Listening in 75 Attempts

Klangkunstinstallation | by Emeka Ogboh

  • Goethe-Institut Toronto, Toronto

Sound art installation ©Goethe-Institut

Sound art installation ©Goethe-Institut

Präsentiert vom Goethe-Institut & Deutschlandfunk

Kannst du eine Stadt allein an ihren Geräuschen erkennen? Seit 75 Jahren engagiert sich das Goethe-Institut mit mehr als 150 Instituten weltweit in der internationalen Kulturarbeit. Dabei sind zahlreiche Publikationen und Präsentationen mit Musik- und Klanglandschaftsaufnahmen entstanden. Der Berliner Klangkünstler Emeka Ogboh wurde eingeladen, aus diesem globalen Goethe-Archiv eine persönliche Auswahl zusammenzustellen.

Begleiten Sie uns in einem Goethe Space zu einem Salon des intensiven Zuhörens: Ogboh nimmt das Publikum innerhalb einer Stunde mit auf eine akustische Reise von Kuala Lumpur nach Kolkata. Den Auftakt und Abschluss bilden frühe Arbeiten des kanadischen Klangkünstlers Darren Copeland von NAISA (New Adventures in Sound Art, Toronto/Owen Sound). Ergänzt wird die Präsentation durch ein Video, in dem Ogboh die ausgewählten Werke kontextualisiert.

Anstatt das Archiv der Kulturinstitution entlang einer linearen Zeitachse zu präsentieren, versteht Ogboh das dokumentierte Material als ein verdichtetes Geflecht von Versuchen: Versuche zuzuhören, zusammenzuarbeiten und zu übersetzen; Versuche, auf konkrete historische, kulturelle und politische Konstellationen zu reagieren. Diese zeigen sich in Klängen unterschiedlicher Jahrzehnte und Regionen, die durch Gleichzeitigkeit, Überlagerung und Wiederholung miteinander verbunden werden.

Der Klangkünstler Emeka Ogboh, 1977 in Nigeria geboren und heute in Berlin lebend, untersucht in seiner Arbeit, wie individuelle und kollektive Erinnerungen in sinnliche Erfahrungen übersetzt werden können. Sein Interesse an Klangkunst entwickelte sich während eines Medienkurses an der Fayoum Winter Academy 2008 bei dem österreichischen Multimedia-Künstler Harald Scherz. Bekannt wurde Ogboh unter anderem durch Lagos State of Mind III, eine Arbeit, die sein charakteristisches Klangarchiv aus Lagos mit Aufnahmen aus Berlin verbindet, sowie durch Song of the Germans, einen akustischen Kommentar zu Nationalismus und Rassismus. Seine Werke wurden unter anderem auf der documenta 14, der Biennale von Venedig, im MoMA, in der Tate Modern, im Humboldt Forum und an vielen weiteren renommierten Orten präsentiert.

Lesen Sie die project description und Archival Extraction Log.