CLOSE TO THE EDGE
50 Jahre Punk in Israel und Deutschland
Mit Gesprächen, Konzerten und Begegnungen beleuchtet die Reihe die Geschichte und Gegenwart von Punk in beiden Ländern und fragt nach seinen kulturellen, sozialen und politischen Dimensionen.
Fünzig Jahre Wut
1976 wird weltweit als das Geburtsjahr von Punk gefeiert. Es ist das Jahr, in dem zuerst das Debüt-Album der Ramones in New York und später die ersten Singles von Damned und Sex Pistols in London erschienen. Sowohl in Israel als auch in Deutschland motivierte Punk junge Leute dazu, sich die langen Haare abzuschneiden, Bands zu gründen und eigene Zeitschriften herauszubringen. Sie fanden in Punk ein ästhetisches Vehikel, ihren autoritär verfassten, gesellschaftspolitisch konservativen und normversessenen Gesellschaften den Kampf anzusagen. Punk war laut, schockierend und hässlich. Er kultivierte die Pose radikalen Außenseitertums. Punk hieß alle willkommen, die nicht den gesellschaftlichen Erwartungen entsprechen konnten oder wollten. Last but not least war Punk eine Antwort auf das Jahrhundert der menschengemachten Katastrophen. Auschwitz, der Gulag, Hiroshima. Der Vietnamkrieg war gerade erst zuende gegangen.
Die Veranstaltungsreihe קרוב לקצה - Close to the Edge des Goethe Instituts Tel Aviv widmet sich den Gemeinsamkeiten und Unterschieden von Punk in Israel und Deutschland – historisch und aktuell.
Diskurse, Musik, Filme und mehr
19. Oktober 2026 | 20:00 Uhr
Was ist das Jüdische im Punk?
Avi Pitchon im Gespräch mit Ulrich Gutmair
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20. Oktober 2026 | 20:00 Uhr
Wir werden noch tanzen, wenn an euch schon keiner mehr denkt -
Konzert
Annette Benjamin, DVMP und Kleptomanim
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23. Oktober 2026 | 14:00 Uhr
Punkistim gegen Punker
Listening Session und Gespräch
Dana Kessler und Ulrich Gutmair
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Kontakt
Yael Elske Goldman
Sachbearbeiterin Kulturprogramme