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17:00 Uhr

Eloain Lovis Hübner: T 5.48 für Violoncello / E 56.9 für Saxophon

Konzert|Abschlusskonzert – Residenz in neuer Musik

  • Goethe-Institut Montreal, Montreal

  • Preis Eintritt frei, Anmeldung erforderlich

Eloain Lovis Hübner komponiert, konzipiert und kuratiert zeitgenössische ´Musik. Foto (Detail): © Brigitte Fink

Eloain Lovis Hübner komponiert, konzipiert und kuratiert zeitgenössische ´Musik. Foto (Detail): © Brigitte Fink

Die in Berlin lebende Komponistin Eloain Lovis Hübner entwickelt ein künstlerisches Schaffen, das sich in den Bereich der experimentellen Klangforschung einreiht. Dabei erforscht sie die Möglichkeiten der analogen Technik anhand räumlicher, interdisziplinärer und kollaborativer Formate im Dialog mit sozialen, natürlichen, technologischen und medialen Umgebungen.

Zum Abschluss ihres Aufenthalts in Montréal im Rahmen des Residenzprogramms für zeitgenössische Musik des Goethe-Instituts in Zusammenarbeit mit dem Conseil des arts et des lettres du Québec und Le Vivier präsentiert sie die nordamerikanische Erstaufführung von zwei Solowerken, die 2025 für das preisgekrönte polnische Ensemble Spółdzielnia Muzyczna komponiert wurden.

Mit T 5.48 für Violoncello und E 56.9 für Saxophon setzt Eloain Lovis Hübner ihre langjährige Erforschung ungewöhnlicher Klangerzeugungstechniken für klassische Instrumente fort, die hier durch Experimentieren und Improvisieren weiterentwickelt werden.

Im Anschluss an die Aufführung findet ein Gespräch mit der Komponistin statt.

Programm:
T 5.48, 2025 (13:37') für Violoncello
Violoncello : Pierre-Alain Bouvrette

E 56.9, 2025 (15:52') für Saxophon
Saxophon : Antonin Bourgault

Eloain Lovis Hübner
Eloain Lovis Hübner (dey/deren, sie/ihr) ist eine in Berlin lebende Komponistin mit einem besonderen Interesse an experimenteller Klangforschung im analogen Bereich sowie an den Verbindungen zwischen Musikpraxis und ihrem sozialen, natürlichen, technischen, städtischen, häuslichen und medialen Umfeld. Eloain hat Abschlüsse in Komposition und Angewandter Theaterwissenschaft; viele ihrer Arbeiten bewegen sich im Bereich der künstlerischen Forschung oder lassen Einflüsse aus der Soziologie oder den Queer Studies einfließen. Ihre Zusammenarbeit mit Künstler*innen aus (fast) allen Disziplinen hat zu transdisziplinären Produktionen auf Festivals und in Theatern in Europa geführt, darunter immersive Klang- und Raumkonzepte, eine Online-Installation, Dauerperformances, Musiktheater für Kinder, eine Theorie-Oper im Format einer Spielshow sowie partizipative Formate.

Eloain hat mit renommierten Ensembles zusammengearbeitet, darunter das Ensemble Modern, Decoder, Lange//Berweck//Lorenz (D), Klangforum, airborne extended, Schallfeld (AT), Lemniscate, Proton, eeek (CH), Kompopolex, Spółdzielnia Muzyczna (PL), HANATSUmiroir (F), Arditti Quartet (UK) und Concrète [Lab] (PT). Sie pflegt besonders enge Beziehungen zu AuditivVokal Dresden, wo sie 2023 als Composer-in-Residence tätig war. Das Soloalbum „n.o.t.i.o.n.s“ (2023) und das Live-Soloprogramm „Back on Stage“ (2024) führten zu einer einzigartigen Praxis als Komponistin und Interpretin auf Instrumenten, die Eloain „nicht spielen kann“.

Lehraufträge an interdisziplinären Schnittstellen führten Eloain an verschiedene Musikhochschulen, Theaterakademien und TransArts-Programme. Von 2021 bis 2024 kuratierte Eloain das Festival „Musik 21“ in Niedersachsen und engagiert sich in vielfältigen kulturpolitischen Aktivitäten. Sie wurde mit mehreren Preisen und Residenzen in Europa und Nordamerika ausgezeichnet.