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19:15 Uhr

Die Donau rauf!

Rückblick: Peter Nestler|Peter Nestler und Zsóka Nestler | Schweden | Dokumentarfilm | 1969 | 28 Min.

  • Cineteca Nacional, Ciudad de México

  • Sprache Deutsch mit spanischen Untertiteln

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© Peter Nestler


Die Donau rauf (1969), gemeinsam mit Zsóka Nestler entstanden, ist eine Reise entlang der Donau, die verschiedene Erzählungen aus der fernen und jüngsten Vergangenheit enthüllt, vermischt mit der langsamen Fortbewegung des Bootes, der Landschaft und Bildern von Menschen bei der Arbeit. Der Film befasst sich mit der kulturellen, sozialen und politischen Geschichte des Flusses und vereint verstreute Geschichten, von den am Ufer gefundenen Überresten über die Geschichte des Schiffbaus und Handels zwischen den beiden Weltkriegen bis hin zur Bauernrevolution des 17. Jahrhunderts oder der Terror des Holocaust.

Peter Nestler

Peter Nestler © Wikimedia Commons ist ein deutscher Dokumentarfilmer und Schauspieler mit schwedischen Wurzeln. Von 1960 bis heute hat Nestler bei mehr als sechzig Filmen Regie geführt, viele davon in Zusammenarbeit mit seiner Frau Zsóka Nestler und anderen Künstlern. Nestler studierte Zeichnen und Siebdruck, arbeitete als Handelsseemann, Förster und war Schauspieler in mehreren Spielfilmen. Sein erster Film Am Siel aus dem Jahr 1962 war der erste einer Reihe von Werken über die Veränderungen der ländlichen Welt in Deutschland. Seine Filme aus den 1960er Jahren zeigen den Wandel der westdeutschen Wirtschafts- und Industriepolitik und thematisieren die gewalttätigen Hinterlassenschaften der NS-Zeit im sozialdemokratischen Nachkriegsdeutschland sowie Geschichten des politischen Widerstands und der Arbeiterbewegung. 1968 zog Nestler nach Schweden, wo er unter anderem Filme über internationale Politik und Kämpfe, den Vietnamkrieg oder die Situation in Chile drehte. Peter und Zsóka Nestler arbeiteten an mehreren Filmen über die Arbeitsbedingungen von Migranten, politischen Exilanten und ethnischen Minderheiten.  Ab Ende der 1980er Jahre drehte Nestler wieder Filme in Deutschland und arbeitete erstmals an Spielfilmen. Darüber hinaus hat er fein gearbeitete Reiseberichte verfasst, die von seinem starken Engagement für die Erhaltung der Natur und der lokalen und indigenen Kulturen inspiriert sind.