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20:15 Uhr

Der Offene Blick

Rückblick: Peter Nestler|Peter Nestler | Deutschland/Österreich | 2022 | 101 Min.

  • Cineteca Nacional, Ciudad de México

  • Sprache Deutsch mit spanischen Untertiteln

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© Peter Nestler

Der offene Blick ist der zweite Film des Diptychons über die Widerstandsformen der Roma und Sinti. Im Mittelpunkt des Films stehen zahlreiche Künstlerinnen und Künstler, die im Laufe der Geschichte ihre persönlichen Erfahrungen in vielfältiger und offener Weise durch Schreiben, Zeichnen, Film und Musik zum Ausdruck gebracht haben und ihre Arbeit als kulturelles Fest und Gedenken, aber auch als Aufbegehren nutzen. Es werden die perspektiven, Arbeiten und Werke verschiedener Aktivist*nnen, Küstler*nnen und Vertreter*nnen der Sintis und Romas aus ganz Europa der Vergangenheit und Gegenwart gezeigt.

Peter Nestler

Peter Nestler © Wikimedia Commons ist ein deutscher Dokumentarfilmer und Schauspieler mit schwedischen Wurzeln. Von 1960 bis heute hat Nestler bei mehr als sechzig Filmen Regie geführt, viele davon in Zusammenarbeit mit seiner Frau Zsóka Nestler und anderen Künstlern. Nestler studierte Zeichnen und Siebdruck, arbeitete als Handelsseemann, Förster und war Schauspieler in mehreren Spielfilmen. Sein erster Film Am Siel aus dem Jahr 1962 war der erste einer Reihe von Werken über die Veränderungen der ländlichen Welt in Deutschland. Seine Filme aus den 1960er Jahren zeigen den Wandel der westdeutschen Wirtschafts- und Industriepolitik und thematisieren die gewalttätigen Hinterlassenschaften der NS-Zeit im sozialdemokratischen Nachkriegsdeutschland sowie Geschichten des politischen Widerstands und der Arbeiterbewegung. 1968 zog Nestler nach Schweden, wo er unter anderem Filme über internationale Politik und Kämpfe, den Vietnamkrieg oder die Situation in Chile drehte. Peter und Zsóka Nestler arbeiteten an mehreren Filmen über die Arbeitsbedingungen von Migranten, politischen Exilanten und ethnischen Minderheiten.  Ab Ende der 1980er Jahre drehte Nestler wieder Filme in Deutschland und arbeitete erstmals an Spielfilmen. Darüber hinaus hat er fein gearbeitete Reiseberichte verfasst, die von seinem starken Engagement für die Erhaltung der Natur und der lokalen und indigenen Kulturen inspiriert sind.