Ausstellung Katharina Gaenssler

Materialstudie, Bildvorhang, (Entwurf), Sublimationsdruck auf Flag Cloth Foto (Ausschnitt): © Katharina Gaenssler

Fr, 17.09.2021 -
Mo, 01.11.2021

Goethe-Institut Paris

Von Anfang bis Ende

Vernissage am Freitag, den 17. September ab 19 Uhr

Katharina Gaenssler schafft in Auseinandersetzung mit einem Ort, seiner Architektur und Geschichte räumliche, meist temporäre Installationen. Für das Goethe-Institut Paris konzipiert die Künstlerin — nach Beschäftigung mit dem Architekten des Pariser Institutsgebäudes, Rainer Schell — eine räumliche Intervention in Form eines Bildvorhangs. Als Rainer Schell nach 30 Jahren seine berufliche Laufbahn beendete, vernichtete er sein Archiv vollständig. Er fasste lediglich für einige Freunde und Bekannte eine kleine Auswahl seiner Texte und Zeichnungen in dem Buch 30 Jahre Architektur zusammen.

Dieses Buch stellt Katharina Gaenssler in ihrer Ausstellung im Goethe-Institut dem eigenen Archiv gegenüber: In einer raumspezifischen Installation öffnet die Künstlerin ihr gesamtes „Gedächtnis“ Zum Einen in einer digitalen Präsentation einer Auswahl ihrer Buchobjekte auf 21 Screens im Untergeschoss und zum Anderen in einer mehrschichtigen, komplexen Installation eines knapp 80 Meter langen Bild-Vorhangs im Ausstellungsraum im Erdgeschoss des Instituts, der mehrere hunderttausend Fotos zeigt. Während Rainer Schell davon spricht, „den Ballast der Vergangenheit abzuwerfen“, sich zu „reduzieren“, wird bei Gaenssler Erinnerung gesammelt, akkumuliert und expandiert. Die Verwendung des eigenen Bildarchivs im Sinne einer Partitur, genauso wie das ›Weiterverwerten‹ bestimmter Relikte und Fragmente der eigenen — ja nur — temporären Installationen, ist integraler Bestandteil Gaensslers‘ Arbeit.
Im Rahmen des interdisziplinären Fokusprogramms Munich Unique

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