FILMVORFÜHRUNG Hat Wolff von Amerongen Konkursdelikte begangen?

Di, 13.10.2020

Videodrome 2

49 Cours Julien
13006 Marseille

Carte Blanche an Romana Schmalisch und Robert Schlicht

Im Rahmen ihrer Residenz gemeinsam mit dem Frac PACA, die ursprünglich im Oktober 2020 stattgefunden hätte und nun auf 2021 verschoben wurde, präsentieren die Künstler/Filmemacher*innen Romana Schmalisch und Robert Schlicht als Auftakt einer Reihe von Filmen, die die Darstellbarkeit sozialer Machtbeziehungen, insbesondere in Bezug auf die Arbeit (in) der Gesellschaft, thematisieren:

Hat Wolff von Amerongen Konkursdelikte begangen? von Gerhard Friedl, 2004, Deutschland/Österreich, 73 min, Deutsch mit franz. Untertiteln, in Zusammenarbeit mit dem FID Marseille.

 „Der Film HAT WOLFF VON AMERONGEN KONKURSDELIKTE BEGANGEN? stellt die Wirtschaftsgeschichte der Bundesrepublik Deutschland in einer experimentellen Form dar, die gängige Muster der filmischen Repräsentation von Geschichte infrage stellt. Zu sehen sind unspektakuläre Bilder von Städten, Landschaften, Fabriken, Flughäfen. Zu hören ist eine Stimme, die im lakonischen Tonfall von den Karrieren, Sitten, Spleens und Katastrophen des Großkapitals spricht. Bilder und Text laufen parallel, ohne zwangsläufig zur Deckung zu kommen. Die Montage irritiert, statt zu illustrieren. Der Film wirft Fragen auf wie: Ist Wirtschaftskriminalität abbildbar? Von welchem Standpunkt aus lässt sich heute ein Wissen über die Macht formulieren? Aber auch: Verschließt der Zweifel an der Darstellbarkeit des Kapitals die Dimension des Politischen? Oder eröffnet er diese nicht zuallererst?“
(Aus der Begründung der Jury, ARTE-Dokumentarfilmpreis für den besten deutschen Dokumentarfilm 2004) 
 

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