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Katharina Maschenka Horn

Katharina Maschenka Horn @ Emilien Leonhardt Katharina Maschenka Horn (www.katharinahorn.com) ist eine in Berlin lebende, deutsche Tänzerin, Choreographin und Pädagogin. Sie studierte Tanz und Choreographie an der ArtEZ - Hogeschool voor de Kunsten Arnhem (NL), wo sie ihr Studium im Jahr 2007 abschloss.
 
2009 kehrte Katharina nach Deutschland zurück mit dem Solo Pigeonhole, das 2010 den 1. Preis in dem Choreographie Wettbewerb U30 im Kölner Tanzhaus gewann.
 
Seit 2010 arbeitet Katharina mit Nir de Volff / Total Brutal (Berlin, D). Bisher performte sie in Kreationen in Deutschland, Brasilien, Thailand, Israel und Macau, assistierte Nir de Volff in Klassen und Workshops und unterrichtet zudem selber die Total Brutal ‚use-abuse-method'. Seit 2014 ist Katharina an der Schaubühne Berlin (D) in der Produktion NEVER FOREVER von Falk Richter und Total Brutal zu sehen, die auch auf der Venice Biennale 2015 präsentiert wurde.
 
2013 war Katharina Teil des danceWEB Stipendienprogramms im Rahmen des Impulstanz Festivals in Wien (A), Mentor: Ivo Dimchev (BG).
 
Seit 2008 reist Katharina regelmäßig nach Albanien. Sie lehrte an der Universität der Künste  Tirana (mit der Unterstützung des DAAD) und kreierte fünf Choreographien in Zusammenarbeit mit der zeitgenössischen Tanzszene von Tirana und der Balkan-Region.

Seit 2016 arbeitet Katharina mit dem bosnisch-serbischen Schauspieler und Regisseur Nemanja Mutić (und den Musikern Jan Günther (D) und Jan Novosel (HR)) zusammen. Ihre erste Show touch of MADNESS wurde im März 2017 in Berlin uraufgeführt und tourte in 2017 in Sarajevo (BiH), Zagreb (HR), Astana (KAZ), Belgrad (SRB) und Mostar (BiH).
 
Ebenfalls im Jahr 2016 entstand eine neue deutsch-englische Zusammenarbeit zwischen Katharina, der amerikanischen Autorin Eve Leigh und der Filmemacherin und Grafikdesignerin Undine Siepker während des Summer Scriptwriting Camp - House of Disobedience in Bulgarien, wo Katharina im Juli / August 2017 in der 2. Edition zudem einen Workshop gab. Die Premiere von Eve, Undine und Katharinas neuem Stück ist für 2018 geplant.

Katharina erhielt Unterstützung u.a. vom Goethe-Institut, ECF, LLB - Nomad Dance Academy, UNDP, UN Women und der Heinrich-Böll-Stiftung. Ihre Arbeiten wurden in Albanien,  Belgien, Bosnien-Herzegowina, Italien, Kasachstan, Kosovo, Kroatien, Mazedonien, den Niederlanden, Österreich, Serbien, Spanien und in Deutschland (u.a. Tanztage Berlin 2012, euro-scene Leipzig Festival 2014) gezeigt.

 

Anja Lückenkemper

Anja Lückenkemper

Anja Lückenkemper ist als Autorin und Kuratorin in verschiedenen institutionellen, wie auch freien Kontexten tätig. Sie hat den Magister der Philosophie und Literatur in Deutschland, Italien und Australien erworben und den Masterstudiengang „Kulturen des Kuratorischen“ an der Hochschule für Grafik und Buchkunst in Leipzig beendet.

Sie war mehrere Jahre an Institutionen wie dem Kunstverein München, der Berlin Biennale und dem KW Institut for Contemporary Art, Berlin tätig, wo sie auch an der Entwicklung neuer diskursiver Formate beteiligt war. 2016/2017 entwickelte sie als künstlerische Leiterin des Kunstvereins Göttingen ein internationales Ausstellungsprogramm, das Fragen zu Identitätspolitiken und Wissens(an)ordungen verhandelte. Neben der kuratorischen Arbeit schreibt sie regelmäßig für Künstlerpublikationen, wie auch Ausstellungsbeiträge und hat die Artzine-Reihe "Angry Time" zu Arbeitsbedingungen im Kulturbetrieb mitentwickelt. Zudem hat sie Workshops zur kuratorischen Praxis und kreativem Schreiben u.a. am lab.Bode (Bode-Museum, Berlin), der Kunsthochschule Kassel und der Burg Giebichenstein in Halle angeleitet.
 

