Deutsche hoch vier

Deutsche hoch Vier © Goethe-Institut Krakau

Mo, 26.09.2022

18:30

Goethe-Institut Krakau

Diskussionsreihe zu deutschsprachigen Literatur

An der nächsten Live-Diskussion 2022 in der Reihe „Deutsche hoch Vier“ nimmt Katarzyna Fortuna, Leiterin der Kulturredaktion von Radio Kraków, Autorin von Reportagen und Literaturprogrammen, Moderatorin von mehreren Kulturprogrammen im Krakauer Rundfunk teil. Sie hat mit deutschen Rundfunks zusammengearbeitet, u.a. mit der Deutschen Welle, WDR in Köln und RBB in Berlin und leitete das Polnische Kulturinstitut in Düsseldorf sechs Jahre lang. Sie ist Mitherausgeber der in Deutschland erschienenen Anthologie der neueren polnischen Dramatik „Personen“ und Initiatorin u. a. der deutschen Ausgabe von Witold Lutosławskis Monographie „Wege zur Meisterschaft“ von Danuta Gwizdalanka und Krzysztof Meyer sowie einer Musik-CD „Piano works” von Józef Koffler, gespielt von Martin von der Heydt. Katarzyna Fortuna wurde u.a. mit dem Polnisch-Deutschen Journalistenpreis ausgezeichnet.

Wir diskutieren über den Roman: „Unterleuten“ von Juli Zeh erschienen in der polnischen Übersetzung von Katarzyna Sosnowska im Verlag Sonia Draga und über den Roman von Daniel Kehlmann „Tyll“ erschienen in der polnischen Übersetzung von Urszula Poprawska im Verlag Wydawnictwo Literackie.

Der Roman „Unterleuten” ist ein großer Gesellschaftsroman über die wichtigen Fragen unserer Zeit, der sich hochspannend wie ein Thriller liest. Gibt es im 21. Jahrhundert noch eine Moral jenseits des Eigeninteresses? Wie kommt es, dass immer alle nur das Beste wollen, und am Ende trotzdem Schreckliches passiert?

Ein idyllisches Dorf mit unberührter Natur und mit den seltenen Vogelarten verbirgt viele Geheimnisse. Hinter den Fassaden der kleinen Häuser brechen alte Streitigkeiten wieder auf, die lange Zeit unterdrückt wurden. Und obwohl niemand etwas Böses will, geschieht Schreckliches.

Juli Zeh, 1974 in Bonn geboren, studierte Jura in Passau und Leipzig. Schon ihr Debütroman "Adler und Engel" (2001) wurde zu einem Welterfolg, inzwischen sind ihre Romane in 35 Sprachen, u.a. auch ins Polnische übersetzt worden. Ihr Gesellschaftsroman "Unterleuten" (2016) stand über ein Jahr auf der SPIEGEL-Bestsellerliste. Juli Zeh wurde für ihr Werk vielfach ausgezeichnet.

„Tyll“ - sprachgewaltig, modern, mitreißend: Der Spiegelbestseller über eine legendäre historische Figur und eine aus den Fugen geratene Welt vom international gefeierten Daniel Kehlmann. Tyll Ulenspiegel - Vagant, Schausteller und Provokateur - wird zu Beginn des 17. Jahrhunderts als Müllerssohn geboren. Sein Vater, ein Magier und Welterforscher, gerät mit der Kirche in Konflikt. Tyll muss fliehen, die Bäckerstochter Nele begleitet ihn. Auf seinen Wegen durch das von den Religionskriegen verheerte Land begegnen sie vielen kleinen Leuten und einigen der sogenannten Großen. Ihre Schicksale verbinden sich zu einem Zeitgewebe, zum Epos vom Dreißigjährigen Krieg. Und mittendrin Tyll, jener rätselhafte Gaukler, der eines Tages beschlossen hat, niemals zu sterben.

Daniel Kehlmann - 1975 in München geboren, wurde für sein Werk unter anderem mit dem Candide-Preis, dem WELT-Literaturpreis, dem Per-Olov-Enquist-Preis, dem Kleist-Preis, dem Thomas-Mann-Preis und dem Friedrich-Hölderlin-Preis ausgezeichnet, zuletzt wurden ihm der Frank-Schirrmacher-Preis, der Schubart-Literaturpreis und der Anton-Wildgans-Preis verliehen. Sein Roman "Die Vermessung der Welt" ist zu einem der erfolgreichsten deutschen Romane der Nachkriegszeit geworden, und auch sein Roman "Tyll" stand monatelang auf der Bestsellerliste, schaffte es auf die Shortlist des International Booker Prize 2020 und begeistert Leser im In- und Ausland. Daniel Kehlmann lebt in Berlin.

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