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Liebelei

88 Min. | Spielfilm | Deutschland, 1933 | Drama/Romantik | Regie: Max Ophüls | mit engl. Untertiteln

Vorführungen und Tickets
07. November, 19:00 Uhr – Cineteca Nacional, Saal 9
12. November, 18:00 Uhr – Goethe-Institut Mexiko, Auditorium Altana

Liebelei
© Deutsche Kinemathek

Der Film basiert auf dem gleichnamigen Theaterstück von Arthur Schnitzler und ist ein Sittengemälde der Wiener Gesellschaft vor dem Ersten Weltkrieg: Leutnant Fritz Lobheimer hat seit langem eine Affäre mit der Baronin von Eggersdorf. Bei einem Opernbesuch lernt er jedoch die junge Christine kennen, zu der er sich sehr hingezogen fühlt. Obwohl er aufrichtige Gefühle für das Mädchen hegt, ist er nicht in der Lage, die Affäre mit der Baronin zu beenden. Als Baron von Eggersdorf die außereheliche Affäre seiner Frau entdeckt, fordert er Lobheimer zu einem Duell heraus. Lobheimers Freund, Leutnant Theo Kaiser, kann die militärische Führung nicht zum Eingreifen bewegen: von Eggersdorf erschießt Lobheimer im Duell, und Christine begeht Selbstmord.

Diese zarte Liebesgeschichte, der erste Film von Ophüls, der seine unverwechselbare Handschrift trägt, begründet das immer wiederkehrende Thema des Regisseurs: die Entscheidung zwischen Liebe und Lust einerseits und Pflicht und Disziplin andererseits. 
 

Max Ophüls

Max Ophüls © Filmfestival Max Ophüls Preis (1902-1957) Er arbeitete in den 1920er Jahren als Schauspieler, Regisseur und Radiosprecher in Deutschland, Wien und Breslau. Anfang 1932 drehte er seinen ersten Spielfilm: "Die verliebte Firma". "Liebelei" - nach Arthur Schnitzler - wurde zu Ophüls' größtem Filmerfolg. Nach der Premiere am 16. März 1933 verlässt er Ende März Berlin und geht nach Frankreich ins Exil. Der Erfolg des Films ermöglichte ihm einen Neuanfang im Exil.

Ophüls wird zu Projekten in der Sowjetunion und in Holland eingeladen, dreht aber die meisten seiner Filme in Frankreich; die Produzenten sind deutsche Emigranten. Ophüls, der seit 1938 französischer Staatsbürger ist, wird 1940 Soldat bei den Tirailleurs Algériens. Im Juni 1940 flieht Ophüls, der auf den Auslieferungslisten der Gestapo steht, mit seiner Familie ins unbesetzte Südfrankreich. Von dort gelingt ihm und seiner Familie im August 1941 die Flucht in die Vereinigten Staaten.

1946 schlägt der Drehbuchautor Howard Koch Ophüls als Regisseur für "Letter from an Unknown Woman" vor. Nach mehreren erfolglosen Filmprojekten kehrte Ophüls 1949 nach Frankreich zurück. Er nimmt das Angebot an, im Sommer 1954 bei "Lola Montès" Regie zu führen. Der teuerste Film im Europa der Nachkriegszeit war ein spektakulärer Misserfolg.  In Westdeutschland widmet sich Ophüls wieder dem Rundfunk. Max Ophüls stirbt am 26. März 1957.

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