2017 Interviews mit Teilnehmenden aus Belarus und Russland

Interview Foto: © Goethe-Institut Weißrussland, Orsha

Natalja (16)

Erzähl mal, warum hast du am Wettbewerb „Umwelt macht Schule“ teilgenommen? Was war die Motivation? Warum war das deinem Team wichtig?

Weil wir die Welt besser machen wollen, und weil wir die Lebensqualität in Weißrussland besser machen wollen und auch unsere Wälder, unsere Bäume retten möchten.

Wie geht es mit den Umweltprojekten an deiner Schule nach der Rückkehr nach Hause weiter? Was habt ihr für Pläne?

Wir wollen weitermachen und Nadelbäume retten und an der „Woche des Waldes“ teilnehmen.

Was hast du aus „Umwelt macht Schule“ schon mitgenommen? Was hast du gelernt? Was war das Spannendste für dich?

Es ist auf jeden Fall klar geworden, dass Umweltverschmutzung ein globales Problem ist. Der Natur geht es immer schlechter und schlechter und da müssen wir uns zusammentun und etwas dagegen machen. Ich habe außerdem viele interessante Projekte aus vielen Ländern kennengelernt und einige Ideen werden wir auch bei uns in Weißrussland anwenden können. Zum Beispiel das Projekt aus Ishewsk: Aus Holzmehl und Holzabfall Briketts als Brennmaterial selbstherzustellen, das ist einfach super und das wollen wir auf jeden Fall übernehmen.

Seit wann lernst du Deutsch?

Ich lerne seit sieben Jahren Deutsch und werde das auch, so lange ich noch zur Schule gehe, weitermachen. Nach der Schule wahrscheinlich nicht mehr, da würde ich lieber in andere Dinge Zeit investieren.

Interview Foto: © Goethe-Institut Russland, Kotowka

Olga (16), Anastasia (17), Irina (17)

Erzählt mal, warum habt ihr am Wettbewerb „Umwelt macht Schule“ teilgenommen? Was war eure Motivation und warum war euch das wichtig?

Wir wollten einfach unsere Quelle retten, sie entmüllen, diese Trinkwassermöglichkeit wiederbeleben. Denn wir haben einfach ein großes Müllproblem, überall liegen Müllberge herum. Und als wir uns daran gemacht haben, haben wir von dem Wettbewerb „Umwelt macht Schule“ erfahren und fanden das toll, das hat einfach gepasst. Und wir dachten, das kann uns auch helfen und die Teilnahme an diesem Projekt hat uns jetzt schon geholfen. Wir konnten mit der Dorfverwaltung besser kommunizieren und uns haben die Dorfbewohner besser zu gehört. Das hat dazu geführt, dass die Dorfbewohner angefangen haben den Müll hinter sich auch wegzuräumen. Wir machen das jetzt seit einem halben Jahr.

Wie geht es mit euren Umweltprojekten nach der Rückkehr nach Hause weiter? Was habt ihr für Pläne?

Also wir haben viel vor. Es gibt in unserem Dorf noch eine Trinkwasserquelle, die irgendwo unter Sand begraben ist. Unsere alten Dorfbewohner, die wissen wo diese Stelle ist und erinnern sich noch daran. Und wir werden mit ihnen zusammen diesen Platz suchen und diese Quelle wieder frei legen, eine Wasserprobe machen und hoffen, dass es gut ist und wir dann noch eine zweite Quelle haben.

Was habt ihr aus „Umwelt macht Schule“ schon mitgenommen? Was habt ihr gelernt? Was war das Spannendste für euch?

Es ist alles sehr spannend, auch wenn wir noch nicht so gut Deutsch sprechen und deswegen ist es oft mühsam zu verstehen. Wir hatten auch einen kleinen Kulturschock am Anfang. Aber was wir verstanden haben ist, dass Umweltverschmutzung ein großes und weltweites Problem ist. Wir müssen weiter machen und uns dafür einzusetzen und mehr mit anderen austauschen. Die Kontakte, die wir hier mit Armenien, Georgien oder Weißrussland geknüpft haben, sind so wertvoll.

Seit wann lernt ihr Deutsch?

Die ganze Schulzeit über und wir lieben Deutsch sehr. Ich, Anastasia, möchte nach der Schule auch damit weiter machen und plane Germanistik zu studieren.
 

Interview Foto: © Goethe-Institut Russland, Ishewsk

Dmitrij Hromich (17)

Erzähl mal, warum hast du am Wettbewerb „Umwelt macht Schule“ teilgenommen? Was war die Motivation und warum war das wichtig?

Wir haben an verschiedenen Regionalprojekten teilgenommen und dann haben wir beschlossen auch am Projekt des Goethe-Instituts teilzunehmen. Das war für mich eine erste Erfahrung an einem Umweltprojekt teilzunehmen und vor allem auf Deutsch. Das Projekt ist sehr wichtig, denn das Thema ist sehr aktuell. Also das Thema Umwelt an sich und dann auch noch ganz konkret als Thema Umweltschutz in unserer Stadt. Wir haben wirklich ein großes Problem mit Holzabfällen.

Wie geht es mit euren Umweltprojekten nach der Rückkehr nach Hause weiter? Was habt ihr für Pläne?

Die Weiterentwicklung unseres Projekts wird sein, dass so viele Menschen wie möglich über die Initiative Bescheid wissen und auch verstehen, warum es wichtig ist, unsere Briketts zu benutzen. Wir wollen auch das Herstellungssystem unserer Briketts aus Holzabfällen qualitativ besser machen.

Was habt ihr aus „Umwelt macht Schule“ schon mitgenommen? Was habt ihr gelernt? Was war das Spannendste für euch?

Mich hat diese Konferenz in Berlin sehr inspiriert und es ist einfach großartig, so viele andere Jugendliche aus verschiedenen Ländern kennenzulernen.

Seit wann lernt ihr Deutsch?

Ich lerne erst das zweite Jahr Deutsch. Ich kann noch nicht richtig gut sprechen und verstehen, aber wenn ich Texte auf Deutsch lese, dann verstehe ich fast alles. Nach diesem Projekt habe ich aber viel mehr Lust auch weiter Deutsch zu lernen.