Alina Bronsky Scherbenpark

Bronsky, Alina: Scherbenpark © 2008 Verlag Kiepenheuer & Witsch, Köln Sascha ist 17, sie ist als Kind aus Russland nach Deutschland gekommen und lebt nun in einem tristen Hochhausghetto. Sie hasst sie die Beengtheit und Perspektivlosigkeit dort und ist fest entschlossen, ihr zu entkommen. Sascha ist voller Wut, doch diese ist auch ein Ausdruck von Traurigkeit und Hilflosigkeit: Nachdem ihr tyrannischer Stiefvater Vadim ihre Mutter erschossen hat, kümmert sie sich um ihre Geschwister. Gleichzeitig ist sie besessen von der fixen Idee, Vadim umzubringen, sobald er aus dem Gefängnis entlassen wird… Alina Bronskys Debüt „Scherbenpark“ entfaltet eine unglaubliche Wucht – schnell erzählt, direkt im Ton. Doch der Reiz des Romans liegt nicht nur in seiner Sprache, sondern auch in der vielschichtigen und nicht zuletzt zwiespältigen Hauptfigur. Im Sommer 2014 kam die Verfilmung des Romans in die deutschen Kinos, zudem treten Texte wie „Tigermilch“ von Stefanie de Velasco oder „Der Rabe ist Acht“ von Corinna Antelmann in „Scherbenparks“ Fußstapfen: Radikal subjektiv und unglaublich dynamisch.