|

20:00–22:00 Uhr

Vittoria Quartararo

Konzert|Keys To Canon Shifts: ein szenisches [Tasten-]Konzert

  • Goethe-Institut Paris, Paris

  • Preis 12€; ermäßigt 7€ - Freier Eintritt für Resident*innen der Cité des arts
    Zahlung vor Ort nur in bar oder per Scheck

Vittoria Quartararo mit vor der Brust verschränkten Armen Foto : © Tumen Dondukov

Programm:
Johann Sebastian Bach: vier Kanons aus Kunst der Fuge
Robert Schumann: Studien in kanonischer Form Op.56, Auswahl
Catalina Rueda: Coplas

Mit Text, Bewegung, improvisierter Musik und Kompositionen aus Barock, Romantik und Gegenwart, sucht die Musikerin Vittoria Quartararo tastend nach neuen Perspektiven über den Kanon und darüber hinaus - und lädt das Publikum zu einer freien Austausch-Interaktion ein.

Ein Paradigma, eine Regel, ein Kriterium, eine Art die Wirklichkeit zu messen - der Begriff Kanon ruft mehrere Vorstellungen auf. In der Musik steht er für eine musikalische Form, die auf Mehrstimmigkeit, Wiederholung und Überlappung beruht.

Für viele ist der Kanon eine der allerersten Erfahrungen des Zusammenspiels und weckt dadurch Kindheitserinnerungen, Experimentierfreude und Gemeinschaftsgefühl.

Brechen, überschreiten oder gar revolutionieren: Menschen sind die einzigen Lebewesen, die Modelle und Regeln selbstbestimmt immer wieder ändern. Zwischen den zu entdeckenden „Kanons der Natur“ und den zu gründenden „Kanons einer Kultur“ suchen wir seit jeher nach einem lebendigen Spielraum, der die Grenzen erweitert und verschiedene Elemente zu einem Ganzen kombiniert.

Dieses szenische Konzert kombiniert wie in einem Labyrinth verschiedene „(Gegen)Stimmen“ und eröffnet so einige Reflexionen zu Vielfalt und Enigma.

Selbst das Klavier wird mehr als eins auf der Bühne, denn andere Klänge erweitern das Sammelwort für Tasteninstrumente Clavis, vom modernen Rhodes-Piano bis zum in den 50er Jahren in Paris erfundenen Cristal Baschet.

Vittoria Quartararo ist Stipendiatin an der Cité internationale des arts.
Derzeit lebt sie zwischen Paris und Köln und setzt ihre vielseitige Karriere als Solistin, Lehrerin, Kooperationspianistin, künstlerische Forscherin und Schöpferin von transdisziplinären Projekten fort. Parallel dazu ist sie als Vertreterin der Kölner Initiative Musiktheater (KIM) in der Initiative Freie Musik e.V. und bundesweit für das Netzwerk Freies Musiktheater kulturpolitisch engagiert.
 
Gefördert durch die Kunststiftung NRW, in Zusammenarbeit mit Structures Sonores Baschet und der Cité internationale des arts