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USA
Ausstellung von Anne Imhof

Eliza Douglas bei der Probe für die Performance „Sex‟, 2019
Eliza Douglas bei der Probe für die Performance „Sex‟, 2019 | Foto: Nadine Fraczkowski. Mit freundlicher Genehmigung der Galerie Buchholz

Die preisgekrönte Künstlerin Anne Imhof zeigt vom 30. Mai bis zum 7. Juli 2019 im Art Institute of Chicago ihre neue Ausstellung „Sex“ und rückt dabei komplexe Machtverhältnisse in den Fokus. Die Ausstellung ist Teil des Deutschlandjahres, das vom Goethe-Institut realisiert noch bis Ende des Jahres die transatlantischen Beziehungen mit über 1500 Veranstaltungen in allen US-Bundesstaaten stärken will.

Chicago
30. Mai bis 7. Juli 2019

 
Anne Imhof, 1978 in Gießen geboren, gehört zu den bedeutendsten Künstlerinnen ihrer Generation. Ihr Werk umfasst Zeichnung, Malerei, Musik sowie installative und performative Elemente. Zu ihren bekanntesten Arbeiten zählt der dreiteilige, unter anderem in Berlin, Basel und Montréal gezeigte Werkzyklus „Angst“ – die opernhafte Fusion zwischen Installation und Performance wurde 2016 zu den meist beachteten Kunstereignissen gezählt. Im Folgejahr entwarf Imhof für den deutschen Pavillon auf der Biennale in Venedig die Arbeit „Faust“, die mit dem Goldenen Löwen ausgezeichnet wurde.

Performances am Pier

Im Kontext des Deutschlandjahres USA „Wunderbar Together“ eröffnet die Künstlerin am 30. Mai im Art Institute of Chicago ihre erste große US-amerikanische Einzelausstellung. Die schlicht mit „Sex“ betitelte Ausstellung ist eines von drei gleichnamigen Kapiteln, die als Koproduktion mit der Londoner Tate Modern und dem Castello di Rivoli in Turin in Auftrag gegeben wurden. Das Herzstück der Ausstellung ist ein langer hölzerner Pier, eine imposante Skulptur, die zugleich als Schauplatz für Performances dient. In den ersten Tagen der Ausstellung zeigt Imhof neu entwickelte Choreografien, Musik und Klangarbeiten, die von sechs Tänzerinnen und Musikern aufgeführt werden. Danach kann die Ausstellung in Chicago, die mit einer Laufzeit von sechs Wochen das umfangreichste der drei Kapitel ist, weiterhin besichtigt werden: Licht und Ton verbleiben als performative Elemente in der Installation.
 
Erotik, die der Titel vermuten lassen könnte, wird in der Ausstellung jedoch nicht direkt thematisiert. Imhof hinterfragt in „Sex“ gedankliche Aspekte desselben, Selbstfindung und Gewaltakte und untersucht, wie Gegensätze und Machtverhältnisse ineinander übergehen. Zusätzlich zu den Performances werden in der Ausstellung neue Gemälde und Skulpturen zu sehen sein, die den für ihre Arbeit charakteristischen Komplex aus Technologie, Isolation und Identität beleuchten. Zusammen vereinen die Werke die Bereiche Musik, Choreographie, Malerei sowie Bildhauerei und bilden eine neuartige Installation, die an Imhofs vorherige ästhetische Visionen anknüpft.

Wunderbar Together

Die Ausstellung ist Teil des vom Auswärtigen Amt geförderten, vom Bundesverband deutscher Industrie unterstützten und vom Goethe-Institut realisierten Deutschlandjahres in den USA 2018/19. Seit Oktober 2018 führt es rund 250 Partnerinstitutionen auf beiden Seiten des Atlantiks zusammen, um den Dialog zwischen den USA und Deutschland zu intensivieren. Angesichts der wachsenden Herausforderungen sollen so stärkere Brücken zwischen beiden Ländern entstehen. Über 1500 Veranstaltungen in 50 Bundesstaaten vermitteln in diesem Jahr ein facettenreiches Bild der deutsch-amerikanischen Freundschaft und ihrer Verbindungen in den Bereichen Wissenschaft, Kunst, Kultur, Sprache, Wirtschaft und Sport. 

Mit dem Bus durch die USA

Um breite Teile der US-amerikanische Bevölkerung zu erreichen, finden viele der Projekte und Veranstaltungen auch außerhalb der Metropolen an den Küsten statt. So fährt beispielsweise noch bis Oktober 2019 der sogenannte „WanderbUS“ durch 48 Bundesstaaten und besucht insgesamt rund 60 High Schools und Universitäten. Ein Team von Bildungsprofis vermittelt durch eine Mischung aus Unterhaltung und Information Einblicke in die deutsche Sprache und die deutsche Kultur. In dem Bus können die Schülerinnen und Schüler beispielsweise auf Tablets und VR-Brillen Deutschland multimedial entdecken oder an einem Quiz teilnehmen und Preise gewinnen.
 
Zu den weiteren Programmhighlights des Deutschlandjahres zählt außerdem die  „PopUp-Tour“, bei der ein Kulturzelt mit mobilen Präsentationsmodulen und verschiedenen flexiblen Pop-Up-Edutainment-Elementen kombiniert wird. Das Programm reicht von Podiumsdiskussionen über aktuelle Fragestellungen wie „Zukunft der Arbeit“, Science Slams, Kunstausstellungen und Konzerten bis hin zu interaktiven Veranstaltungen für Studenten. Im Fokus stehen insbesondere die wirtschaftlichen und geschäftlichen Beziehungen Deutschlands mit den USA.
 
Die Initiative „Deutschlandjahr USA 2018/2019 – Wunderbar Together“ wird vom Auswärtigen Amt gefördert, vom Goethe-Institut realisiert und vom Bundesverband der Deutschen Industrie (BDI) unterstützt. Mit über 1500 Veranstaltungen in den ganzen USA sollen Austausch und Verständigung zwischen Deutschland und den USA gefördert werden. Die offizielle Eröffnung fand am 3. Oktober 2018 in Washington statt. Die Kampagne endet im Herbst 2019.

Kontakt

Dr. Jessica Kraatz Magri
Pressesprecherin und
Leiterin Stabsbereich Kommunikation
Goethe-Institut e.V.
Tel.: +49 89 15921 249
Jessica.KraatzMagri@goethe.de
 
Christoph Mücher
Projektleiter Deutschlandjahr USA
Goethe-Institut Washington
Tel.: +1 (202) 851-3301
christoph.muecher@goethe.de

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