#Blog 8
Zucker
Nun aber endlich zum Zuckerbrot. Die richtige Bezeichnung des „Zuckerhuts“, ein hübscher Felsen am Strand, ist verwirrend, da in der Bedeutung in den unterschiedlichen Sprachen variierend, und hat mich manchmal in Situationen gebracht, in der mein Gegenüber nicht wusste, wovon ich sprach, wenn ich nach dem „chapéu (Hut) de acúcar“ fragte. Von den Brasilianer*innen wird er „ZuckerBROT“ genannt.
Interkulturelles Missverständnis
Warum also mussten die Deutschen aus „Brot“ „Hut“ machen? Folgende Erklärung halte ich für die stichhaltigste: Der Felsen hatte die Form von Zuckerrohr-Blöcken, die die Portugiesen Zuckerbrote nannten und nach Europa verschifften.
Zuckerbrot | @ Leo Poppe
Bergsteigen
Man kann das Zuckerbrot, also das aus Stein, nicht den Zucker, übrigens besteigen. Dazu muss man nicht, wie meine Mitbewohnerin es gemacht hat, unbedingt hinaufklettern. Man kann auch, wie ich es gemacht habe, mit einer Seilbahn hochfahren. Ich schaffe zwar nur einen Klimmzug und meine Mitbewohnerin wahrscheinlich 300, trotzdem war ich mir danach nicht sicher, ob ich nicht lieber das Klettern hätte versuchen sollen. Ich habe nämlich anscheinend Höhenangst, und als sich in der Seilbahn, einer Glaskugel ähnlich, der Boden immer weiter von mir entfernt hat, hielt ich mich so fest ich konnte an meiner Freundin fest, als hätte das meine Sicherheit irgendwie erhöht.
Ausblick vom Zuckerbrot | @ Leo Poppe
Als wir die Jesus-Statue besucht haben, war ich daher sehr froh, dass wir dort nicht Seil-, sondern Bimmelbahn fahren mussten. Da kann sich wenigstens der Boden nicht entfernen. Oben angekommen hatten wir mal wieder einen atemberaubenden Ausblick auf die Stadt. Aber es gab auch hungrige Affen, die man begutachten konnte.
Affe | @ Leo Poppe
Leonard Poppe studiert die Fächer Geschichte und Geographie an der Universität Hamburg und absolvierte vom 21.10.-16.12.2022 ein Schulwärts!-Praktikum an der Escola Intercultural Brasil-Alemanha in Vista Alegre, Rio de Janeiro.