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Gradation Descent

Künstler

Nirav Beni
Land: Südafrika

Nirav Beni © privat Nirav Beni ist ein in Südafrika geborener Ingenieur und Medienkünstler. Er verfügt über einen B.Sc. in Mechatronik-Ingenieurwesen von der University of Cape Town und absolviert derzeit einen MA in Information Experience Design am Royal College of Art in London. Er positioniert sich an der Schnittstelle von Kunst und Technologie, an der es ihm möglich ist, KI, maschinelles Lernen und weitere neue Medien in seine Praxis einzubeziehen. Sein Ziel ist es, audiovisuelle, immersive und interaktive Installationen zu schaffen, die darauf ausgerichtet sind, gemeinsame und wirkungsvolle Erfahrungen zu kreieren und sich mit Themenkomplexen wie der Mensch-Maschine-Beziehung auseinandersetzen.
Die Arbeit „Gradation Descent“ von Nirav Beni beweist ein gutes Gespür für visuelles Tempo. Indem er dem maschinellen „Lese“-Vorgang ein rhythmisches Gefühl hinzufügt, erschafft er eine interessante Projektion des Blicks einer Maschine – obgleich sie nicht vollständig imitiert, wie eine Maschine normalerweise arbeiten würde. Schritt für Schritt wird Alexandre Cabanels „Fallen Angel“ algorithmisch nachbearbeitet; und in der schachbrettartigen Textur, die der Blick hinterlässt, offenbaren sich die diskreten Mechanismen der Algorithmen, die ein Bild niemals als Ganzes analysieren und synthetisieren, sondern dies nur in einzelnen Teilen vollziehen können.
Diese Arbeit ist ein kurzes audiovisuelles Video, das eine konzeptionelle Nachahmung oder visuelle Neuinterpretation von Algorithmen des maschinellen Lernens und der Bildverarbeitung zeigt, die auf Alexandre Cabanels Gemälde „Fallen Angel“ einwirken.

Die bewegten Bilder stammen aus dem Generative Adversarial Network (GAN). Da das GAN mit existierenden Bildern trainiert wird, produziert es seine eigenen „gefälschten“, beinahe identischen, dabei aber leicht abweichenden Versionen. Der Algorithmus gleitet über das Original, verarbeitet jeden Block des ursprünglichen Bildes und formt ein KI-generiertes Bild. Auf diese Weise entsteht eine „gefälschte“ Collage als Ausgabebild, die die Ähnlichkeiten wie Diskrepanzen zwischen Original und Ersatz hervorhebt. Die gleitende Bewegung wird durch Audiosignale eines melancholischen Klaviers ausgelöst, das ein Stück spielt, das eigens zur Begleitung der tränenreichen Visuals des gefallenen Engels produziert wurde.
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