11. Deutscher Kulturtag Filiations et Ruptures

Ein Mann mit dunkler Hose, schwarzem Hemd und Hut kniet inmitten eines Raumes und zeichnet mit Kreide auf den Boden. Um ihn herum sitzen Menschen auf Hockern und blicken gebannt auf das die Zeichnung des Malers. Photo : © zero one film, bpk, Stiftung Schloss Moyland, Ute Klophaus

ESPE (École supérieure du professorat et de l'éducation)

2 rue du Tronquet
76130 Mont-Saint-Aignan

Interferenzen zwischen deutscher und französischer zeitgenössischer Kunst

Die 11. Auflage des Deutschen Kulturtages der ESPE (École supérieure du professorat et de l'éducation) der Akademie Rouen greift die Dynamik in Rouen auf, die sich anlässlich des 50. Todestages des französischen Künstlers Marcel Duchamp im Rahmen des Festivals Duchamp dans sa ville, entwickelt hat. In Resonanz auf diese Hommage  thematisiert der Deutsche Kulturtag den Einfluss Duchamps auf zukünftige Künstlergenerationen, die Begriffe von Filiation und Umbruch, oder allgemeiner, den radikalen Wandel des Kunstbegriffs seit Anfang des 20. Jahrhunderts, insbesondere in Deutschland.


Die Ausstellung FOUNTAIN OF YOUTH der Galerie Reiter, die in der Galerie de la Passerelle des ESPE präsentiert wird, zeigt eine Auswahl von Werken von jungen zeitgenössischen Künstlern aus Leipzig. Sie veranschaulichen beispielhaft die Entwicklung der konzeptionellen Kunst und verbinden Duchamps Readymade mit den zeitgenössischen Visionen des 21. Jahrhunderts.

Parallel wird der Dokumentarfilm BEUYS von Andres Veiel aus dem Jahr 2017 präsentiert. Dieser zeigt das erstaunliche Portrait eines deutschen Künstlers, der das Bewußtsein der Menschen verändern möchte und dazu auch den Kunstbegriff infrage stellt und den gesellschaftlichen wie politischen Auftrag der Kunst betont.
Die Kunst- und Architekturhistorikerin, Frau Dr. Rhea Thönges-Stringaris, die den Künstler vor allem bei seiner Arbeit im Rahmen der documenta begleitet hat, berichtet von ihrer Zusammenarbeit mit Beuys.

Im Mittelpunkt der Podiumsdiskussion steht der  Beitrag von Prof. Dr. Herbert Molderings, Kurator und Kunsthistoriker mit Forschungsschwerpunkt auf Mittlerer und Neuerer Kunstgeschichte, zur Rezeption Marcel Duchamps in Deutschland sowie die Auseinandersetzung mit dem Verständnis der Avant–Garde Kunst und ihrer Entwicklung in Deutschland und Frankreich.

 
In Zusammanarbeit mit ESPE Mont-Saint-Aignan, Académie de Rouen, Université de Rouen-Normandie, R E I T E R Leipzig | Berlin

Zurück