Ausstellungseröffnung GUTE AUSSICHTEN – JUNGE DEUTSCHE FOTOGRAFIE 2017/2018

GUTE AUSSICHTEN 737x320 Foto: Julian Slagman - Vergissmeinnicht, www.guteaussichten.org

Mi, 28.03.2018

Goethe-Institut Hanoi

56-58 Nguyen-Thai-Hoc-Str.
Ba Dinh
Hanoi

Am Rand des Regenbogens: Mit Bildern über Bilder sprechen

Und so gern ich an eine Wahrheit jenseits der Illusion glauben würde, glaube ich doch inzwischen, dass es sie nicht gibt. Denn zwischen der „Realität“ auf der einen Seite und dem Punkt, an dem der Geist die Realität trifft, gibt es eine mittlere Zone, einen Regenbogenrand, wo die Schönheit ins Dasein kommt, wo zwei sehr unterschiedliche Oberflächen sich mischen und verwischen und bereitstellen, was das Leben nicht bietet: und das ist der Raum, in dem alle Kunst existiert und alle Magie. Und - das würde ich noch behaupten – alle Liebe.“

Donna Tartt

„Der Distelfink“. Ins Deutsche übertragen von Rainer Schmidt und Kristian Lutze. 1. Auflage. München 2013, S. 1021.


Das Goethe-Institut Hanoi präsentiert erstmals in Vietnam die Ausstellung des renommierten deutschen Nachwuchsförderpreises „gute aussichten – junge deutsche fotografie“ mit den 53 ausgezeichneten Werken der 8 Preisträger im Wettbewerb 2017/2018.

Durch acht Geschichten hinter all diesen Bildern haben alle Liebhaber der Fotografie die Möglichkeit, eine aufregende Reise „an den Rändern des Regenbogens“ mit den unvergesslichen Erlebnissen zu machen. Eine Japanerin, die in Deutschland lebt, rekonstruiert japanische und deutsche Familiengeschichten; ein Bildersammler, dessen Familie aus Holland stammt, erklärt Fotografie zu einem Familienmitglied; ein in Deutschland geborener Sohn portugiesischer Eltern beleuchtet Portugal, indem er seinen Kindheitserinnerungen "vom Rücksitz" aus folgt. Ein Fotograf, gebürtig in der deutschen Provinz, begibt sich auf die Spur der Zukunft; eine in Usbekistan geborene Bildfinderin setzt Deutsche mit Migrationshintergrund in Szene, die im Auge der Betrachter nicht "Deutsch" sind. Eine Alchimistin der "dunklen Kammer" öffnet die Tür zur magischen Welt eines alltäglichen Gegenstands; ein junger Mann sucht Bilder für das Unaussprechliche; eine junge Frau führt uns die Konstruktion unserer Wirklichkeiten fast schmerzhaft vor Augen.

Allen gemeinsam ist, dass der Schlüssel zu ihren Bildräumen in unserer Vorstellung liegt. Also jenseits einer vermeintlichen Realität, dort, wo wir unsere Sinne öffnen für das, was wir nicht kennen und nicht wissen.

Zur Eröffnung sind zwei herausragende deutsche Fotografen anwesend: Rebecca Sampson und Jewgeni Roppel. Sie führen in die Ausstellung ein.

Rebecca Sampson © Rebecca Sampson Rebecca Sampson (*1984), Gewinnerin von gute Aussichten – Junge deutsche Fotografie 2011 und von gute Aussichten Deluxe 2017, hat in Berlin Fotografie an der Fotoschule am Schiffbauerdamm und an der Ostkreuzschule für Fotografie und Design studiert. Seit 2009 bis heute wurden ihre Fotos in 24 Ausstellungen in Europa, Indien, Mexico und den USA gezeigt.

Jewgeni Roppel © Jewgeni Roppel Jewgeni Roppel (*1983), Gewinner von gute Aussichten – Junge deutsche Fotografie 2015 und 2016, hat visuelle Kommunikation in Hildesheim und Grafik & Design an der University of Wiscosin, Stout in den USA studiert. Nach seinem Master an der Burg Giebichenstein in Halle schloss er ein zweites Masterstudium in Fotografie und Bildmedien an der Fachhochschule Bielefeld ab. Seit 2009 hat er an 65 Solo- und Gruppenausstellungen in Asien, Europa, dem Nahen Osten und den USA teilgenommen. Roppel kooperiert mit zahlreichen Magazinen und Zeitungen, darunter: Die Zeit, Der Spiegel.
 

ÜBER DAS PROJEKT „GUTE AUSSICHTEN – JUNGE DEUTSCHE FOTOGRAFIE“ 

gute aussichten – junge deutsche fotografie wurde 2004 von Josefine Raab und Stefan Becht gegründet. Jedes Jahr wurden die Professoren aller deutschen Hochschulen und Akademien, die einen Studiengang Fotografie anbieten, dazu eingeladen, uns maximal fünf ihrer Abschlussarbeiten zu schicken. Eine namhaft besetzte Jury kürt aus den Einsendungen die besten Portfolios, die anschließend national und international in verschiedenen Ausstellungen, Aktionen und Medien der Öffentlichkeit vorgestellt werden. In den letzten 12 Jahren wurden die Aktivitäten beständig ausgeweitet. Laut dem Magazin „Der Spiegel“ ist gute aussichten „der renommierteste Wettbewerb für junge Fotografen“ in Deutschland.
 

PREISTRÄGER 2017/2018 

 

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