Filmvorführung German Cinema Now! Der Hund von Baskerville (Richard Oswald)

Filmstill „Der Hund von Baskerville“ © Flicker Alley

Mi, 25.08.2021 -
Do, 26.08.2021

Online

Die monatliche Filmreihe GERMAN CINEMA NOW! wird vom Goethe Pop Up Seattle kuratiert. Dieses Jahr beschäftigt sich die Reihe mit Themen wie Bruch und Kontinuität, um einen öffentlichen Dialog darüber anzuregen, wie genau die Vergangenheit unsere Gegenwart prägt und eine grundverschiedene Zukunft beeinflussen kann.
 
Die Filmreihe wird in Kooperation mit dem Northwest Film Forum Seattle präsentiert. Der Erlös der Tickets unterstützt das Northwest Film Forum.
 
Diese Vorführung findet online statt. Wir bitten um Registrierung vorab und ermutigen zu einer kleinen Spende. Der Film steht Zuschauer*innen in den USA vom 25. August, 17 Uhr PDT, bis zum 26. August, 17 Uhr PDT, zur Verfügung.
 
Der Film wird begleitet von einem Gespräch mit Filmkonservator Rob Byrne, der diese Fassung von Der Hund von Baskerville im Jahr 2018 restauriert hat.
 
Über den Film:
 
Der Hund von Baskerville

Regie: Richard Oswald
Deutschland | 1929 (2018 restauriert) | 65 Min.

“On the Devonshire moor, the ancient legend of a spectral hound still haunts the Baskerville family…”
 
Ein düsteres Gutshaus in einer Winternacht—gotische Fenster und Bogen, ein Prachtexemplar der Filmarchitektur—die Atmosphäre sickert vom Moor ein…Gentlemen am Rauchen und Portweintrinken, eingefangen aus verschiedenen Blickwinkeln…Augen hinter dem Wasserspeier…Ein furchtbares Heulen: Lord Charles Baskerville geht hinaus zum Moor—und wird bald tot aufgefunden, neben den Spuren eines überdimensionalen Hunds. Der Vollstrecker seines Testaments, Dr. Mortimer, fährt nach London, um den großen Detektiv Sherlock Holmes um Hilfe zu bitten. Anonymen Briefen ungeachtet, wonach er sich vom Moor fernhalten soll, reist der Erbe des Hauses, Sir Henry, zurück, um Baskerville zu übernehmen. Er muss verteidigt werden vor dem Familienfluch, dem Hund, oder welcher Kraft auch immer, die hinter der jüngsten Gewalt steht. Holmes schickt seinen treuen Kompagnon Watson nach Baskerville, während er seine eigene, geheime Ermittlung lanciert.
 
Der Hund von Baskerville regt zu den verschiedensten Interpretationen des Conan Doyle-Stoffs an: Lässt der Generationenfluch des Geisterhundes die Rückkehr der Unterdrückten vermuten? Von den Verbrechen der Vergangenheit? Von der Wildheit des Es? Gibt es tatsächlich eine rationale Erklärung für alles? 
 
Richard Oswald (1880-1963), jüdisch und aus Wien stammend, war ein Pionier des deutschen LGBT-Films (Anders als die Anderen, 1919) und Horrorkinos (Unheimliche Geschichten, 1919). Er wurde im übertragenen Sinne selber während seiner gesamten Karriere vom Hund von Baskerville verfolgt. Vierzehn Jahre nach seiner dreiteiligen Adaptation des Romans (1914-15) filmte er 1929 diesen raffinierten, atmosphärischen Spielfilm, der die letzte Holmes-Adaptation der Stummfilmzeit sein wird. Mit seiner internationalen Besetzung (allen voran der amerikanisch-britische Carlyle Blackwell als Holmes), gilt der Film als Abschiedsgruß einer verlorenen Ära des transnationalen Kinos, bevor Ton und Krieg alles verändert haben.  
 
Die gelungene Restauration wurde produziert vom San Francisco Silent Film Festival unter der Leitung des Filmkonservators Rob Byrne in Zusammenarbeit mit dem Polnischen Filmarchiv. Die restaurierte Fassung wird begleitet von einer neuen Ensemble-Musik von Günter Buchwald, Frank Bockius und Sascha Jacobsen.
 
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