Stefan Horn

Stefan Horn
©Marc Brinkmeier

Stefan Horn arbeitet international als Kurator, Projektmanager, Ausstellungs- und Theaterdesigner. Er studierte Theaterwissenschaft, Philosophie, Soziologie und Politikwissenschaft in Wien und Berlin.
 
Seit 2001 ist er künstlerischer Leiter des Stadtkunstvereins urban dialogues, der sich mit der Veränderung des urbanen und des sozialen Raumes in Form einer ästhetischen Forschung auseinandersetzt und Projekte in europäischen und außereuropäischen Metropolen initiiert.

Unter anderem kuratierte er von 2012 bis 2015 das Kulturaustauschprojekt »Nine Urban Biotopes - Negotiating the Future of Urban Living«(9UB). Es erforschte mit künstlerischen Mitteln zukunftsweisende Ideen für die Stadt des 21. Jahrhunderts in Europa und Südafrika. 9UB wurde 2017 von der EU als »Success Story« ausgezeichnet.
 
Er ist Mitbegründer der Projektentwicklungsagentur SHRN-Consultancy, die Institutionen und Initiativen bei der Konzeption, Durchführung und Evaluation internationaler Kulturprojekte berät und unterstützt.

 

Wolfgang Fuhr

Wolfgang Fuhr

Wolfgang Fuhr (*1966) ist einer der renommiertesten Jazzmusiker in Deutschland und lebt in Esslingen am Neckar (Süddeutschland).

1995 schließt er sein Studium (klassisches Saxophon in Graz, Jazz-Saxophon in Köln) mit Auszeichnung ab. Seitdem arbeitet er als Instrumentalist, Komponist, Arrangeur, Produzent und Pädagoge. Er konzertiert mit Jazz-Legenden wie Lee Konitz, Joe Gallardo oder Charly Antolini und der jungen deutschen Jazz-Elite wie Till Brönner, Nils Wogram oder Pablo Held und ist zu Gast bei nationalen und internationalen Jazz-Festivals in Lissabon, Krakau, Berlin oder Maastricht u.a.. Es folgen Jazz-CD des Jahres beim MDR, Preisträger des Neuen Deutschen Jazzpreises, Platz 1 der Jazz-Charts in Portugal und Radio-Produktionen für den Deutschlandfunk, WDR und BR. Mit dem griechisch/deutschen „Natassa Mare Quintett“ spielte er beim internationalen Kulturfestival in Stuttgart und in Thessaloniki - unterstützt vom dortigen Goethe-Institut.

Als Komponist schreibt Wolfgang Fuhr die Musik für seine eigenen Gruppen und macht regelmäßig CD-Aufnahmen in Zusammenarbeit mit den großen Radiosendern in Deutschland, er komponiert aber auch für klassische Klangkörper (Klavier, Streichquartett, Orchester). Er ist auf vielen CDs mit Formationen von Trio bis BigBand zu hören. Als Inhaber des Plattenlabels Fuhrwerk-Musik produziert er eigene Produktionen und Künstler, die  ein eigenes unkonventionelles Profil mitbringen.
 
Mit seinem einzigartigen Stil unterstreicht Wolfgang Fuhr die Bedeutung, die das Saxophon im Jazz erlangt hat. Seine Ausdrucksmöglichkeiten sind scheinbar so grenzenlos wie seine Palette anspruchsvoller Klänge. Durch das Residenz-Programm des Goethe-Ιnstituts Thessaloniki bekam er im August 2018 die Möglichkeit, mit dem Pianisten Philippos Kostavelis ein Programm zu erarbeiten und es auf dem Pau-Festival in Argalasti zu präsentieren.
 
www.wolfgangfuhr.de
 
 

Raycho Stanev

Raycho Stanev

Raycho Stanev lives and works in Asenovgrad (Bulgaria). It was in 2007 when Raycho made the Nagledna Agitacia (Visual Propaganda) Exhibition that launched the studio under the same name. Together with the other like-minded members of Nagledna, he developed the Bright Future Series in Sofia and Berlin. The project contained exhibition, film and publication about typography, illustrations and memories. He loves diaries and in 2010 he started the Helvetia Cube, a collection of objects, which established as an image The New Utopia Series in Zurich, Sofia and Havana.
 
