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Annäherung in Vietnam an eine Weltliteratur
Antigone

Antigone© Goethe-Institut Hanoi

Ausschreibung

Einführung

Die ANTIGONE von Sophokles (5. Jahrhundert v. Chr.) inspiriert seit fast zweieinhalbtausend Jahren Künstler und Kulturschaffende im Westen und Osten, über die menschliche Natur und unseren Platz in der Gesellschaft nachzudenken. In Vietnam gibt es zwar zwei Übersetzungen, aber das Stück ist unbekannt und wahrscheinlich noch nie auf die Bühne gebracht worden.

Das Drama ANTIGONE dürfte aber hoch interessant sein, wenn man diese Frauenfigur mit der Dem Mädchen Kieu vergleicht. Das Mädchen Kieu von Nguyen Du ist das vietnamesische Nationalepos. Aus der Kenntnis dieses Werks der Weltliteratur ist ANTIGONE vertraut und doch so anders. Denn wie KIEU kommt Antigone aus einem guten Zuhause, trifft aus moralischen Gründen eine gute Entscheidung und ist dann Machtstrukturen und Gewalt in ihrer Umgebung ausgeliefert. Ihre Haltung ist sowohl Beispiel als auch Warnung für uns heute.
 
Der besondere Bezug zu Vietnam lässt sich durch die Parallelen zu Kieu und durch konstruierbare Bezüge zur Geschichte Vietnams herstellen. Denn bei ANTIGONE geht es um Loyalität gegenüber Familie und Staat, um Menschenwürde und sozialen Zusammenhalt, um den Verlauf der Geschichte und die Bedeutung des Einzelnen in der Gesellschaft. Oder ist doch alles eine Frage des Karma?
 
Das Jugendtheater plant, ANTIGONE im Jahr 2022 auf die Bühne und online zu bringen. Das Goethe-Institut lädt vietnamesische Kreative ein, die Bedeutung des Textes für das vietnamesische Publikum zu erkunden: auf einem Symposium sowie durch verschiedene künstlerische Ansätze für diese großartige weibliche Figur: ANTIGONE.

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