Gastspiel Florentina Holzinger: Apollon

Apollon © Florentina Holzinger

22.-23.02.20
19.30 Uhr

NYU Skirball Center

566 LaGuardia Place
New York, NY 10012

In Apollon kombiniert die für ihre Kompromisslosigkeit bekannte Choreografin Florentina Holzinger Fin de siècle-Freak-Shows mit Live-Kunst der 1960er Jahre und bietet so eine neue Perspektive auf den Bruch zwischen hoher Kunst und Entertainment. Mit dieser aberwitzigen und furiosen Zerstörung einer klassischen Erzählung thematisiert Holzinger den Mythos der "perfekten Frau", der Künstlerin selbst. 

Fünf Frauen setzen sich mit dem neoliberalen Körperkult auseinander, springen zwischen der Ästhetik eines okkulten Fitness-Studios und einem Cyborg-Stierkampf, mit einem Hauch von George Balanchines neoklassischem Ballett-Quartett Apollon

Das ursprüngliche Ballett dreht sich um Apollon, den griechischen Gott der Musik, der von den drei Musen Terpsichore, Polyhymnia und Calliope ersucht wird und zwischen ihnen eine Favoritin wählen muss. Holzinger entfernt den männlichen Apollon aus dieser Gleichung, indem sie den männlichen Blick umkehrt und den Gott dekonstruiert. Aufführungen, die gleichzeitig lustig, gefährlich und ekelhaft sind, stellen weibliche Performance, männliche Macht und die Kultivierung des Körpers in Frage.

Hinweis: Apollon ist für Personen ab 18 Jahren geeignet.

Florentina Holzinger wohnt und arbeitet in den Niederlanden. Ihre Arbeit bewegt sich im Grenzbereich zwischen Performance-Kunst, Choreographie, Ritual und Stunt-Show. Sie spielt bewusst mit der Verschiebung von Grenzen zwischen Hochkultur und Unterhaltung, erforscht verschiedene Arten von weiblicher Repräsentation und hinterfragt das volle Potenzial von weiblicher Körperlichkeit. Aus ihrer Zusammenarbeit mit dem Choreographen/Performer Vincent Riebeek entstand eine Trilogie von Stücken: Kein Applaus für Scheisse, Spirit und Wellness. Darüber hinaus schuf sie Recovery, Apollon und TANZ. Ab 2021 wird Florentina als Artist-in-Residence an der Volksbühne Berlin tätig sein. 

Dieses Projekt wird vom Fonds für Darstellende Künste NL, der Generaldelegation der Regierung von Flandern in den USA und dem Goethe-Institut New York im Rahmen des Programms Niederländische Kultur USA des Generalkonsulats der Niederlande in New York und dem Österreichischen Kulturforum unterstützt.

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