Internationale MINT-Akademie 2026 für Schülerinnen und Schüler

Die Schülerinnen erstellen gemeinsam ein Plakat. © Goethe-Institut Ukraine

Internationale MINT-Akademie: Deutsch lernen, Zukunft gestalten

Wie fühlt sich das Wattenmeer unter den Füßen an? Wie entsteht Strom aus Wind? Und wie spricht man auf Deutsch über Mikroplastik und Klimaschutz? Diesen Fragen gingen 20 Schüler*innen von PASCH- und weiteren Partnerschulen aus der Ukraine während einer zwölftägigen MINT-Akademie in Deutschland nach. Das Pilotprojekt wurde vom Goethe-Institut Ukraine in Kooperation mit der internationalen Begegnungsstätte Blockhaus Ahlhorn durchgeführt und verband Deutschförderung mit praxisnaher MINT-Bildung sowie Bildung für nachhaltige Entwicklung.

Ein besonderer Bestandteil des Programms war der fünftägige projektbezogene Deutschunterricht, der von zwei muttersprachlichen Sprachtrainerinnen gestaltet wurde. Im Mittelpunkt standen die Themen Nachhaltigkeit, Mobilität, Wasser, Energie und Natur. Die Schülerinnen erweiterten dabei ihren thematischen Wortschatz, bereiteten sich sprachlich auf die Fachworkshops und Exkursionen vor und konnten ihre Deutschkenntnisse anschließend in Expertengesprächen unmittelbar anwenden.

Im Mittelpunkt der MINT-Akademie standen Zukunftsthemen wie erneuerbare Energien, Klimaschutz, Küstenökologie und Mikroplastik. In Workshops, Experimenten und Expertengesprächen vertieften die Teilnehmerinnen ihr naturwissenschaftliches Wissen und entwickelten gemeinsam Ideen für nachhaltige Lösungen. Exkursionen führten sie zum Oldenburger Unternehmen energy & meteo systems GmbH, ins Goldenstedter Moor, nach Bremen und auf die Nordseeinsel Spiekeroog. Dort erkundeten sie bei einer Wattwanderung das UNESCO-Weltnaturerbe Wattenmeer und konnten viele Inhalte aus den vorbereitenden Workshops unmittelbar erleben.

Dass die Verbindung vom Deutschlernen und MINT-Themen einen nachhaltigen Eindruck hinterlassen hat, bestätigt auch die Lehrkraft Nataliia Dymar (Wissenschaftliches Lyzeum Nr. 3, Poltawa): “Die MINT-Akademie ist ganz wichtig für unsere Kinder. Sie hilft ihnen dabei, die Natur und die Wissenschaft besser zu verstehen.” Auch die Begleitlehrkraft Larysa Popenko (Lyzeum Nr. 7, Riwne) beobachtet, dass die Erfahrungen weit über die Akademie hinauswirken: “Meine Schülerinnen und Schüler verstehen jetzt, dass ein Leben ohne MINT nicht möglich ist.”

Neben dem fachlichen Programm bot die MINT-Akademie zahlreiche Gelegenheiten für Begegnung und gemeinsames Erleben. Ob beim Sport, in kreativen Workshops, beim Grillabend oder während der Talentshow – die Jugendlichen wuchsen schnell zu einer Gemeinschaft zusammen und knüpften neue Freundschaften. Was die MINT-Akademie für die Teilnehmenden persönlich bedeutet, bringt der Schüler Hordii Sakalo (Tscherkasy) auf den Punkt: “Die MINT-Akademie bedeutet für mich: neue Freundschaften, neue Kenntnisse und neue Erfahrungen.” Die MINT-Akademie zeigte eindrucksvoll, wie sich Deutschförderung, MINT-Bildung und Bildung für nachhaltige Entwicklung miteinander verbinden lassen. Das Pilotprojekt eröffnete den Teilnehmerinnen neue fachliche Perspektiven, stärkte ihre Sprach- und MINT-Kompetenzen und machte deutlich, wie gemeinsames Lernen über Schul- und Ländergrenzen hinweg gelingen kann.

Mit der erfolgreichen Pilotphase wurde der Grundstein für die Aufbau einer internationale MINT-Akademie gelegt. Ziel ist es, künftig Schülerinnen und Schüler aus weiteren PASCH-Ländern zusammenzubringen und ihnen durch gemeinsames Forschen, Deutschlernen und den interkulturellen Austausch neue Perspektiven zu eröffnen.

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