proskuriakow
Produktionsformat: Mini-DV
Farbe
Länge: 15:00 Min.
Vorführformat: Mini-DV, 16:9
Hochschule: Staatliche Universität Perm
Anastasia Kopylowa, Hinter der Mauer
Synopsis
Er und sie leben von einer Mauer getrennt, ohne voneinander zu wissen. Er bildet sich ein, dass hinter der Mauer eine wunderbare Stadt liegt, in die er mit allen Kräften zu gelangen versucht. Für sie dagegen ist die Mauer kein Hindernis, sie lebt in Harmonie mit ihrer Umwelt. Eines Tages fällt die Mauer…
Biographie
Anastasia Kopylowa wurde am 7. Februar 1983 in Nischnij Tagil geboren. 2000 begann sie an der soziologischen Fakultät der Uralischen Staatsuniversität zu studieren. Nach ihrem Abschluss zog sie nach St. Petersburg, wo sie seitdem Fernsehregie an der Universität für Film und Fernsehen studiert. Ihre Hobbys sind Fotografie und Fernreisen.
Angaben zum Film
Land: Russland
Herstellungsjahr: 2009
Regie: Anastasia Kopylowa
Animation: Anastasia Kopylowa
Kamera: Anton Drosdow
Schnitt: Ewgeni Stepanow
Herstellungsformat: DV PAL
Farbe
Länge: 7:40 Min.
Vorführformat: Mini-DV,16:9
Hochschule: Staatliche Hochschule für Film und Fernsehen St. Petersburg
Tschechien
Tereza Reichová, Die Aufnahme
Synopsis
Die Videoaufnahme eines emotionalen Konfliktes unter einem Dutzend Menschen wurde aus dem Kontext gerissen und zu einem gefundenen Fressen für die kommerziellen Medien. Innerhalb eines Monats kamen hundertmal so viele Menschen an den Ort dieser Auseinandersetzung, und es begann ein echter Konflikt, dessen Akteure die ultrarechte Arbeiterpartei, die Roma und die Medien waren. Mit zeitlichem Abstand haben wir am gleichen Ort versucht, die Teilnehmer des Geschehens mit dem zu konfrontieren, was damals passiert ist, und was es tatsächlich bedeutet.
Biographie
Tereza Reichova wurde 1981 in Prag geboren. Sie hat das Fach Interaktive Medien/Kreatives Schreiben an der Literarischen Akademie absolviert und beendet jetzt das zweite Studienjahr im Fach Dokumentarische Gestaltung an der FAMU (Filmakademie der Musischen Künste).
Angaben zum Film
Land: Tschechien
Jahr: 2009
Regie: Tereza Reichová
Kamera: Prokop Souček, Dan Souček
Schnitt: Kristýna Toupalová
Produktionsformat: HDV, 16:9
Farbe
Länge: 12:20 Min.
Vorführformat: Mini-DV,16:9
Hochschule: Film- und Fernsehfakultät der Akademie der Musischen Künste (FAMU), Prag
Vladimir Turner, UFF
Synopsis
Am 19.5.2009 fand in Prag eine ganztägige Straßenperformance unter dem Titel „UFF“ statt. Wir verfolgten das Signal eines unserer Handys, wie dies die Polizei der Tschechischen Republik ständig tut. Mit Hilfe dieser Standortdaten hinterließen wir in den Straßen der Stadt unsere Spur. Diese konnte am besagten Tag in Echtzeit im Internet verfolgt werden, oder man konnte sich nach den Karten orientieren, die in der Stadt angebracht waren und so an dem Happening teilnehmen, bei dem 18 Interventionen im Stadtgebiet durchgeführt wurden. Durch Rekontextualisierungen wollten wir eine Interaktion mit der Umgebung erreichen und das Antlitz der Stadt beeinflussen.
Biographie
Vladimír Turner wurde 1986 in Prag geboren. Seit 2005 studiert er audiovisuelle Medien an der FAMU, der staatlichen Filmhochschule in Prag. 2008/2009 hat er an der Universidad de Cine in Buenos Aires studiert.
Angaben zum Film
Land: Tschechien
Jahr: 2009
Regie: Vladimir Turner
Kamera: Radek “Karko” Karkys, Vladimir Turner
Schnitt: Vladimir Turner
Produktionsformat: HDV, 16:9 PAL
Farbe
Länge: 13:15 Min.
