Planspiel "Klasse mit Klasse"
Deutsch hat Klasse

Planspiel Foto: Robert Wróblewski © Goethe-Institut e.V.

Nachdem der Schulladen unerwartet geschlossen wird, beschließen die Schülerinnen und Schüler Initiative zu ergreifen. Allerdings kommen ihrem Vorhaben nicht alle entgegen. Das Planspiel „Klasse mit Klasse“ bringt Jugendlichen bei, eigene Meinung zu formulieren, zu argumentieren und gemeinsame Lösungen auszuarbeiten.

Die Schule steht Kopf! Was ist los? Niemand hat je daran gedacht, dass so etwas passieren könnte. Aber die Schule Nr. 99 in der Listopad-Strasse in Złota Góra steht auf einmal ohne Versorgung da. Die schreckliche Nachricht wurde gerade bekannt. Angesichts dessen beschließen die Schülerinnen und Schüler das Problem selbst in die Hand zu nehmen. Einige von ihnen träumen schon lange von einem eigenen Schulcafé! So einfach ist es aber nicht. Von ihrer Idee müssen sie nicht nur die Schulleitung, sondern auch die Eltern und Lehrer überzeugen. Der Erfolg von ihrem Vorhaben hängt davon ab, ob alle eine gemeinsame Lösung finden können. Wird es gelingen, obwohl einige der Erwachsenen von der Idee nichts halten?

Das Planspiel „Klasse mit Klasse“ sensibilisiert Jugendliche für die Bedeutung von Partizipation im Schulalltag. Die Teilnehmenden lernen zusammenzuarbeiten und auf  ihre unmittelbare Umgebung Einfluss zu nehmen. Bei der Suche nach der Lösung müssen sie nicht nur die Bedürfnisse aller Beteiligten berücksichtigen, sondern sie auch davon überzeugen, dass auch ihre Stimme zählt.

Das Spiel ist für Schülerinnen und Schüler im Alter von 11-18 Jahren vorgesehen. Ihre Durchführung ist in Gruppen von 15 bis zu 35 Teilnehmenden möglich.

Konzept: Durch die Teilnahme am Planspiel werden die Teammitglieder mit den Methoden der partizipativen Entscheidungsfindung vertraut gemacht. Das Spiel regt die Schülerinnen und Schüler zur aktiven Mitgestaltung ihrer schulischen Umgebung an.

Methode: Im Rahmen von Planspielen werden komplexe Verhandlungs- und Entscheidungsprozesse realitätsnah simuliert. Schülerinnen und Schüler übernehmen als Teilnehmende eines Planspiels für dessen gesamte Dauer die Rolle von Vertretern von Interessengruppen. Den Hintergrund bildet eine fiktive, aber realitätsnahe Ausgangslage, das sogenannte Szenario.

Pädagogische Implikationen: Die Schülerinnen und Schüler lernen ihre eigene Meinung zu formulieren und zum Ausdruck zu bringen, konstruktiv zu diskutieren, Kompromisse zu finden und gemeinsam Entscheidungen zu treffen. Das Planspiel trainiert soziale und kommunikative Kompetenzen der Schüler. Ihre Gesprächskompetenz und ihr Selbstbewusstsein werden gestärkt, sie lernen mit einer komplexen Thematik umzugehen und eigene Interessen angemessen zu vertreten. Das Planspiel ermöglicht handlungsorientiertes Deutschlernen, dadurch dass Elemente der Sprachanimation in den Spielverlauf integriert werden.

Thema: In der Schule Nr. 99 passiert etwas Unerwartetes. Das Problem kann nur in Zusammenarbeit zwischen allen Vertretern der Schulgemeinschaft gelöst werden. Die Teilnehmer übernehmen die Rollen der Schulleitung, der Lehrer, Eltern und Schüler um gemeinsam über das weitere Vorgehen zu entscheiden.

Allgemeine Ziele:
  • Stärkung der persönlichen und sozialen Kompetenzen,
  • Handlungsorientiertes Deutschlernen,
  • Sensibilisierung der Jugendlichen für die Möglichkeiten zu Partizipation in der Schule.
Ziel des Planspiels: Das Ziel des Planspiels ist es, gemeinsam ein Problem zu lösen. Damit eine zufriedenstellende Entscheidung getroffen werden kann, müssen alle Teilnehmer in Arbeitsgruppen Vorschläge formulieren, sie ausarbeiten und begründen.

Spieldauer: 4 Unterrichtseinheiten (180 Minuten) exklusive Pausen.

Voraussetzungen: Zur Durchführung vom Planspiel ist ein Unterrichtsraum in entsprechender Größe nötig. Am Spiel sollte möglichst das gesamte Wettbewerbsteam teilnehmen. Alle Unterlagen werden vom Goethe-Institut zur Verfügung gestellt.

Durchführung: Das Planspiel kann von einem Trainer vom Goethe-Institut Warschau durchgeführt werden. Während der Dauer des Planspiels sollte eine Lehrerin oder ein Lehrer anwesend sein. Lehrende haben auch die Möglichkeit, das Spiel selbstständig durchzuführen.

Sprache: Das Planspiel kann auf Deutsch oder auf Polnisch mit Elementen der deutschen Sprache durchgeführt werden.
   

Logo CIVIC
Autoren: Holger-Michael Arndt, Dr. Alexander Burka, Georg Schwedt, Ryszard Wysocki

Idee: Ulrike Würz

 

Als Vorbereitung auf das Planspiel „Klasse mit Klasse” empfehlen wir ein Sprachtraining – das Spiel „Und du? Was meinst du dazu?“, im Rahmen von dem Schülerinnen und Schüler üben können, auf Deutsch ihre Meinung zu äußern und zu diskutieren.

Das Spiel „Und du? Was meinst du dazu?”

Sprachtraining zum Planspiel „Klasse mit Klasse“

Die Schülerinnen und Schüler gründen oder renovieren eine Schulcafeteria. Mit Hilfe von Spielkarten äußern sie ihre Meinung zur Einrichtung der Cafeteria und dem dort angebotenen Sortiment und fragen die anderen nach ihrer Meinung.


 
Top