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18:30–20:30 Uhr

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Vernissage|Die Gemälde und Arbeiten auf Papier von Sabine Levinger sind einer klaren Struktur folgende, zugleich in Aufgewühltheit und dramatischer Zuspitzung formulierte Kompositionen.

  • Goethe-Institut München , München

  • Preis kostenlos
Spannungsreich gegeneinander gesetzte Farben und kaleidoskopartig ineinandergreifende Formen entfalten ihr Kräftespiel. Im Ausbalancieren der Bildgewichte verschränken sich Innen und Außen, Schattierungen und Hell Dunkelkontraste rufen eine starke räumliche Wirkung hervor. Deutlich herausgehobene Formen lassen Assoziationen an Gegenständliches aufscheinen, wirken jedoch durch deren Verwandlung traumhaft, mitunter fast gleichnishaft. In manchen Bildern steht das Thema Mensch im Mittelpunkt, manchmal in deutlicherer Gestalt, dann wieder eher fragmentiert oder anthropomorph. Durch eine Art von Verrätsellung wird ein existentieller Aspekt deutlich gemacht, in dem Verschränkung und Lineament zur Behinderung und Bedrohung werden, als könnte der Versuch, in der Welt zu sein, fragwürdig erscheinen oder scheitern.

Die Bilder von Sabine Levinger sind der inständige Versuch, eine chaotische und verworrene Welt durch eine Bestimmtheit im kompositorischen Sinn, die sich kraftvoll äußerst, hervorzubringen und zu durchdringen.

Die Fotokünstlerin Ute Eiselt befasst sich mit Makro fotografischen Welten, die ungewöhnlich sind. In ihnen dominiert ihr Umgang mit Schärfe und Unschärfe. Menschliche Figuren, eingefügt in unterschiedlichste Pflanzen und Szenarien, erweitern dabei die Erzählebene. Die realen Größenverhältnisse werden auf den Kopf gestellt. Die Natur nimmt sich ihren Raum, der Mensch wird reduziert.

Assoziationsreiche Bildtitel wie „Werthers Leiden“ für ein Diptychon verleihen den Arbeiten eine historische Tiefendimension, fügen sie in die geistesgeschichtliche Traditionsreihe ein. Ute Eiselt beteiligt die Betrachter selbst an der Arbeit der Bilddeutung. Dabei gilt: Es gibt keine letzten Lösungen, sondern die Bilder stellen stets neue Rätsel und wollen als solche gesehen werden.

Ihre Werke wurden im In und Ausland gezeigt.

Textauszüge von Rüdiger Heise im Katalog: 2025, Autoren Galerie 1, München. Kulturjournalist, München

Kurzbiografien der Künstler:innen:

Sabine Levinger
Geboren in München, aufgewachsen in Ulm, Abitur.
Studium an der Akademie der Bildenden Künste München. Diplom.
Ausstellungen u.a. in der Autorengalerie München, Galerie im Schloßpavillon (Ismaning), Galerie u. Museum (St. Petersburg),
Künstlerhaus Schwandorf, Seidl Villa (München), Kunstverein Ottobrunn, DomGalerie (Fürstenwalde), Galerie Bagnato (Konstanz).

Ute Eiselt
Aufgewachsen in Süddeutschland, lebt und arbeitet Ute Eiselt im Landkreis Neu
Ulm als freischaffende Fotokünstlerin mit dem Schwerpunkt Makrofotografie.
Durch Künstler und Kunstsammler im engeren Familienkreis kam sie bereits früh mit Kunst in Berührung. Besonders ihr Vater (Schmuckzeichner) und ihr Onkel (Restaurator und Kunstsammler) beeinflussten sie sehr. Beide Männer lehrten sie die Kunst des genauen Schauens. Sie waren ihr als Kind Vorbild, ihre Umgebung ganz genau zu betrachten und jedes noch so kleine Detail bewusst wahrzunehmen.
Seit 2013 arbeitet sie als freischaffende Fotokünstlerin. Bei Helmut Vakily in München absolvierte Eiselt ein privates Kunststudium. Seit 2021 gehört sie zu den Künstlern der AUTOREN GALERIE 1 in München, wo ihre Makro Fotografien regelmäßig gezeigt werden.
Die Fotoarbeiten von Ute Eiselt sind seit 2013 kontinuierlich in Einzelausstellungen und Ausstellungsbeteiligungen auf nationaler und internationaler Ebene vertreten. Zuletzt im INSA ART MUSEUM in Soul/Südkorea. Darüber hinaus wurden ihre Werke in Kunstkatalogen, Büchern und Zeitschriften in Europa und den USA abgedruckt.

Musikalisch begleitet wird die Vernissage vom Violinisten Alex Rudyk und seinem Sohn Egor Rudyk.

Alex Rudyk und Sohn Egor Rudyk – Violinisten

Alex Rudyk ist ein Geiger aus der Ukraine. Er studierte und arbeitete in Kiew. 15 Jahre lang war er stellvertretender Konzertmeister des Nationalen Präsidentenorchesters der Ukraine. Außerdem trat er regelmäßig als Solist in verschiedenen Tango-, Jazz-, Pop- und Salsa-Bands auf. 2022 mussten er und seine Familie nach München ziehen, wo er dank deutscher Kollegen nicht nur ein Zuhause für die Familie fand, sondern sich auch sofort in die Konzertszene integrieren konnte.

Sein Sohn Egor studierte an einer Musikschule in Kiew beim selben Lehrer wie sein Vater. Egor trat regelmäßig in Konzerten auf und gewann verschiedene lokale und internationale Wettbewerbe. Er besucht derzeit die 10. Klasse des Gisela-Gymnasiums und studiert weiterhin Musik.

Website: https://alexrudyk.de