He is creating design solutions and illustrations for clients such as the Goethe-Institut and the Swiss Embassy, as well as for GRANTA Magazine. Throughout the years, he has presented his interactive animations around the world via series of solo and group exhibitions in platforms such as This This Is Not A Gateway London, İsimsiz – 12. İstanbul Biennale, Transmediale Berlin, Sofia Contemporary, and many others. At the invitation of Raycho Stanev, publishers like NOBROW (UK) and ROTOPOLPRESS (Germany) have visited Bulgaria for participation in presentations and workshops. His Illustrations have won the appreciation of magazines like NOVUM (the world of graphic design), Chois Gallery (the world best graphic) and SLANTED (typography & graphic design). 
 

Gürsoy Doğtaş

Gürsoy Doğtaş

Gürsoy Doğtaş, Autor und Kunstwissenschaftler. Promovierte 2017 in Kunstgeschichte zu den „Agonistischen Ausstellungstrategien eines hegemonialen Ausstellungskomplex: Über die Politiken der 7ten Berlin und 13ten Istanbul Biennale“ an der Ludwig-Maximilians-Universität in München. Verhandelte diese Themen auf verschiedenen Symposien, wie „Situating the Global Art“, Freie Universität Berlin (2015); „When exhibitions become politics“, Friedrich-Schiller-Universität, Jena (2014). Kuratierte das diskursive Programm Public Art Munich (2018) und Ausstellungen wie u.a. „Die kalte Libido“ im Haus der Kunst/München (2015); „Parfümiert mit Dynamit“ in basis e.V./Frankfurt (2015); „Das Kleid sitzt nicht“ Curated by Vienna/Wien (2013). Gab das Artistzine Matt Magazine (2007–2013) heraus, das zuletzt in „Publishing as an Artistic Toolbox: 1989–2017“ in der Kunsthalle/Wien (2017/18) ausgestellt wurde.
 
Momentan forscht er über die queeren Politiken des Gefühls hüzün – einer kulturspezifischen Art der Melancholie im türkischsprachigen Raum – in der Musik des türkischen Sängers Zeki Müren. Er hat 2014 im Rahmen des ICI (Independent Curators International) in New York die Publikation „The Politics of the Melancholic Voice – Zeki Müren’s ‘Kahır Mektubu’ (Letter of Sorrow)“ herausgegeben. 2017 war er von den Wiener Festwochen zu einer Leseperformance aus seinem Romanprojekt „Zeki Müren – Das ausgestellte Leben“ eingeladen. An der Akademie der Bildenden Künste in München hat er im WS 2017/18 das Lektüreseminar „Writing the gay self: Tagebücher, Autobiographien und Autofiktionen“ geleitet.
 

Christine Koschmieder

Christine Koschmieder

Autorin, Literaturagentin und Heimatforscherin (www.heimat-forschung.de). Der Meinung, dass ein paar Geschichten anders erzählt werden könnten. Und sollten. In Thessaloniki unterwegs zum Casting olympischer Göttinnen, Götter & Halbgötter, die sich in Thessaloniki durchs 21. Jahrhundert geschlagen haben. 2018 warten neue Herausforderungen auf die abservierten Gottheiten. Als Produktionskollektiv OlympFlix produzieren sie eine Pilotstaffel einer neuen Serie, um den schlechten Einschaltquoten der Demokratie etwas entgegenzusetzen.  

Betreibt in Leipzig die Literaturagentur Partner + Propaganda (www.partner-propaganda.de) mit dem Schwerpunkt zeitgenössische deutschsprachige und post-jugoslawische Literatur. Studium der Theater-, Medien- und Kommunikationswissenschaften in Leipzig, Postgraduate Studies Intercultural Communication and European Studies in Fulda.  Überzeugt von der Notwendigkeit, sich mit Produktionsbedingungen befassen zu müssen. Deswegen Vorstandsmitglied im Sächsischen Literaturrat und im UV – die Lesung der unabhängigen Verlage e.V.

Debütroman „Schweinesystem“ (blumenbar/Aufbau Verlag 2014) nominiert für den aspekte-Literaturpreis.
 