Vorführformat: DVD / Beta SP, 16:9
Hochschule: FAMU Prag
Hochschule: Film- und Fernsehfakultät der Akademie der Musischen Künste (FAMU), Prag
Ukraine
Aron-Egal, Liebe im Quadrat
Synopsis
Dies ist eine viereckige Liebesgeschichte von zwei Quadraten und ihrer eckigen Liebe in einer kantigen Welt.
Biographie
Ich kam zur Welt. Vielen Dank an Mama und Papa! Dann lernte ich so einiges. Vielen Dank an meine Lehrer! Dann entschloss ich mich, Filme zu machen. Vielen Dank an David Lynch, Jan Svankmaier und Jurij Norstein! Dann habe ich diesen Film gemacht. Vielen Dank... Gut, das steht ja schon im Abspann. Und schließlich: Vielen Dank an Sie dafür, dass Sie das hier lesen.
Angaben zum Film:
Land: Ukraine
Herstellungsjahr: 2009
Regie: Aron-Egal
Animation: Aron-Egal
Schnitt: Aron-Egal
Produktionsformat:?
Farbe
Länge: 3:52 Min.
Vorführformat: Beta SP, 4:3
Swjatoslaw Fechtel, Der Küster
Synopsis
Nach dem Fall der Berliner Mauer und dem Zerfall der Sowjetunion beschloss Kurt Wechslender in die Heimat seiner Vorfahren, nach Deutschland, auszuwandern. Der Grund war klar: Während des Zweiten Weltkriegs ließ das kommunistische Regime seine Eltern erschießen, steckte seine Großeltern ins Lager und nahm ihm wegen seiner deutschen Abstammung seinen Vor- und Nachnamen weg. Aber letztendlich ist Kurt geblieben, weil er den Sinn seines Lebens und seine Heimat in der Ukraine gefunden hat - dank der Wiedergeburt der evangelisch-lutherischen Kirche. Er wurde Küster.
Biographie
Swjatoslav Fechtel wurde am 30.10.1962 in der ukrainischen Stadt Winnyzja geboren. Von 1984 bis 1988 studierte er Theater- und Filmschauspiel an der Universität für Theater, Film und Fernsehen in Kiew. Von 1994 studierte er Theologie in Russland, Rumänien und Argentinien und schloss 2002 mit einem Magister in Theologie an der Hochschule für Theologische Studien ISEDET in Buenos Aires, Argentinien, ab. Seit dem 03.03.1996 ist er Pastor der evangelisch-lutherischen Kirche in Russland und in der Ukraine, und seit 2008 studiert er Fernsehregie an der Universität für Theater, Film und Fernsehen, Kiew.
Angaben zum Film
Land: Ukraine
Herstellungsjahr: 2009
Regie: Swjatoslaw Fechtel
Kamera: Konstantin Kowal
Schnitt: Alexander Litwinenko
Herstellungsformat: Mini-DV
Farbe
Länge: 15:00 Min.
Vorführformat: Mini-DV, 16:9
Hochschule: Karpenko-Karyj-Universität für Theater, Film und Fernsehen Kiew
Belarus
Wladimir Piskunowitsch, Fanja. Fragmente einer Biografie
Synopsis
1939, West-Weißrussland. Ein junges Mädchen verliebt sich in einen jungen Offizier der polnischen Armee. Sie lässt sich von ihrem neuen Gefühl hinreißen, ohne zu merken, dass die Lage immer bedrohlicher wird. Sie ignoriert alle Warnungen, bis das Leben ihres Geliebten in Gefahr gerät. Nun blickt sie mit anderen Augen auf die ganze Situation. Ein zurückgewiesener Verehrer - ein örtlicher Schmuggler - schlägt hinterlistig zu, der junge Offizier wird verletzt. Der Schmuggler wird verhaftet und ins Gefängnis gesteckt. Dem Offizier geht es allmählich besser. Die Zeit ist scheinbar reif, um sich zu beruhigen und in vollen Zügen das Familienglück zu genießen, doch die militärische Lage im Land ändert sich, ein neues Regime kommt an die Macht, und die Pläne der Protagonisten werden zerstört. Der Offizier ist mobilisiert worden. Die neue Macht lässt währenddessen die Häftlinge der alten Macht frei und beschert ihnen großzügig leitende Posten.
