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19:00 Uhr

Josefine, die Sängerin oder Das Volk der Mäuse von Franz Kafka

Szenische Lesung|mit Kaveh Parmas

  • Goethe-Institut Mexiko, CDMX

  • Sprache Spanisch
  • Preis Kostenlos

Nach dem großen Erfolg im vergangenen Jahr präsentiert das Goethe-Institut Mexiko nun – in Zusammenarbeit mit dem Foro Cultural Austriaco und der Botschaft der Tschechischen Republik – den zweiten Teil der Kafka-Trilogie: die performative Lesung von „Josefine, die Sängerin oder Das Volk der Mäuse“ von Franz Kafka, interpretiert von Kaveh Parmas.

In diesem eindringlichen Monolog erzählt eine Maus die Geschichte von Josefine und die besondere Beziehung, die das Volk zu ihr hat. Die etwa einstündige Lesung verbindet Literatur, Theater und Reflexion auf intensive Weise.

Kafkas Spätwerk

Die Erzählung gehört – neben Der Hungerkünstler und In der Strafkolonie – zu den letzten Texten, die Franz Kafka auf dem Krankenbett überarbeitet hat. Sie ist von großer Eindringlichkeit geprägt und beleuchtet Fragen nach Kunst, Gemeinschaft und Vergänglichkeit, die bis heute nichts an Aktualität verloren haben. Der Schauspieler und Regisseur Kaveh Parmas hat die Erzählung aus dem Deutschen ins Spanische übersetzt und dramaturgisch bearbeitet. Mit dieser Lesung setzt er seine künstlerische Auseinandersetzung mit Kafka fort und lädt das Publikum ein, die existenziellen Dimensionen von Kafkas Werk neu zu erleben.

Credits

· Inszenierung und performative Erzählung: Kaveh Parmas
· Produktion: David Castillo
· Regieassistenz: Genny Galeano

Dieses Projekt ist eine Zusammenarbeit zwischen dem Goethe-Institut Mexiko, dem Österreichischen Kulturforum und der Botschaft der Tschechischen Republik.

Parmas Kaveh

Kaveh Parmas, in Teheran geboren und in Wien aufgewachsen, ist ein iranischer Künstler mit mexikanischer Staatsbürgerschaft. Er studierte Schauspiel und Musik am Max-Reinhardt-Seminar sowie am Actor’s Studio von George Tabori in Wien, wo er zwischen 1987 und 1991 eine prägende Zusammenarbeit mit dem legendären Regisseur entwickelte.

Nach seiner europäischen Laufbahn, die ihn an bedeutende Theater in Wien, Paris und anderen europäischen Städten führte, wirkte er auch in Koproduktionen zwischen Europa und Mexiko mit. Seit dem Jahr 2000 lebt er mit Unterbrechungen in Mexiko-Stadt, wo er als Mitglied des renommierten Ensembles Teatro Ciertos Habitantes internationale Anerkennung erlangte. Mit dieser Kompanie brachte er auf allen fünf Kontinenten wegweisende Produktionen wie De monstruos y prodigios, El automóvil gris, La vida es sueño und El Gallo auf die Bühne. Darüber hinaus arbeitete er mit weiteren mexikanischen Regisseur*innen und Ensembles sowie mit der Compañía Nacional de Teatro.

Als Gründer und künstlerischer Leiter der Kompanie La Giralda (seit 2000) schuf er ein bedeutendes Repertoire, das in den wichtigsten Theatern Mexikos und bei internationalen Festivals wie dem Festival Internacional Cervantino aufgeführt wurde. Von 2011 bis 2013 war er zudem wieder Ensemblemitglied am renommierten Burgtheater Wien, einem der bedeutendsten deutschsprachigen Theater.

Die künstlerische Vielseitigkeit von Parmas zeigt sich auch in seiner musikalischen Arbeit: Er veröffentlichte drei Musikalben. Seine herausragende Stellung in der zeitgenössischen Theaterszene wurde durch die zweifache Auszeichnung mit dem FONCA-Stipendium „Creadores Escénicos con Trayectoria“ (2017–2019, 2025–2027) bestätigt.