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Tschechien
Golem-Labor

Carly Lave und John Snyder bei einer Probe. | Foto: Manuel Sierra Alonso
Carly Lave und John Snyder bei einer Probe. | Foto: Manuel Sierra Alonso

Bewegende Technik: Mit dem experimentellen Projekt „Golem-Labor“ forscht das Goethe-Institut an der Schnittstelle von Tanz und virtueller Realität. Eine Performance, Workshops und eine digitale Konferenz bringen vom 12. bis 15. Oktober 2020 in Prag und online Tänzer*innen und Choreograf*innen mit Extended-Reality-Expert*innen zusammen. Ausgangspunkt ist die Arbeit „Golem“ von Carly Lave, die das Verhältnis von Körpern und virtuellem Design untersucht.
 
Prag und Online
12. bis 15. Oktober 2020

In der Inszenierung „Golem“ entdeckt eine menschliche Figur ihren virtuellen Datenkörper. Es entwickelt sich eine Erzählung über Selbstbesessenheit, in der sich die Phänomene und digitalen Trends unserer gegenwärtigen Technosphäre widerspiegeln: Eitelkeit, Narzissmus und das Design des digitalisierten Körpers. Im Zusammenspiel von Tänzer*innen und Technologie wird die Dynamik zwischen realen Körpern und Avataren untersucht – ebenso wie das Verhältnis zwischen materieller Umgebung auf der Bühne und der virtuellen Welt.
 
Die immersive, experimentelle Performance bringt mit Motion-Capture-Verfahren Tanz live auf die Bühne und macht ihn zugleich über Virtual-Reality-Headsets zugänglich. 

Forschen im „Golem-Labor“

Für das Projekt „Golem-Labor“ des Goethe-Instituts Tschechien entwickelt die Tänzerin und Choreografin Carly Lave nun einen Ausschnitt ihrer Arbeit. Die Forschungsreihe beginnt in Prag mit der Performance (12.10.), gefolgt von einem zweitägigen Workshop (13. und 14.10.) sowie einer von Thomas Lilge von gamelab.berlin co-kuratierten Online-Konferenz (15.10.). Weitere „Labore“ folgen im Jahr 2021.
 
Jeder Workshop der internationalen Reihe baut auf den Ergebnissen des vorherigen auf und sammelt Bewegungen, die für die Aufführung genutzt werden können. Der erste Workshop in Prag nimmt das Exzerpt der „Golem“-Performance auf und widmet sich dem Experimentieren mit dem Motion-Capture-System. Die Teilnehmenden kommen aus den Bereichen Tanz und Virtual Reality.
 
Auf der Online-Konferenz widmen sich internationale XR-Expert*innen sowie Künstler*innen der Frage, wie die performativen Künste und virtuelle Technologien zusammenwirken können. Die Veranstaltung wird für alle Interessierten online zugänglich sein. 

Die formlose Masse als Mythos 

Die Fulbright-Stipendiatin Carly Lave hat „Golem“ in Zusammenarbeit mit der Plattform gamelab.berlin der Humboldt-Universität zu Berlin entwickelt. Beteiligt waren auch Studierende des Virtual Design Labs der Hochschule Kaiserslautern; die Sounddesignerin Arushi Jain alias Ghunghru schuf das Klangumfeld der Arbeit.  
 
Das Wort Golem stammt aus dem Hebräischen und bedeutet so viel wie „formlose Masse“. Seit dem frühen Mittelalter wird in der jüdischen Literatur und Mystik die Geschichte eines aus Lehm gebildeten, menschenähnlichen Wesens erzählt, das enorme Kräfte besitzt und Befehle ausführt.
 
Die Idee für „Golem-Labor“ entstand aus der Performance „Golem“, die Tanz mit Motion-Capture-Technologie live auf die Bühne gebracht und über VR weltweit zugänglich gemacht hat. „Golem“ wurde von Carly Lave in Zusammenarbeit mit gamelab.berlin der Humboldt-Universität zu Berlin, der Hochschule Kaiserslautern Virtual Design und Ghunghru Sounds entwickelt, unterstützt vom US-amerikanischen Fulbright-Programm, der Fulbright-Kommission Deutschland, der Stanford-Universität und privaten Sponsoren.

Kontakt

Ingrid Arnold und Luisa Rath
Projektleitung „Golem-Labor“
Goethe-Institut Tschechien
Regionale Leitung Informationsarbeit
und regionale Leitung der Programmarbeit
Region Mittelosteuropa
Tel.: +420 221962-111
Ingrid.Arnold@goethe.de
Luisa.Rath@goethe.de
 
Hannah Cuvalo
Pressereferentin
Goethe-Institut
Hauptstadtbüro
Tel.: +49 30 25906 481
hannah.cuvalo@goethe.de

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