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Filmtourismus
Washingtons verborgene Seite

Drehort aus dem Film „Das Vermächtnis des geheimen Buches“ mit Nicolas Cage und Harvey Keitel
Drehort aus dem Film „Das Vermächtnis des geheimen Buches“ mit Nicolas Cage und Harvey Keitel | © Patricia Schwenkert

Reisen und neue Orte entdecken ist nicht nur spannend, sondern auch bereichernd. Wenn man als Filmtourist*in unterwegs ist, kann sich der Spaß noch vervielfachen, denn plötzlich werden auf den ersten Blick banal erscheinende Orte zu etwas, das den meisten anderen Touristen vermutlich verborgen bleibt. 

Von Patricia Schwenkert

Für mein Praktikum am Goethe-Institut Washington bin ich zum ersten Mal überhaupt in die US-amerikanische Hauptstadt gereist. Im Gegensatz zu Städten wie Los Angeles oder New York ist Washington, D.C. nicht unbedingt die Stadt, an die man als erstes denkt, wenn es um Schauplätze bekannter Filme geht. 

Doch diese gibt es auch hier! Auf meiner Erkundungstour durch die Stadt habe ich einige dieser Drehorte besucht und versucht bekannte Szenen nachzustellen.

National Treasure

Washington, D.C. hat nicht nur eine besondere Bedeutung wenn es um die US-amerikanische und Weltpolitik geht, die Stadt beherbergt darüber hinaus auch einige der wertvollsten Schätze und Dokumente der Vereinigten Staaten, wie beispielsweise die Unabhängigkeitserklärung. 

In dem Film Das Vermächtnis der Tempelritter macht sich der Protagonist Benjamin Gates, gespielt von Nicolas Cage, auf die Suche nach einem sagenumwobenen Schatz. Um diesen zu finden, folgt er geheimen Hinweisen, von denen sich einer ausgerechnet auf der Rückseite der Unabhängigkeitserklärung befindet. Nachdem ihm der Zugriff darauf verweigert wird, sehen er und seine Freunde keinen anderen Weg, als die Erklärung aus dem National Archiv zu stehlen. Während sich Ben unbemerkt in das Gebäude einschleicht, wartet sein Komplize Riley in einem Van auf der gegenüberliegenden Seite der Straße, direkt an der US Navy Memorial Plaza, auf der Höhe von 700 Pennsylvania Avenue. 
  • Drehort aus dem Film „Das Vermächtnis der Tempelritter“ vor dem National Archiv © Patricia Schwenkert

    Drehort aus dem Film „Das Vermächtnis der Tempelritter“ vor dem National Archiv

  • Ausschnitt aus dem Film „Das Vermächtnis der Tempelritter“ © Patricia Schwenkert

    Ausschnitt aus dem Film „Das Vermächtnis der Tempelritter“

  • Vergleich zwischen Drehort und Filmszene © Patricia Schwenkert

    Der Vergleich zwischen Drehort und Filmszene

Superhelden in washington, d.c.

Natürlich dürfen in dieser Liste auch Superhelden nicht fehlen! Obwohl das DC- und Marvel-Universum im Grunde voneinander getrennt sind, scheinen ihre Helden eine gemeinsame Vorliebe für die National Mall zu hegen.

Bereits 2014 entdeckte Steve Rogers, gespielt von Chris Evans, in dem Film The Return of the First Avenger die National Mall als perfekten Ort für seine täglichen Sporteinheiten. Hier lernt er auch seinen guten Freund Sam Wilson kennen, gespielt von Anthony Mackie. Nach erfolgreichem Training lässt sich der erschöpfte Sam unter einem Baum in der Nähe des Capitols nieder. Dieser befindet sich an der Kreuzung zwischen Madison Drive und 3rd Street. Aus eigener Erfahrung kann ich bestätigen, dass dieser Ort auf jeden Fall zu einer kleinen Rast auf dem Weg zwischen dem Capitol und dem Lincoln Memorial einlädt! 
  • Drehort aus dem Film „The Return of the First Avenger“ auf der National Mall vor dem US-Capitol © Patricia Schwenkert

    Drehort aus dem Film „The Return of the First Avenger“ auf der National Mall vor dem US-Capitol

  • Ausschnitt aus dem Film „The Return of the First Avenger“ © Patricia Schwenkert

