Ausstellung Rosemarie Trockel

Rosemarie Trockel. Siesta, 2000. Acrylfarbe und Bleistift auf Papier Copyright: VG Bild-Kunst

Mi, 18.09.2019 -
So, 17.11.2019

Multimedia Art Museum Moskau

Ostozhenka 16
Metro: Kropotkinskaja, Park kultury
11902 Moskau

Das Multimedia Art Museum eröffnet am 17. September eine Ausstellung der deutschen Künstlerin Rosemarie Trockel, organisiert vom Institut für Auslandsbeziehungen (ifa) und Goethe-Institut Moskau, kuratiert von Gudrun Inboden. Weltbekannt wurde Rosemarie Trockel (geb. 1952) mit ihren großformatigen „Strickbildern“ und Elektroherd-Platten – eine ironische Überzeichnung von Geschlechterklischees. Weniger bekannt hingegen ist ihr Können in der kleineren Form. Die Ausstellung setzt hier ihren Akzent: Neben 59 Papier- und Fotoarbeiten zeigt sie Objekte, Skulpturen und Kurzfilme und vermittelt so einen konzentrierten Einblick in das künstlerische Schaffen der bekanntesten deutschen Künstlerin.

Eines der zentralen Themenfelder im Schaffen Rosemarie Trockels ist die kritische Auseinandersetzung mit weiblichen Lebenszusammenhängen und Fragen der Geschlechterdifferenz. Die in den 1980er-Jahren noch weitgehend männlich geprägte Kunstszene reizt die Künstlerin zum Widerspruch; die künstlerischen Positionen der älteren Kollegen schaffen so auf hintergründige Weise den programmatischen Ausgangspunkt für Trockels eigene Auffassung. Beharrlich formuliert sie an Gegenpositionen, in denen sie dem männlichen Künstlergenie weibliche Rollen und Themen entgegenhält. Die einzelnen Werkgruppen reflektieren so ihren Standpunkt eines dezidiert weiblichen Künstlertums.
 
Das Schaffen Rosemarie Trockels lässt sich dabei weder auf eine Gattung beschränken noch auf eine Stilrichtung festlegen. Sie arbeitet in allen Medien – Zeichnung, Malerei, Installation, Skulptur, Fotografie und Video – und verknüpft Persönliches, Ortsbezogenes und Globales, reflektiert Aspekte der deutschen sozialen und politischen Geschichte ebenso wie Prämissen der westlichen philosophischen, theologischen und wissenschaftlichen Diskurse oder kulturelle Kodierungen, Rollenmodelle und Normierungen des Kunstsystems.

IM PROGRAMM:

8.11.2019, 19:00 Uhr – Vortrag von An Paenhuysen

9.11.2019, 15:00 Uhr – Führung von An Paenhuysen

Eine Ausstellung des ifa – Institut für Auslandsbeziehungen in Zusammenarbeit mit Multimedia Art Museum (MMAM) und Goethe-Institut Moskau.

 

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