Peter Hermans

Peter Hermans

Peter Hermans (1987, Gent/Belgien) ist Künstler und Forscher. Er lebt und arbeitet in Leipzig. Sein Schwerpunkt ist der Schnittstelle zwischen Kunst, Technologie und Politik.  Hierbei steht die Form von Kommunikation und Medien als Produkt und Platform gesellschaftlicher Auseinandersetzungen und Verhandlungen im Vordergrund. In welche kulturelle Metaphern, materielle Formen und Narrativen werden gesellschaftlicher Vorstellungen formalisiert und wie wirken sich diese Formen auf die Möglichkeit alltäglicher politischer Auseinandersetzung aus? Wie können Konflikte und Widersprüche in diese (kollektive) Formalisierung- und Übersetzungsprozesse präzise beschrieben werden? Was sind die Werkzeuge diese Prozesse?
 
Er studierte Politikwissenschaften und Urbanistik in verschiedenen europäischen Städten. u. a. an der University of Ghent, der Manchester Metropolitan University und der Estonian Academy of Arts und Bildende Kunst an der Hochschule für Grafik und Buchkunst in Leipzig. Seit Oktober 2017 ist er als künstlerischer Mitarbeiter im Kommunikationsdesign an der Burg Giebichenstein Kunsthochschule Halle tätig. Er schreibt. performt und macht Videos und Installationen. Seine zuletzt gezeigten Performances und Ausstellungen beinhalten common room, 1Ab, Bielefeld, mit Steven Emmanuel (2016), dunya, Performance im Rahmen der Ausstellung Tricky Tongues, Maze9. Tel Aviv (2016). Membrana, Cankarjev Dom. Ljubljana. (2016), private access, Performance im Rahmen von Opaque Infrastructures, kuratiert von Tekla Aslanishvili and Giorgi Gago Gagoshidze (2016), HIPS (Hide In Plain Sight), Video— und Lecture Performance. Kunstverein Nürnberg (2014) und Kunst im Tunnel, Düsseldorf (2014). Seine Schriften werden gleichermaßen in wissenschaftlichen und kunstspezifischen Kontexten veröffentlicht, so beispielsweise “suppose there’s right and wrong, it’s probably right”, W139, Amsterdam (2017) oder “perception is material” in Darkrooms: Räume der Un/Sichtbarkeit, hg. von Sophia Kunze und Marietta Kesting, Berlin: Neofelis Verlag (2017).
 

Jo-Anne Velin

Jo-Anne Velin

Jo-Anne Velin ist eine kanadische Journalistin und Filmregisseurin (geboren und aufgewachsen in Montreal) mit einem besonderem Schwerpunkt auf das Sammeln und  den Einsatz  authentischer Klänge in Dokumentarfilmen.

Nach ihrem Studium an den Universitäten in McGill, La Sorbonne und Toronto war sie drei Jahre in der Kanadischen Arktis beim nationalen Sender CBC und drei Jahren in Syrien für das Außenministerium von Kanada tätig.  Seit 1992 lebt sie als Journalistin in Deutschland und ist europaweit aktiv. Sie hat für viele öffentlich-rechtliche Sender berichtet und produziert. 1996 hat sie ein Buch zu Menschenrechten und humanitären Themen für Journalisten publiziert, das in über 50 Ländern erschien. Mit ihrer Filmarbeit mit authentischen Klangmaterial, das vor Ort, aus wichtigen historischen Archiven oder aus umfangreichen Interviews aufgenommen wurde, hat sie einen anderen Weg als im klassischen Journalismus beschritten. Ihre Arbeiten eröffnen viel Raum für die Fantasie, Emotionen und die Erinnerung. 
 
Beide ihrer Dokumentarfilme in Langversion wurden auf dem internationalen Dokumentarfilmfestival in Leipzig uraufgeführt: One Fine Line (2013), gedreht in Deutschland und Kanada, und The Picture of the Day (2016), gedreht in Deutschland und Griechenland. 
 
2018 wurde Jo-Anne Velin von der Film-Tonklasse an der Aristoteles-Universität in Thessaloniki eingeladen, um ihre Filme zu präsentieren.  Seit Frühjahr 2019 forscht sie in Thessaloniki, was ein jahrhundertealtes kommunales Archiv ersetzen kann, welches beim Großbrand von 1917 in Thessaloniki zerstört wurde.
 
