Literaturgespräch Nuit de la littérature - Julia Wolf

Julia Wolf Foto: © Franziska Rieder

Sa, 25.05.2019

Galerie "Des mots et des mosaïques"

45 rue Lepic
75018 Paris

Tout est maintenant

In Anwesenheit der Autorin
Moderation: Katja Petrovic
Lesung aus der französischen Übersetzung: Alice Schneider

Die 7. Edition der vom FICEP (Forum des Instituts Culturels Étrangers à Paris) organisierten Nuit de la littérature findet im Viertel rund um Abbesses statt. Kommen Sie und flanieren Sie von einer Lektüre zur nächsten und entdecken Sie Texte und Autoren aus der ganzen Welt. Die deutsche Schriftstellerin Julia Wolf stellt ihr Buch Alles ist jetzt (übers. Sarah Raquillet, La Castor Astral 2019) vor, begleitet von ihrer Übersetzerin Sarah Raquillet, der Schauspielerin Alice Schneider und der Journalistin Katja Petrovic.

Vor vielen Jahren, als Ingrid die Welt nicht mehr aushielt, nahm sie ihre Sachen und verschwand. Raus aus dem kleinen, erdrückenden Vorort und dem Haus mit ihrer kranken Mutter, weg von dem Gedanken an Moritz, der nicht zu ihr stand. Doch jetzt ist sie schon Jahre in der Großstadt, und die Luft wird immer dünner. Ihr Bruder vertickt Drogen und Ihre Kollegin in der Live-Sex-Bar liefert sie ans Messer. Als alle sie verraten haben, wird ihr klar: Wohin sie auch geht, ihre Erinnerungen nimmt sie mit. Und die Überzeugung, nichts wert zu sein. Um das zum Verschwinden zu bringen, muss Ingrid endlich handeln. Am Silvesterabend fliegt sie nach New York …
Alles ist jetzt erzählt die Geschichte einer jungen Frau, die sich ihren Dämonen stellt.

Julia Wolf lebt in Leipzig und schreibt Prosa und Szenisches für Theater, Radio und Film. Ihr Debütroman Alles ist jetzt (Frankfurter Verlagsanstalt, 2015) wurde mit dem Kunstpreis Literatur 2015 der Brandenburger Lotto GmbH ausgezeichnet. Ihr zweiter Roman Walter Nowak bleibt liegen (FVA, 2017) war für den Deutschen Buchpreis nominiert und wurde mit dem Nicolas-Born-Debütpreis ausgezeichnet. Für die Arbeit an ihrem Romanprojekt Alte Mädchen erhielt Julia Wolf den Robert-Gernhardt-Preis 2018.
 
Die in Wien geborene Alice Schneider lebt seit 2007 in Paris. Sie arbeitete am Theater mit Regisseuren wie Klaus-Maria Brandauer, Thomas Birkmeir, Christoph Ernst und vor der Kamera unter anderem mit Wolfram Paulus und Karl Marcovics. Sie hat die Gruppe Wunderland gegründet, deren Texte sie schreibt, und bereitet derzeit ein neues Album in ihrer Heimatstadt vor. Sie nimmt an zahlreichen Bühnenlesungen teil.
 
Katja Petrovic ist freie Journalistin und arbeitet in Paris für verschiedene französische und deutsche Medien. Im Bureau International de l'Édition Française (BIEF) ist sie für den Bereich Deutsch-Französischer Austausch zuständig und veranstaltet regelmäßig Debatten und Treffen zur deutschsprachigen Literatur.

 
Die Lesungen beginnen zu jeder vollen Stunde. Die erste Lesung fängt um 18 Uhr an, die letzte Lesung um 22 Uhr.
Im Rahmen der Nuit de la littérature, organisiert vom Forum des Instituts Culturels Étrangers in Paris, in Zusammenarbeit mit dem Verlag Presses de la Cité

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