Logo Goethe-Institut

Frankreich Paris

|

19:00–21:00 Uhr

Live-Painting-Performance und Musik

Performance|Mit Taqi Spateen und Majd Boukthir

  • Goethe-Institut Paris, Paris

  • Preis Eintritt frei

Das Streetart-Werk des palästinensischen Künstlers Taqi Spateen zeigt eine Figur in einer leuchtend orangefarbenen Jacke, deren Kopf als aufbrechender Betonblock dargestellt ist, während sie mit einem Hammer darauf einschlägt. Die kraftvolle, dynamische Szene wirkt wie ein Symbol für Widerstand und den Versuch, starre Strukturen oder innere Barrieren zu durchbrechen © 2024 Seosamh Mac Coılle

Das Streetart-Werk des palästinensischen Künstlers Taqi Spateen zeigt eine Figur in einer leuchtend orangefarbenen Jacke, deren Kopf als aufbrechender Betonblock dargestellt ist, während sie mit einem Hammer darauf einschlägt. Die kraftvolle, dynamische Szene wirkt wie ein Symbol für Widerstand und den Versuch, starre Strukturen oder innere Barrieren zu durchbrechen © 2024 Seosamh Mac Coılle

Als verbindende Kräfte schaffen Musik und bildende Kunst Räume der Begegnung und des Austauschs. In einer inter­audio­visuellen Performance entwickeln der Streetart-Künstler Taqi Spateen (Palästina) und der Musiker Majd Boukthir (Tunesien) poetische Zugänge zur Ausstellung Timo Herbst: Exquisite Body im Goethe-Institut. Durch die universelle Sprache der Kunst greifen sie zentrale Themen der Ausstellung – insbesondere Körperlichkeit und Protest – auf und interpretieren sie neu. Gleichzeitig entsteht ein Werk, das dauerhaft die Wände des Innenhofs des Goethe-Instituts prägen wird.

Taqi Spateen ist ein vielseitiger palästinensischer Künstler und Absolvent der International Academy of Art in Ramallah. Schon als Kind begann er zu malen und machte früh durch Auftragsarbeiten sowie Wandmalereien im öffentlichen Raum auf sich aufmerksam. Neben der Malerei ist Spateen für großformatige Murals und Street-Art-Arbeiten bekannt, die häufig gesellschaftliche und politische Themen verhandeln. Seine Werke wurden international ausgestellt und breit rezipiert.
Er nahm an mehreren internationalen Projekten, Residenzen und Kooperationen teil, unter anderem in Frankreich (Cergy und Cité Internationale des Arts in Paris). Darüber hinaus engagiert er sich in Workshops und künstlerischen Projekten mit Jugendlichen und lokalen Communities, um Austausch und Verbindung durch Kunst zu fördern.

Majd Boukthir ist ein vielseitiger tunesischer Musiker und Perkussionist aus Gabès. Seine musikalische Ausbildung begann 2005 am Konservatorium von Gabès, wo er sich auf Perkussion spezialisierte. 2011 erhielt er ein nationales Diplom in arabischer Musik. Anschließend studierte er am Institut Supérieur des Arts & Métiers in Gabès und schloss mit einem Master in Musikwissenschaft ab, für den er zur Gnaoua-Musik in Marokko forschte.
Sein künstlerischer Schwerpunkt liegt auf der Erforschung und Weiterentwicklung traditioneller nordafrikanischer Musikformen, insbesondere Gnaoua und Stambeli, die er seit vielen Jahren studiert und performt. Boukthir ist in verschiedenen kollaborativen Projekten und Bands aktiv und verbindet traditionelle Perkussion mit zeitgenössischen Klangsprachen. Ein zentrales Projekt ist „System Derdba“, das musikalische Brücken zwischen Gnaoua- und Stambeli-Traditionen schlägt und deren gemeinsames afro-nordafrikanisches Erbe neu interpretiert.