Kino Westfront 1918

Westfront 1918, Georg Wilhelm Pabst Deutsche Kinemathek © Hellstern

Sa, 14.10.2017

Auditorium des Musées de Strasbourg

1, place Hans Jean Arp
67000 Strasbourg

von Georg Wilhelm Pabst, Deutschland 1930,  93 Min.

Nach dem Roman Vier von der Infanterie von Ernst Johannsen

1918, in Frankreich während des I. Weltkriegs: Vier deutsche Soldaten - sie kommen aus verschiedenen Landesteilen und aus unterschiedlichen sozialen Schichten - erleben eine kurze Ruhepause in der Etappe und kehren wieder an die Front zurück. Der heitere Bayer zeigt sich unerschütterlich und zuversichtlich. Karl aus Berlin hat noch einen kurzen Heimaturlaub, aber er findet zu Hause einen anderen Mann im Bett seiner Frau und ist glücklich, zu seinen Kameraden zurückkehren zu können. Der Leutnant unter ihnen kennt nur seine Pflichten und scheint außer ihnen nichts wahrnehmen zu wollen. Der vierte ist ein Student; er hat sich in eine junge Französin verliebt, von der er Abschied nehmen muß, als die Kompanie wieder abrückt.

Pabst inszenierte diesen Film mit dem Vorsatz, das Kriegsgeschehen so realistisch und nüchtern wie nur irgend möglich zu zeigen. Manche seiner Sequenzen erinnern tatsächlich an Dokumentaraufnahmen aus dem I. Weltkrieg. Erst die vier eher durchschnittlichen "Helden" erinnern den Zuschauer daran, dass er einer inszenierten Fiktion zusieht. Gerade in ihrer Normalität werden sie zu Stellvertretern für eine im Krieg verlorene Generation.


Im Rahmen der Ausstellung Laboratoire d'Europe, Strasbourg 1880-1930, in Partnerschaft mit den Museen der Stadt Straßburg und Vidéo Les Beaux Jours

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