Literaturgespräch Hommage an Christa Wolf

Christa Wolf Foto: © Bundesarchiv

Mo, 27.05.2019

Goethe-Institut Paris

17, avenue d'Iéna
75116 Paris

Mit Alain Lance und Nicole Bary
Moderation: Pierre Deshusses

Christa T., die Heldin dieses Romans, hat Leukämie. Ihr plötzlicher Tod ist Anlass für die Erzählerin, ein Porträt ihrer Freundin zu malen, der Aktivistin, die für eine bessere Welt gekämpft hat. Nachdenken über Christa T. ist der zweite Roman der Autorin und wurde zuerst in der DDR verboten. 1969 wurde er dennoch veröffentlicht und hat Christa Wolf internationale Anerkennung verschafft. Die von Alain Lance und Renate Lance-Otterbein überarbeitete Neuübersetzung ist eine Gelegenheit, dieser bedeutenden Schriftstellerin des 20. Jahrhunderts zu gedenken, die in diesem Jahr ihren 90. Geburtstag gefeiert hätte.

Christa Wolf wurde 1929 in Landsberg an der Warthe geboren, machte 1949 Abitur und trat in die SED (Sozialistische Einheitspartei Deutschlands) ein. Von 1949 bis 1953 studierte sie Germanistik. Ab 1953 arbeitete sie in Berlin und später Halle als wissenschaftliche Mitarbeiterin beim Deutschen Schriftstellerverband, außerdem als Lektorin und Redakteurin für verschiedene Zeitschriften und Verlage. Christa Wolf zählt zu den bedeutendsten Schriftstellerinnen der Gegenwart; ihr umfangreiches erzählerisches Werk wurde in alle Weltsprachen übersetzt und mit zahlreichen nationalen und internationalen Preisen ausgezeichnet. Christa Wolf starb 2011 in Berlin.
 
Alain Lance ist Dichter und Übersetzer aus dem Deutschen. Er erhielt den Guillaume-Apollinaire-Preis für Temps criblé (2001) und den Eugen-Helmlé-Übersetzerpreis (2012).

Nicole Bary ist Germanistin, Übersetzerin und Herausgeberin der Reihe Bibliothèque allemande beim Verlag Éditions Métailié. Darüber hinaus leitet sie die auch von ihr gegründete deutsch-französische Kulturgesellschaft Les Amis du Roi des Aulnes, die u.a. einmal pro Jahr die Literaturzeitschrift LITTERall veröffentlicht und das europäische Literaturfestival Lettres d’Europe et d’ailleurs organisiert. Nicole Bary war eng mit Christa Wolf befreundet.
 
In Zusammenarbeit mit dem Verlag Stock

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