 

Eva Borner

Eva Borner

Eva Borner (www.evaborner.ch) ist eine in der Schweiz lebende Künstlerin. In ihrem Schaffen beschäftigt sie sich mit der Frage nach der Präsenz von Absenz. Persönlich geprägte Erlebnisse stellt sie in einen erweiterten Zusammenhang und geht dem Begriff der Heimat vielschichtig auf die Spur.Ihre Werke zeichnen sich nicht bloss durch ihre Wechselwirkung mit anderen Bereichen wie Film, Fotografie, Skulptur, Musik oder Tanz aus. Sie berühren, weil sie stets auf eine Verknüpfung technischer Medien und inhaltlicher Vision zielen. Die Arbeiten entstehen aus der direkten Konfrontation mit ihrem Umfeld, sei dies durch das Zusammentreffen mit Menschen oder die Aufnahme politischer und sozialer Gegebenheiten.
Eva Borner studierte Medienkunst an der Fachhochschule Nordwestschweiz in Aarau und erhielt 2003 ihr Diplom mit Auszeichnung.Seither sind ihre Arbeiten in zahlreichen Einzel- und Gruppenausstellungen gezeigt worden, und sie hat diverse Auszeichnungen erhalten.

So erhielt sie vom Bundesamt für Kultur im Jahr 2007 einen Werkbeitrag und wurde im gleichen Jahr mit dem Valiart Preis ausgezeichnet.2013 führte sie ein Atelierstipendium nach Shanghai ins Swatch Art and Peace Hotel, welches ihrer künstlerischen Laufbahn viele Türen öffnete. So konnte sie an der internationalen Kunstmesse fiac in Paris in einer Einzelausstellung ihre raumgreifende Video-und Soundinstallation „dingzihù“ realisieren. Weitere Ausstellungen u.a. an der Biennale Venedig (2015), Stimultania Strasbourg (F), Kunsthaus Zofingen (CH), Aubette Strasbourg folgten.

Des weiteren nahm sie an folgenden Anlässen aktiv teil: 6.Biennale Thessaloniki, in Frankreich zum Sommerfotofestival von Lectoure, im Tapetenwerk und in der Spinnerei in Leipzig, im Northwest University Museum, Xian  (China), in Pafos (Zypern) zum Europäischen Kulturhauptstadtjahr 2017, sowie im Espace Ruine in Genf und im FRAC Alsace – um nur einige Stationen zu nennen.

Sie war in der Cité des Arts in Paris, wofür sie vom Aargauer Kuratorium einen sechsmonatigen Atelieraufenthalt erhalten hatte. Dort entstand ihre Installation „Wirklichkeiten“, die im November 2018 in der Kunsthalle Wil anlässlich ihrer Einzelausstellung gezeigt wurde. In Paris ergaben sich wichtige Kontakte, die zu weiterführenden Einzelausstellungen und einem Sammlungsankauf (frac Alsace) führten. 2019/20 erhielt sie ein Reisestipendium von atelier mondial Basel, welches sie nach Griechenland führte. Im Goethe Institut Thessaloniki entwickelt sie zur Zeit neue Arbeiten, inspiriert von dieser Stadt.
 
Dr. Gabrielle Obrist von der Kunsthalle Wil charakterisiert die Arbeit der Künstlerin folgendermassen: „Eva Borner schaut hin, wo andere wegschauen: Respektvolles Fotografieren von Schlafplätzen Obdachloser in Athen, feinfühlige Gespräche mit Flüchtlingen im Auffanglager oder anteilnehmendes Filmen zum Thema der erzwungenen Umsiedlung von Quartierbewohnern in Schanghai sind Ausgangspunkt ihrer subtilen Verdichtungen von menschlichen Schicksalen. Ihre Arbeiten wecken beim Betrachter in poetischer oder narrativer Weise Erinnerungen und Assoziationen. In eindrücklichen Video-, Klang- und Objektinstallationen gibt Eva Borner ‚Sprachlosen’ eine Stimme, wobei die physische Abwesenheit der Protagonisten für ihr Schaffen charakteristisch ist. Denn voyeuristisches Schauen liegt der Künstlerin fern. Vielmehr will sie uns mittels ihrer behutsamen Inszenierungen die schwierige Wirklichkeit und die Wünsche der Betroffenen näher bringen.“