Die Ehe der Maria Braun
Retrospektive Rainer Werner Fassbinder|Von Rainer Werner Fassbinder, BRD, 1978, 120 Min., DCP
-
Mexiko-Stadt
| Die Ehe der Maria Braun | |
| Regie | Rainer Werner Fassbinder |
| Drehbuch | Peter Märthesheimer, Pea Fröhlich, nach einer Idee von Rainer Werner Fassbinder |
| Hauptdarsteller | Hanna Schygulla, Klaus Löwitsch, Ivan Desny, Gottfried John, Gisela UhIen, Günter Lamprecht, George Byrd, Elisabeth Trissenaar, Isolde Barth, Peter Berling, Sonja Neudorfer, Liselotte Eder, Volker Spengler |
| Kamera | Michael Ballhaus |
| Schnitt | Juliane Lorenz und Franz Walsch |
| Produktionsfirma | Albatros / Trio Film / WDR |
| Premiere | 1987 |
Während im Zweiten Weltkrieg ringsum die Bomben fallen, heiraten Hermann Braun (Klaus Löwitsch) und Maria (Hanna Schygulla). Eine einzige Nacht bleibt ihnen, dann muss der Ehemann wieder an die Front.
Nach Kriegsende – ihr Mann, heißt es, ist gefallen – hat Maria ein Verhältnis mit dem schwarzen G.I. Bill (George Byrd). Doch Hermann kommt unerwartet aus der Gefangenschaft nach Hause. In der Konfrontation mit Mann und Liebhaber erschlägt Maria Bill mit einer Flasche. Hermann nimmt die Schuld auf sich und muss ins Zuchthaus. Maria lernt den Fabrikanten Oswald (Ivan Desny) kennen und macht sich in dessen Leben und Firma unentbehrlich, während sie auf Hermanns Entlassung wartet. Als es aber soweit ist, verschwindet der spurlos. Erst nach Oswalds Tod taucht er wieder auf. Maria erfährt von einem Vertrag zwischen den beiden Männern, demzufolge Hermann zu Lebzeiten Oswalds auf Maria verzichtete, der Fabrikant dafür aber das Ehepaar zu seinen Erben eingesetzt hat.
Statt der erwarteten Wiedersehensfeier kommt es zur Katastrophe: Maria lässt – Absicht oder Versehen? – den Gashahn des Herdes geöffnet, und während in der Radioübertragung die deutsche Fußballnationalmannschaft dem Weltmeistertitel 1954 entgegenspielt, wird das Haus von einer gewaltigen Explosion erschüttert.