    Ausschnitt aus dem Film „The Return of the First Avenger“

  • Vergleich zwischen Drehort und Filmszene © Patricia Schwenkert

    Der Vergleich zwischen Drehort und Filmszene

Drei Jahre später besuchte auch Spider-Man die US-Hauptstadt. In Spider-Man: Homecoming stößt eine kriminelle Organisation auf außerirdische Technologie, die sie für den Bau neuer Waffen verwendet. Eine davon gerät in den Besitz von Peter Parker, gespielt von Tom Holland, und dessen Freund Ned während ihrer Klassenfahrt nach Washington, D.C. Der nichtsahnende Ned und seine Mitschüler befinden sich gerade im Aufzug des Washington Monuments, als die Waffe in seinem Rucksack zu detonieren droht. Peter erscheint zum richtigen Zeitpunkt am Eingang des Monuments, wo ihn seine Freundin MJ, gespielt von Zendaya, über die Situation informiert und er als Spider-Man Schlimmeres verhindert.  
  • Drehort aus dem Film „Spider-Man: Homecoming“ vor dem Washington Monument © Patricia Schwenkert

    Drehort aus dem Film „Spider-Man: Homecoming“ vor dem Washington Monument

  • Ausschnitt aus dem Film „Spider-Man: Homecoming“ © Patricia Schwenkert

    Ausschnitt aus dem Film „Spider-Man: Homecoming“

  • Vergleich zwischen Drehort und Filmszene © Patricia Schwenkert

    Der Vergleich zwischen Drehort und Filmszene

Auch eine der mächtigsten Heldinnen des DC-Universums hat sich in Washington, D.C. niedergelassen. In Wonder Woman 1984 setzt sich Diana, gespielt von Gal Gadot, weiter für Gerechtigkeit und Frieden ein. Nach langer Trennung finden Diana und ihre große Liebe Steve, dargestellt von Chris Pine, wieder zueinander. Sie genießen ihre gemeinsame Zeit und tanzen unter anderem am Reflecting Pool des Lincoln Memorials.
  • Drehort aus dem Film „Wonder Woman 1984“ am Reflecting Pool des Lincoln Memorials © Patricia Schwenkert

    Drehort aus dem Film „Wonder Woman 1984“ am Reflecting Pool des Lincoln Memorials

  • Ausschnitt aus dem Film „Wonder Woman 1984“ © Patricia Schwenkert

    Ausschnitt aus dem Film „Wonder Woman 1984“

  • Vergleich zwischen Drehort und Filmszene © Patricia Schwenkert

    Vergleich zwischen Drehort und Filmszene

Der Exorzist

Ein wahrer Klassiker unter den (Horror)Filmen ist Der Exorzist. Gedreht wurde der Film zu Beginn der 1970er Jahre in Georgetown, einem der ältesten Stadtviertel von Washington, D.C. Der Film handelt von Regan, einem 12-jährigen Mädchen, das sich plötzlich sehr merkwürdig verhält. Es stellt sich heraus, dass sie von einem dämonischen Wesen besessen ist, der nur mit Hilfe zweier Priester durch einen Exorzismus ausgetrieben werden kann. 

Regans Elternhaus befindet sich an der Kreuzung der 36. Straße und der Prospect Street NW in Georgetown. Hier spielen sich im Film die Heimsuchungen ab und auch der eigentliche Exorzismus wird hier durchgeführt. 

Um das Mädchen vor dem Dämon zu retten, opfert sich Priester Damien Karras, indem er das Wesen Besitz von sich ergreifen lässt. Mit letzter Kraft wirft er sich anschließend aus dem Fenster des Hauses und stürzt eine steile Steintreppe hinunter in den Tod. Diese Treppe ist bis heute bekannt als „The Exorcist Steps“ und befindet sich direkt neben dem besagten Haus in einer schmalen Gasse. Sie ist außergewöhnlich steil und während des Aufstiegs geraten auch die Fittesten unter uns außer Atem. Kaum vorstellbar also, dass sich der arme Stuntman für die Todesszene des Priesters gleich zweimal die Stufen hinunterstürzen musste.
  • Drehort aus dem Film „Der Exorzist“ in Georgetown © Patricia Schwenkert

    Drehort aus dem Film „Der Exorzist“ in Georgetown

  • Ausschnitt aus dem Film „Der Exorzist“ © Patricia Schwenkert

    Ausschnitt aus dem Film „Der Exorzist“

  • Vergleich zwischen Drehort und Filmszene © Patricia Schwenkert

    Der Vergleich zwischen Drehort und Filmszene

Washington, D.C. hat also nicht nur die offensichtlich touristischen Orte zu bieten, sondern auch viele dieser verborgenen, ungesehenen Flecken. Es lohnt sich also durchaus, auch den kleinen Dingen Aufmerksamkeit zu schenken, wie beispielsweise einer unscheinbaren Baumwurzel, die zum Verweilen einlädt.

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