Die Menschen bleiben Menschen und missbrauchen ihre Position für private Zwecke.
Biographie
Wladimir Piskunowitsch wurde am 11. Juni 1981 im Nordosten von Belarus geboren und ging in Witebsk zur Schule. Die Wahl des zukünftigen Berufs war für ihn schwierig und langwierig. Zunächst wollte er Jurist, dann Manager, dann Staatsbeamter werden. 2001 begann er ein Studium des Modedesigns und arbeitete als Designer in der Bekleidungsindustrie. 2003 entwickelte er eine Leidenschaft für das Theater, wurde Kostümbildner, gestaltete das Bühnenbild für eine Reihe von Inszenierungen und schrieb mehrere Stücke. 2005 nahm er das Angebot an, Kostümbildner beim Film zu werden, und entdeckte dabei endlich seine wahre Berufung. Seit 2007 studiert er nun Spielfilmregie an der Belarussischen Staatlichen Kunstakademie bei Alexander Efremow. Piskonowitsch arbeitet weiterhin ab und zu als Kostümbildner für den Fernsehsender ONT, betrachtet das aber nun eher als Hobby. Die Wahl ist zugunsten der Filmregie getroffen worden. Es bestehen keine Zweifel mehr.
Angaben zum Film
Land: Belarus
Jahr: 2009
Regie: Wladimir Piskunowitsch
Kamera: Sergej Torbin, Ruslan Fechotow
Schnitt: Alexander Tituschkin
Herstellungsformat: Mini-DV
Farbe
Länge: 14:55 Min.
Vorführformat: Mini-DV
Hochschule: Belarussische Staatliche Akademie der Künste
Elena Silutina, Der letzte Krieg
Synopsis
Ein alter Mann macht keinen Hehl aus seiner Abneigung gegenüber der modernen Gesellschaft. Der latente Konflikt mit der Gesellschaft führt zu einer offenen Konfrontation mit einem jungen Skinhead (Neonazi). Und wieder trägt der alte Soldat einen Sieg davon, doch sein Sieg ist diesmal von einer anderen Art: Der alte Mann nimmt die Schuld für einen Totschlag auf sich und rettet damit den Teenager nicht nur vor dem Gefängnis, sondern auch vor einer falschen Wahl im Leben.
Biographie
Elena Silutina wurde am 22.09.1974 in Minsk (Belarus) geboren. 1991 schloss sie das Gymnasium mit Auszeichnung ab. 1992 bis 1997 studierte sie Wirtschaftsmathematik an der Belarussischen Staatsuniversität (Fakultät für Mechanik und Mathematik) und schloss auch da mit Auszeichnung ab. von 2003 bis 2005 studierte sie Informationsmanagement an der Verwaltungsakademie des Präsidenten der Republik Belarus und schloss erneut mit Auszeichnung ab. Seit 2007 studiert sie Spielfilmregie an der Belarussischen Staatlichen Kunstakademie (Fakultät für Theater) bei dem Regisseur und verdienten Künstler Weißrusslands, Professor A. W. Jefremow. Silutina ist verheiratet; ihre Hobbys sind Theater und Malerei.
Angaben zum Film
Land: Belarus
Herstellungsjahr: 2009
Regie: Elena Silutina
Kamera: Michail Kashkan
Schnitt: Elena Silutina
Herstellungsformat: Mini-DV
Farbe
Länge: 14:59 Min.
Vorführformat: Mini-DV, 4:3
Hochschule: Belarussische Staatliche Akademie der Künste
- Produktionsjahr
- 2009
- Rechteumfang
- Nichtexklusive nichtkommerzielle öffentliche Aufführung (nonexclusive, noncommercial public screening),Keine TV-Rechte (no TV rights)
- Lizenzdauer bis
- 31.12.2099
- Verfügbare Medien
- DVD
DVD
- Untertitel
- Deutsch (de), Englisch (en), Russisch (ru)
- Anmerkung zum Format
- Originalfassung, mit englischen Untertiteln, mit russischen Untertiteln, mit deutschen Untertiteln