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17:30 Uhr
Klaus Mann - Ein antifaschistisches Leben
Literaturdiskussion|Mit dem Autor Gilles Collard
-
Goethe-Institut Nancy, Nancy
- Preis Eintritt frei
In der berühmten Familie des Literaturnobelpreisträgers Thomas Mann lässt sich gerade vom Sohn Klaus vieles für unsere Zeit lernen.
Als produktiver Schriftsteller lebt er eine queere Existenz, die ihrer Epoche weit voraus ist. Klaus Mann gehört zu den ersten deutschen Künstlern, denen die Staatsbürgerschaft aberkannt wurde – ein Bruch, der ihn zu einem Leben voller Irrfahrten und Kämpfe zwischen Südfrankreich, Amsterdam und New York zwingt. Trotz aller Entwurzelung hält er unbeirrt an seinem Ideal eines sozialistischen und europäischen Humanismus fest.
In diesem leidenschaftlichen biografischen Porträt, das Taten und Ideen nicht voneinander trennt, lässt Gilles Collard einen ganzen Abschnitt der Geistesgeschichte des 20. Jahrhunderts wiederaufleben, in dem Klaus Mann und Stefan Zweig, Walter Benjamin, André Gide oder auch Hannah Arendt miteinander in Dialog treten. Er zeichnet die Geschichte der „verzweifelten Ernsthaftigkeit” nach, die Klaus Mann auszeichnete. Fernab von opferbereitem Heldentum und steriler Opferhaltung gab er weder bei universellen Prinzipien noch bei seiner undurchsichtigen und einzigartigen Schattenseite jemals nach.
Es ist diese zugleich tragische und hoffnungsvolle Spannung, die Klaus Mann zu einem Vorbild für unsere erneut unruhigen Zeiten macht.
Begegnung mit Gilles Collard, begleitet durch die Lesung seiner Texte von Joana Preiss.
Gilles Collard ist Essayist, Philosoph und Leiter des Masterprogramms Textes et création littéraire an der Kunsthochschule La Cambre in Brüssel.
Mit Klaus – une vie antifasciste veröffentlicht er eine vielbeachtete Biografie, in der er Klaus Manns intellektuelle Kämpfe und sein humanistisches Engagement neu beleuchtet. Seine Arbeit eröffnet neue Perspektiven auf die Literatur und Ideenwelt des 20. Jahrhunderts
Joana Preiss ist Künstlerin, Schauspielerin, Musikerin, Performerin und Filmemacherin. Sie arbeitet im Theater, im Film und in der zeitgenössischen Kunst mit zahlreichen Künstler*innen. Ihre Performances verbinden Improvisation und Stimme, und sie realisiert eigene Filme. Zudem entwickelt sie eigene Bühnenwerke und unterrichtet Performance an der La Cambre in Brüssel.
Eine Veranstaltung im Rahmen der Deutsch-Französischen Tage der MSH Grand Est mit der Unterstützung des CIERA (Centre interdisciplinaire d’études et de recherches sur l’Allemagne) im Rahmen ihres Programms „Hors les murs”.
Als produktiver Schriftsteller lebt er eine queere Existenz, die ihrer Epoche weit voraus ist. Klaus Mann gehört zu den ersten deutschen Künstlern, denen die Staatsbürgerschaft aberkannt wurde – ein Bruch, der ihn zu einem Leben voller Irrfahrten und Kämpfe zwischen Südfrankreich, Amsterdam und New York zwingt. Trotz aller Entwurzelung hält er unbeirrt an seinem Ideal eines sozialistischen und europäischen Humanismus fest.
In diesem leidenschaftlichen biografischen Porträt, das Taten und Ideen nicht voneinander trennt, lässt Gilles Collard einen ganzen Abschnitt der Geistesgeschichte des 20. Jahrhunderts wiederaufleben, in dem Klaus Mann und Stefan Zweig, Walter Benjamin, André Gide oder auch Hannah Arendt miteinander in Dialog treten. Er zeichnet die Geschichte der „verzweifelten Ernsthaftigkeit” nach, die Klaus Mann auszeichnete. Fernab von opferbereitem Heldentum und steriler Opferhaltung gab er weder bei universellen Prinzipien noch bei seiner undurchsichtigen und einzigartigen Schattenseite jemals nach.
Es ist diese zugleich tragische und hoffnungsvolle Spannung, die Klaus Mann zu einem Vorbild für unsere erneut unruhigen Zeiten macht.
Begegnung mit Gilles Collard, begleitet durch die Lesung seiner Texte von Joana Preiss.
Gilles Collard ist Essayist, Philosoph und Leiter des Masterprogramms Textes et création littéraire an der Kunsthochschule La Cambre in Brüssel.
Mit Klaus – une vie antifasciste veröffentlicht er eine vielbeachtete Biografie, in der er Klaus Manns intellektuelle Kämpfe und sein humanistisches Engagement neu beleuchtet. Seine Arbeit eröffnet neue Perspektiven auf die Literatur und Ideenwelt des 20. Jahrhunderts
Joana Preiss ist Künstlerin, Schauspielerin, Musikerin, Performerin und Filmemacherin. Sie arbeitet im Theater, im Film und in der zeitgenössischen Kunst mit zahlreichen Künstler*innen. Ihre Performances verbinden Improvisation und Stimme, und sie realisiert eigene Filme. Zudem entwickelt sie eigene Bühnenwerke und unterrichtet Performance an der La Cambre in Brüssel.
Eine Veranstaltung im Rahmen der Deutsch-Französischen Tage der MSH Grand Est mit der Unterstützung des CIERA (Centre interdisciplinaire d’études et de recherches sur l’Allemagne) im Rahmen ihres Programms „Hors les murs”.
Ort
Goethe-Institut Nancy
39, rue de la Ravinelle
54000 Nancy
Frankreich
39, rue de la Ravinelle
54000 Nancy
Frankreich