Markus Zimmermann
Partner: Hansen House Jerusalem
Zeitraum: 28.10.- 26.11.2026
Markus Zimmermann wird vom 28. Oktober bis 26. November im Rahmen des Residenzprogramms des Goethe-Instituts in Kooperation mit Hansen House als Artist-in-Residence in Jerusalem arbeiten. Gemeinsam mit Menschen vor Ort wird er ein DIY-Ping-Pong-Tisch-Projekt entwickeln. Eine öffentliche Veranstaltung mit Markus Zimmermann findet am Freitag, den 20. November, statt.
Über den Künstler
Markus Zimmermann (*1978 in Hannover) ist Bildhauer und lebt und arbeitet in Frankfurt am Main. Im Zentrum seiner künstlerischen Praxis stehen Materialkreisläufe, Teilhabe und die Entwicklung sozialer Räume. Er arbeitet häufig mit Restmaterialien, Fundstücken und Dingen, die ihren ursprünglichen Zweck erfüllt haben, und entwickelt daraus Räume, Formen, Werkzeuge und Situationen, die gemeinsame Erfahrungen und Begegnungen ermöglichen.
Zimmermann arbeitet als Solokünstler und in Kollektiven wie Art Ashram und Superfiliale. In seinen aktuellen Arbeiten verbindet er Materialexperimente mit Spiel, Bewegung und partizipativen Situationen. Seit 2024 entwickelt er im Rahmen von Superfiliale das Projekt DIY Ping Pong, bei dem aus vorhandenen Materialien und an unterschiedlichen Orten eigene Tischtennistische entstehen.
2010/11 wurde Zimmermann mit dem ars viva-Preis des Kulturkreises der deutschen Wirtschaft ausgezeichnet. Er war unter anderem im Bonnefantenmuseum Maastricht, im Kunstmuseum Stuttgart und in der Kunsthalle zu Kiel vertreten. 2022 realisierte er als Teil des Kollektivs Art Ashram die partizipative Future-Fossils-Factory für die documenta fifteen in Kassel.
Über die Residenz
Markus Zimmermann wird vom 28. Oktober bis 26. November im Rahmen des Residenzprogramms des Goethe-Instituts in Kooperation mit Hansen House als Artist-in-Residence in Jerusalem arbeiten. Gemeinsam mit Menschen vor Ort wird er ein DIY-Ping-Pong-Tisch-Projekt entwickeln.
Eine öffentliche Veranstaltung mit Markus Zimmermann findet am Freitag, den 20. November, statt.
Während seines Aufenthalts in Jerusalem möchte der Künstler mit Materialien und Ressourcen arbeiten, die vor Ort verfügbar sind, und untersuchen, wie diese zur Grundlage für die Gestaltung eines Objekts oder eines spielerischen Raums werden können. Ausgangspunkt ist die Erforschung des spielerischen Potenzials, das in bestehenden Materialien, Strukturen und Räumen liegt, sowie die Frage, wie diese als Plattformen für Teilhabe, Interaktion und Begegnung genutzt werden können.
Das Projekt versteht den Tisch als Ort menschlicher Begegnung und als Raum für Austausch und gemeinschaftliches Miteinander. Der Tisch wird als Ort des Zusammenkommens, des Gesprächs, des gemeinsamen Essens und des Kennenlernens verstanden. Vor diesem Hintergrund untersucht das Projekt Möglichkeiten unmittelbarer Begegnung in einer von digitaler Kommunikation geprägten Welt und fragt, wie Räume geschaffen werden können, die Präsenz, Aufmerksamkeit und zwischenmenschliche Beziehungen jenseits von Bildschirmen fördern.
Durch Beobachtung, Recherche und praktische Experimente wird der Künstler untersuchen, welche Formen des Spiels sich aus den besonderen sozialen, kulturellen und materiellen Bedingungen Jerusalems entwickeln können. Das Projekt geht der Frage nach, ob Spiel im lokalen Kontext eine reale Möglichkeit darstellt, wie es in diesem Umfeld entstehen kann und ob gerade in einer komplexen und herausfordernden Realität Spiel ein wesentliches Bedürfnis sein kann, das Begegnung, Dialog und Gemeinschaft ermöglicht.
Über den Partner
Hansen House ist ein Zentrum für Design, Medien und Technologie in Jerusalem. Es befindet sich in einem historischen Gebäude aus dem Jahr 1887, das ursprünglich als Heim für Menschen mit Lepra errichtet wurde. Heute fungiert Hansen House als öffentliches Kulturzentrum und veranstaltet Ausstellungen, Events und Projekte, die Design mit der lokalen Gemeinschaft verbinden.
Zeitraum
28.10- 26.11.2026