Rainer Pollack am 25. September 2017 Grußwort von Rainer Pollack beim Besuch des CCME

Besuch des Conseil de la communauté marocaine à l'étranger (CCME)

Es gilt das gesprochene Wort.
 
Sehr geehrte Herren,
 
ich freue mich über Ihren Besuch hier bei uns in München, in der Leitung der Goethe-Institute in Deutschland.
 
Unser heutiges Treffen knüpft an einen gemeinsamen Termin im September 2016 in der Zentrale des CCME in Rabat an.

Damals ging es um den Projektverlauf und die Frage, was gut läuft und in welchen Bereichen unser gemeinsames Projekt evtl. besser werden kann und muss.
 
Heute blicken wir gemeinsam auf das erfolgreiche Projekt zurück, das sich langsam aber sich seinem Ende neigt und morgen in Frankfurt am Main offiziell abgeschlossen wird.
 
Jetzt geht es darum, über Perspektiven und Ideen für eine zukünftige Zusammenarbeit ins Gespräch zu kommen. Ich freue mich sehr, dass wir hierzu heute die Gelegenheit haben.
  • Engagement Aktivitäten im In- und Ausland zu fördern;
  • Engagement für den Islamdialog in Deutschland und die Förderung des Potentials, islamischer Gemeinden;
  • Engagement Diskurse in den Bereichen gesellschaftlicher Zusammenhalt und Bildung weiterzuentwickeln und zu fördern,
sind uns offensichtlich ein gemeinsames Anliegen.

Daher freut es mich besonders, dass Sie bereits mit Ihrer Ankündigung unterstrichen haben, auch in Zukunft mit uns an diesen wichtigen Themen arbeiten zu wollen.
 
Man kann und sollte diese Arbeit vielfältig denken. In Deutschland sind es Themen wie die Bewältigung der Flüchtlingskrise, die Förderung sozial-caritativen Engagements islamischer Gemeinden, aber auch das Gelingen des Zusammenlebens in interkulturellen und interreligiösen Kontexten, die den Islamdialog besonders prägen.
 
Hinzu kommen Themen aus dem Bereich der inneren Sicherheit, mit denen es sehr sorgfältig und lösungsorientiert umzugehen gilt.

Im bisherigen Projekt wurde all das schon sehr gut auf einen Nenner gebracht, indem ein besonderer inhaltlicher Fokus auf junge Muslime in Deutschland gelegt wurde und die Förderung eines besseren Verständnisses für deren Lebenswirklichkeiten unter Imamen.
 
Ich denke aber, und bin dabei sehr gespannt auf Ihre Ausführungen und Ideen, dass es andere Themen gibt, die daran angrenzen, weitere Fragestellungen aufwerfen und damit Schwerpunkte einer zukünftigen Kooperation sein können.
 
Ich bin sicher, dass wir durch eine überlegte Fortsetzung unserer Kooperation einmal mehr einen wertvollen Beitrag und ein ganz praktisches Beispiel dafür liefern können, wie die marokkanische Community Deutschlands, Teil einer Lösung für die gesellschaftlichen Herausforderungen unserer Zeit werden kann.

Sozusagen eine Kooperation auf internationaler Ebene.

Eine Kooperation, die – und da bin ich mir ebenfalls sicher – für beide Seiten fruchtbar sein kann.