Film Hungerjahre

Ursula, die Hauptfigur des Films, sitzt mit einem Buch am Tisch © Stiftung Deutsche Kinemathek

Sa, 23.06.2018

Cinéma L'Arlequin

76 rue de Rennes
75006 Paris

Samedis du cinéma allemand
1968 : Les Temps changent

Regie: Jutta Brückner, BRD, 1980, OmU., 114 Min.
Mit Britta Pohland, Sylvia Ulrich, Claus Jurichs

Präsentiert von Pierre Eisenreich, Filmkritiker

Die 13-jährige Ursula wächst als einziges Kind einer kleinbürgerlichen Familie im Nachkriegsdeutschland heran. Zunehmend führt die Pubertät das Mädchen in Konflikte mit ihren Eltern und ihrer Umgebung. Der Nationalsozialismus raubte ihnen die Jugend, nun versuchen sie zu vergessen und sich für ihre verlorenen Jahre zu entschädigen. Ursula ist konfrontiert mit der politischen Unentschlossenheit und den privaten Lügen ihres Vaters, dem eisernen Konsumwillen, dem großen Nachholbedürfnis und der Sexualfeindlichkeit ihrer Mutter. ‚Hungerjahre’ zeigt mit Genauigkeit und Authentizität die drückenden Nahtstellen auf zwischen der äußeren Geschichte einer Epoche und der inneren eines einzelnen Menschen.


 

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